Großbritannien: Wie Kindern der Respekt vor Terroristen beigebracht wird

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So lernen die Kinder in Großbritannien den Terror kennen (Foto: Screenshot)

In Großbritannien sorgt ein neues Grundschulbuch für Furore. Das Buch „Talking About Terrorism“ soll Kindern zwischen 7 und elf Jahren, die Motive von Terroristen näherbringen. Die Kinder sollen einen fiktiven Brief an u.a. „Terroristen“ schreiben, um zu verstehen, dass diese morden, weil sie sich „unfair und respektlos behandelt fühlen“.

Als geschichtliches Beispiel für „Terroristen“ müssen die Sufragetten herhalten, die Frauen, die einst vor allem mit passivem Widerstand, Störungen offizieller Veranstaltungen bis hin zu Hungerstreiks für ein allgemeines Wahlrecht auf die Straßen gingen! „Auch die Sufragetten nutzten Gewalt und wurden Terroristen genannt“, heißt es in dem Buch.

Terroristen führten „eine Art Krieg“, erklären die Autoren den Jüngsten und empfehlen ihren Lehrern: „Laden Sie die Kinder dazu ein, einen Brief unter dem Motto „Wenn Du einen Terroristen fragen könntest, welche sechs Fragen würdest Du stellen“ zu schreiben.“

Kritiker verurteilen das Machwerk scharf und bezeichnen es als „potentiell gefährlich“

“Diese verrückte Idee ist die fehlgeleitete Vorstellung, dass Grundschulkinder „religiösen Fanatikern, die vorhaben sie zu töten, Respekt entgegenbringen müssen“. Das Klassenzimmer ist nicht der Ort um Terrorismus durch einen vorgetäuschten Dialog zu vermenschlichen“, regt sich Chris McGovern, chairman of the Campaign for Real Education, auf.

Statt den Kindern zu helfen, die Motive der Terroristen zu verstehen, lädt das Buch dazu ein, Sympathie mit den Mördern zu empfinden, bemängeln seine Kritiker. (MS)