Schluss mit Ramadanempfang im Weißen Haus

Rex Tillerson (Bild: gemeinfrei)
Rex Tillerson - Außenminister der Vereinigten Staaten (Bild: gemeinfrei)

Washington – Das islamische Fastenbrechen im Weißen Haus wird erstmals seit 20 Jahren nicht stattfinden. Dies berichteten US-Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsquellen. US-Außenminister Rex Tillerson, zuständig für den islamischen Zirkus, benannte keine konkreten Gründe.

Den Brauch, das muslimische Fastenbrechens im Weißen Haus zu zelebrieren und dort zusätzlich zum Ende des islamischen Fastenmonats muslimischen Geistliche einzuladen, wurde 1999 unter dem demokratischen Präsident Bill Clinton begründet. Seine Nachfolger, der Republikaner George W. Bush und Barack Obama setzten den islamischen Zirkus fort.

Kein Ramadanempfang im Weißen Haus 

Dieser angeblichen Tradition will offensichtlich der neue US-Außenminister Rex Tillerson nicht folgen und hat laut der Nachrichtenagentur Reuters dieses Jahr keine Einladung an Muslime zum islamischen Fastenmonat Ramadan ausgesprochen.

Den Berichten zufolge stellte sich der Republikaner gegen eine entsprechende Empfehlung des Büros für religiöse und globale Angelegenheiten des Außenministeriums, das für diese Einladung zuständig ist und seinem Ministerium unterstellt ist. Die Veranstaltung würde Initiativen des Außenministeriums und die Wichtigkeit eines Dialogs mit den Muslimen herausheben, soll es in dem Schreiben an Tillerson, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliege, heißen. Einige Wochen nach Empfang der Notiz habe Tillerson abgelehnt und diese Ablehnung nicht begründet.

Zusammenhang mit Stellenabbauprogramm

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters hieß es aus dem Ministerium, man prüfe derzeit noch andere Optionen, das muslimische Fastenbrechen zu begehen. US-Botschafter weltweit seien aufgerufen, das Ende des Ramadan in den jeweiligen Vertretungen „mittels einer Vielzahl von Aktivitäten“ zu feiern.

Amerikanische Medien spekulieren über einen Zusammenhang der Absage mit Tillersons geplantem Stellenabbauprogramm in dessen Ministerium, so die JF.  Dort sollen rund 2.000 Arbeitsplätze sowie ganze Abteilungen gestrichen werden. Davon betroffen  auch das Büro für religiöse und globale Angelegenheiten des Außenministeriums. (BS)