„Sag´s mir ins Gesicht“

"Sag´s mir ins Gesicht" - Tagesschauformat mit öffentlich-rechtlichen Superhelden (Bild: Screenschot Tagesschau)

Wie gemein doch der gemeine Zwangsgebührenzahler sein kann! Böse, ganz böse Kommentare müssen Leuchttürme des Journalismus im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstecken. Beleidigungen, Hetze, Hass und Lügen – das sei es, was Anja Reschke, ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke und weitere GEZ-gepuderten Kollegen im Netz entgegenweht. Jetzt wolle man endlich Schluss damit machen, und die „Netzkultur“ wieder für „Millionen Userinnen und User“, denen dadurch angeblich ein „Raum zum Austausch und Diskurs genommen“ wurde, zurück gewinnen.

Und deshalb haben just jene, die durch ihr regierungsergebenes Tun, durch das Hinbiegen von Wahrheiten – munter vermengt mit politisch-korrekter eigener Meinungen – diesen öffentlichen Raum dermaßen vergifteten und kaputt lügten, eine Superaktion ersonnen. Mit dem Geld der GEZ-Büttel wurde das Format „Sag´s mir ins Gesicht“ realisiert und startete am Sonntag.

Und das Ganze live!

Die tapferen GEZ-Helden werden in einer Reihe von Live-Events die „Hasskommentatoren“ heraus fordern! Mutig stellen sich ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke, NDR-Innenpolitik-Chefin Anja Reschke und WDR-Kollegin Isabel Schayani den Verfasser von Hasskommentaren – die sogar unter Klarnamen kommentiert hätten, so die verwunderte Feststellung der Neigungsjournalie –  diesen bösen Menschen im Video-Dialog. Und das Ganze live!

„Trauen sich die Verfasser, ihnen das per Videochat ins Gesicht zu sagen? Nennt man eine Journalistin „Hure“, wenn die beschimpfte Person live auf der anderen Seite der Videoleitung sitzt? Finden Sie es mit uns raus, so die hippe Anmoderation der tagesschau mit Linkverweis auf die Medienperle.

Auf die öffentlich-rechtliche Pelle rücken

Tja, viel heraus zu finden gab es am Sonntag allerdings nicht, so die freudige Nachricht von Kai Gniffke gegenüber der willfährigen FAZ. Keiner der „Hasskommentatoren“ scheint so wahnsinnig mutig wie der ARD-aktuell-Chefredakteur gewesen zu sein, um diesen offen mit seiner Gemütslage, mit der Angst um die Zukunft seiner Kinder oder auch seiner wahnsinnigen Wut, mit dem eigenen Geld von morgens bis abends für blöd verkauft zu werden, zu konfrontieren.

Der Macher von „Unblogd“, Miró Wolsfeld, scheint jedoch dem mutigen Vorzeigehelden Kai Gniffke dann doch mit seiner Fragerei auf die öffentlich-rechtliche Pelle gerückt zu sein, so dass das nachfolgende Gespräch (siehe Videobeitrag unten) von Gniffke aufgrund „zeitlicher Faktoren“ dann schnell beendet wurde.

Ach ja- und am Montagabend kämpft Anja Reschke, die immer wieder gern und heftig für Merkels katastrophale Blitzentscheidung in der vordersten öffentlich-rechtlichen Reihe trommelt und es gar nicht verstehen kann, dass die AfD aufgrund von medialem Totschweigen „beleidigt rumtut“. (BS)

Miró Wolsfeld von „Unblogd“ fragt nach: