Bundeswehr: Uschis schwangere Truppe

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Carme Chacón (+) Foto: Chesi/Flickr/All Creative Commons https://c2.staticflickr.com/4/3203/2418526258_21892f3fce.jpg

Daß Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in der Bundeswehr lediglich einen großen Arbeitgeber sieht, der sich möglichst um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kümmern sollte, durch die Abwesenheit sexistischer Witzchen glänzt und gendermäßig auf der Höhe der Zeit sein soll – in ihren Niederungen also – , ist kein Geheimnis.

Von Max Erdinger

Ursula von der Leyens Qualifikation für das Amt der Bundesverteidungsministerin bestünde in ihrer „Erfahrung im Umgang mit großen Verwaltungen“, wie die siebenfache Mutter bei ihrem Amtsantritt sagte. Da ist es nur logisch, daß derzeit Uniformen für Schwangere getestet werden. Einen argen Übelstand gilt es zu beheben, wie t-online berichtet: Schwangere Soldatinnen bei der Bundeswehr müssten allerweil zu ziviler Kleidung greifen, wenn die Uniform nicht mehr über den Babybauch passt. Ab dem kommenden Jahr soll das anders werden. Flächendeckend (was sonst?) sollen Umstandsuniformen zur Verfügung stehen. Demnächst wird es die ersten „Trageversuche“ geben. Es handelt sich dabei um „“Umstandsmode in den Bekleidungsvarianten Dienstanzug und Feldbekleidung“. Rund (was sonst?) 400 der 20.000 Soldatinnen der Bundeswehr seien derzeit schwanger.

Erstens: Feldbekleidung. Was den Fans der unbedingten Geschlechtergleichheit bisher entgangen sein wird, das ist, daß Frauen zwar Soldatinnen werden dürfen, daß allerdings dasselbe Gesetz aus dem Jahre 2001 – das sog. Gesetz zur Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr (SGleiG) -, das ihre Gleichstellung regelt, eine gewichtige (was sonst?) Ausnahme kennt: Paragraph 3 Absatz 4 – Geltungsbereich: „Dieses Gesetz ist im Spannungs- und Verteidigungsfall nicht anwendbar.“ Damit dürfte sich die Verwunderung aller derjenigen in Wohlgefallen aufgelöst haben, die sich bisher fragten, wie es eigentlich kam, daß von den über 50 Gefallenen der Bundeswehr alleine in Afghanistan allesamt männlich gewesen sind.

Schlußfolgerung: Bei den Ausgaben für die Schwangerenversion der Feldbekleidung wird wieder einmal Steuerzahlers Geld sinn- und kopflos zum Fenster hinausgeworfen.

Im Übrigen forderte ein US-General bereits im Jahre 2009, daß Schwangerschaften während der Verpflichtungszeit in der US-Army als Dienstvergehen bestraft werden müssten. Viele US-Soldatinnen waren mysteriöserweise schwanger geworden, nachdem sie für eine Verlegung auf eines der zahlreichen, global verteilten Schlachtfelder der USA vorgesehen wurden. Der General wollte sich „Ätschi-bätschi, bin schwanger!“ nicht länger mehr bieten lassen. Natürlich ist er damit nicht durchgekommen, denn: Ihr Bauch gehört immer der Frau, ob Soldatin oder nicht. Im zivilen Leben nennt sich das „Recht auf Abtreibung“ – und im militärischen „Recht auf Schwangerschaft“. Ebenfalls unvergessen und ebenfalls aus der US-Army: Vor etwa zehn Jahren gab es eine Phase besonderen Durchgeknalltseins. Für männliche Soldaten wurde zu Trainingszwecken der „Pregnancy-Compassion-Belly“ angeschafft. Das war ein künstlicher Schwangerschaftsbauch, der vom Gewicht her etwa dem sechsten oder siebten Schwangerschaftsmonat entsprach und den sich Soldaten im Training umbinden mussten, um das rechte Mitgefühl für die Kameradinnen zu entwickeln, die sich niemals schwanger im Gefecht befunden hätten. Weil es halt „geschlechtergerecht“ zugehen muß überall.

Zweitens: Nachdem also Feldbekleidung für Frauen mangels Frau auf Gefechtsfeld auch umstandslos überflüssig sein könnte, wäre es naheliegend, sich einmal Gedanken darüber zu machen, was der Unterschied zwischen Gleichstellung und Rosinenpickerei ist.

Die „Gleichstellung“ von Frauen in der Bundeswehr bedeutet zudem eine mutwillig herbeigeführte Schwächung der Kampfkraft. Körperlich können sich nur 20 Prozent der stärksten Frauen mit 20 Prozent der schwächsten Männer messen.

„Wie sich bei der Rekrutierung in den USA zeigte, sind Frauen im Schnitt 12 Zentimeter kleiner und 14,3 Kilo leichter als Männer, sie haben 16,9 Kilo weniger Muskeln und 2,6 Kilo mehr Fett. Beim Werfen von Handgranaten, einer Waffe mit Zukunft in Stadtkriegen, hatten Frauen Schwierigkeiten oder drohten sich gar in die Luft zu sprengen, wie sich im Training zeigte. Als Frauen während der achtziger Jahre in der US-Militär­akademie West Point gleichberechtigt geschunden wurden, erlitten sie zum Beispiel zehnmal so viele Ermüdungsbrüche wie Männer. Daher werden auch in anderen Ländern Soldatinnen bei der Ausbildung weniger hart rangenommen als Männer.“  Quelle: wikimannia

So gesehen muß man schon fast froh sein, daß das Gleichstellungsgesetz für Soldaten die Ausnahme im Kriegs- und Konfliktfall kennt. Der israelische Militärhistoriker Martin van Crefeld weiß aus der israelischen Armee zu berichten, – wo Frauen tatsächlich kämpfen -, daß gemischte Kampfeinheiten wieder aufgelöst worden sind, nachdem sich Folgendes herausgestellt hatte: Männliche Kameraden stellten jegliche Vernunft hinsichtlich ihrer eigenen Sicherheit und des Gefechtserfolgs der Truppe hintan, wenn es darum ging, einer verwundeten Kameradin zu Hilfe zu eilen. Die Natur des Menschen in seiner Einheit von Mann und Frau schlägt eben immer noch zuverlässig jeden Gleichstellungs- und Genderwahnsinn.

Damit wären wir dann beim Gefühl. Und als fühlender Mensch sage ich, daß es niemals ein perverseres Foto gegeben hat als das der inzwischen verstorbenen Carme Chacón. Sie war jung, hübsch und spanische Verteidigungsministerium in der Regierung des Sozialisten Zapatero vor einigen Jahren. Auf dem Foto ist sie zu sehen, wie sie hochschwanger eine angetretene Ehrenformation des spanischen Militärs abschreitet. Zapatero ist übrigens das spanische Wort für „Zipfelchen“.