Linke Studenten fordern: Weiße raus aus der Uni!

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Wurde Opfer von linksfaschistischen Rassisten: Biologie-Professor Bret Weinstein (Foto: Screenshot/Youtube)

An der linksorientierten Universität Evergreen in Olympia im Staat Washington gerät ein Biologieprofessor ins Visier von linksextremen Studenten und kann wegen ihrer Drohungen nicht mehr auf dem Unigelände unterrichten.

Von Marilla Slominski

Letzte Woche musste der Biologieprofessor Bret Weinstein seine Biologiestudenten in einem öffentlichen Park unterrichten. Die Führerin der Universitätspolizei hatte ihn darüber informiert, dass sie nicht mehr für seine Sicherheit auf dem Unigelände garantieren könne. „Protestler“ seien auf der Suche nach einem bestimmten Auto – so wie seins – und ihre Polizisten waren von der Hochschulleitung gegen ihren ausdrücklichen Willen angewiesen worden, sie sollten bei Ausschreitungen nicht eingreifen.

Stark aufgeheizte anarchische Proteste haben das Evergreen State College in Beschlag genommen. Es ist ein kleines öffentliches linksliberales College in Olympia im Staat Washington, in dem er seit 2003 unterrichtet.

In einem inzwischen weit verbreiteten Video (siehe unten) vom 23.Mai ist zu sehen, wie ein wütender Mob von ca. 50 Studenten seinen Unterricht stürmt, in einen „Rassisten“ nennt und seinen Rücktritt fordert.

Sein rassistisches Vergehen?  Er hatte die zwangsweise Rassentrennung kritisiert. In diesem Fall ging es um den geplanten „Tag der Abwesenheit“ am 12. April. Dieser Tag wird jedes Jahr an seinem College begangen und ist mittlerweile zur Tradition in Evergreen geworden. Er bezieht sich auf einen Protest aus früheren Zeiten. Damals hatten alle schwarzen Einwohner einer Stadt im Süden einen Tag lang ihre Häuser nicht verlassen.

In diesem Jahr wurde der Tag ins Gegenteil verkehrt. Alle Nicht-Schwarzen sollten dem Campus am 12.April fernbleiben. „Alle weißen Studenten, das Personal und der Lehrkörper werden dazu aufgefordert, das Campusgelände während der Aktivitäten an diesem Tag zu verlassen. Die schwarzen Studenten haben verkündet, dass sie sich nach der Präsidentenwahl 2016 nicht mehr willkommen fühlen“, hieß es in der Studentenzeitung.

Als er davon erfuhr, schrieb er im März eine email an meine Fakultätskollegen: „Es ist ein großer Unterschied, ob eine Gruppe freiwillig entscheidet, einem Ort fernzubleiben und einer Gruppe, die andere dazu auffordert wegzubleiben,“ formulierte er seine Bedenken. Auf einem Hochschulgelände, auf dem jeder das Recht zu sprechen habe – oder zu sein, darf es nie um die Hautfarbe gehen“, so Weinstein.

Diese email wurde in der Studentenzeitung veröffentlicht, der „Tag der Abwesenheit“ kam und verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Ein Monat später kam es wie aus dem Nichts zu dem Angriff in seinem Unterricht.

Der Wandel an seinem College begann mit der Einstellung des neuen Universitätsleiters George Bridges. Unter seiner Führung wurde die Autonomie der Professoren radikal eingeschränkt und bisher gut funktionierende Unterrichtsstrukturen zerschlagen. Die Fakultätsmitglieder wurden nicht nach ihrer Zustimmung gefragt. Ein Plan, der u.a. die am College bisher vertretene „Vielfaltsagenda“ in eine „Gleichheitsagenda“ umgestaltete, war von den meisten gar nicht gelesen und somit auch nicht wahrgenommen worden. Vom neuen Unileiter hieß es in autoritärem Ton, alle „hätten ohne Diskussion zuzustimmen“.

Nun standen die bisher unabhängigen akademischen Köpfe des Lehrkörpers vor der Wahl: Entweder akzeptierten sie die neuen Spielregeln der heutigen Vertreter der „kritischen Rassentheorie“ uneingeschränkt oder sie riskierten als Rassist gebrandmarkt zu werden. Die meisten seiner Kollegen wählten die erste Möglichkeit und überließen damit den „Protestlern“ das Spielfeld uneingeschränkt. Weinstein entschied sich für den zweiten Weg und endete mit seinem Unterricht in einem Park.

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