„Ich habe es satt, mich von Ihnen und Ihresgleichen beschimpfen zu lassen“

Hendrik Hering (SPD) (Pressefoto: Alexander Heimann)
Hendrik Hering (SPD), Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz (Pressefoto: Alexander Heimann)

„Ich habe es satt, mich als AfD-Mitglied von Ihnen und Ihresgleichen beschimpfen zu lassen“. So die wütenden Worte von Claudia Junge, Ehefrau des rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden der AfD, Uwe Junge, an die Adresse des Sozialdemokrat Hendrik Hering (SPD), seines Zeichens Landtagspräsident im rheinland-pfälzischen Landtag. Dieser hatte öffentlich verkündet: „Ich halte die AfD für richtig gefährlich.“

Die politischen Gegner der Alternative für Deutschland (AfD) haben bislang nichts unversucht gelassen und steigern sich in ihrem Tun, je näher die Bundestagswahl heranrückt. Anfänglich wurden die politischen Neulinge ignoriert. Als dies nichts nutze, wurden sie verleugnet und diffamiert. Ihre Autos wurden und werden abgefackelt, ihre Häuser und Büros – zum Teil mit Fäkalien – beschmiert. Von körperlichen Attacken bis hin zu schwerer Körperverletzung durch die steuergeldfinanzierten Schlägertrupps der Antifa schrecken die Gegner eigentlich vor nichts mehr zurück.

Flankiert wird das ganze Schmierentheater durch  eine willfährige Presse, die wie im Fall des rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Hendrik Hering (SPD), dessen undemokratisches Treiben noch beklatscht und schönschreibt (JouWatch berichtete). Dieser hatte öffentlich verkündet: „Ich halte die AfD für richtig gefährlich“ und sich somit wiederholt als parteiischer Wahlkämpfer der SPD gegeben und nicht als Landtagspräsident, der dem Gebot der Neutralität verpflichtet ist.

Nun hat sich die Ehefrau des rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden der AfD, Uwe Junge in sehr persönlichen Worten in einem offenen Brief an den SPD-Funktionär gewandt.

„Herr Präsident,

mit klopfendem Herzen und unsagbar wütend habe ich in der Allgemeinen Zeitung vom Wochenende gelesen, dass Sie die Alternative für Deutschland (AfD) als „richtig gefährlich“ brandmarken. Als Mitglied einer demokratischen Partei und Ehefrau von AfD-Landeschef Uwe Junge kann ich nun nicht mehr schweigen.

Ich habe es satt, mich als AfD-Mitglied von Ihnen und Ihresgleichen beschimpfen zu lassen. Bürger, die Veranstaltungen der AfD besuchen wollen, werden abgedrängt und verprügelt, AfD Politiker werden zusammengeschlagen, ihre Autos und Häuser mit Farbe besprüht, Fenster eingeschlagen, ja sogar an Häusern Feuer gelegt. Die Privatadressen von AfD-Mitgliedern werden veröffentlicht und ihre Kinder werden in der Schule isoliert, eingeschüchtert und genötigt. Wirte, die der AfD Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stellen, werden bedroht und ihre Immobilien beschädigt. Nicht die AfD ist gefährlich, sondern Menschen wie Sie, Herr Hering. Menschen, die ein solches Verhalten billigen oder unterstützen. Dazu zählen auch hohe Kirchenvertreter und Funktionäre der SPD, Grünen, Linken sowie der Gewerkschaften.

AfD-Mitglieder und Wähler zünden keine Autos an, brechen keine Kiefer und beschädigen kein Eigentum. Wir sagen, was uns stört und was wir besser machen wollen. Von uns geht aber niemals Gewalt aus.

Der Brandanschlag auf mein Auto und unser Haus sowie der Überfall auf meinen Mann veranlasste Sie und Ihre Genossen nur zu einem müden Telefonanruf. Eine öffentliche Stellungnahme oder gar ein Thema im Parlament – Fehlanzeige. Der obligatorische Blumenstrauß ins Krankenhaus verbunden mit Genesungswünschen an meinen Mann – Fehlanzeige.

Stattdessen feuern Sie mit Ihren Aussagen – Ihr Parteigenosse Herr Schweitzer steht Ihnen da in nichts nach – die Aktivitäten der Linksextremisten an. Sie gießen Öl ins Feuer, statt Alarm zu schlagen, weil Sie nicht sehen wollen, dass es in unserem Land bereits an allen Ecken brennt. Wie lange wollen Sie das noch tun? Was muss noch passieren, ehe Sie und das Parlament sich von diesen politisch motivierten Straftaten distanzieren? Wann haben Sie vor, Ihrer Bestürzung öffentlich Ausdruck zu verleihen? Muss es erst Tote oder Schwerstverletzte geben? Wenn dies eintrifft, dann haben auch Sie sich mitschuldig gemacht. Das kann dann auch Ihre Ministerpräsidentin Dreyer nicht mehr weglächeln.

Wissen Sie, wie das ist, wenn man sich in seinem Haus nicht mehr sicher fühlt? Wenn man sich mit Freunden und Familie nicht mehr öffentlich treffen kann, weil man sie nicht der Gefahr aussetzen will, mit AfD-Mitgliedern gesehen zu werden? Was tun wir AfD-ler, dass wir Ihren Anfeindungen ausgesetzt werden? Wir haben nur eine andere politische Überzeugung! Und das in Deutschland, nicht in einer Diktatur!

Es mag sich nicht ziemen, wenn sich die Frau eines AfD-Politikers so direkt äußert. Aber ich bin betroffen. Ich bade all das Tag für Tag aus. Sie tragen dazu bei, dass uns unser Leben weggenommen wird. Ich will Ihr ächtendes Verhalten nicht länger schweigend hinnehmen. Sollten wir uns einmal begegnen, reichen Sie mir bitte nicht die Hand.

Claudia Junge, Mertloch
(Die Adresse ist dem Landtag und dem Präsidenten bekannt)“