Der Koordinator spricht

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Hängt unkoordiniert am schiefen Mast: Sternenbanner (Foto über dts Nachrichtenagentur)

Berlin -Jürgen Hardt (CDU), seines Zeichens Regierungskoordinator für die transatlantische Zusammenarbeit, setzt auch nach dem Eklat wegen der Auftritte von Präsident Trump beim Nato- und G7-Gipfel auf Koordination durch intensive Gespräche. Trumps Position sei inkonsistent und auf Dauer nicht haltbar, sagte Hardt der „Saarbrücker Zeitung“. Die Europäer müssten deshalb weiter mit ihm, der amerikanischen Regierung und dem Kongress über Freihandel, Sicherheitspolitik und Klimaschutz reden.

„Ich setze darauf, dass wir im Zeitverlauf für unsere Argumente mehr und mehr Gehör finden“, sagte der Transatlantikkoordinator. Auch seien Gipfeltreffen wie der bevorstehende G20-Gipfel in Hamburg sinnvoll. Hier könnten die Konflikte auf den Tisch kommen, was immer der erste Schritt für mögliche Kompromisse sei.

Hardt bekräftigte außerdem die Zusage der Bundesregierung, das Nato-Ziel einzuhalten, wonach zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Rüstung auszugeben sind. Es gebe keinen Grund, von den gemachten Zusagen abzuweichen, nur weil Donald Trump Präsident geworden sei, sagte der CDU-Politiker. Forderungen aus der SPD, die Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten zu verringern, wies er zurück. Diese Zusammenarbeit sei ein wichtiges Element unserer Sicherheit. Die Europäer würden sich nur selbst schaden. (dts)

Was man als Transatlantikkoordinator halt so sagen muß, wenn einem der Job lieb ist. Hardt scheint keine Sekunde daran zu denken, daß man in Amerika von den „intensiven Gesprächen“ der Europäer, der Inkonsistenz ihrer Positionen und ihrer Sehnsucht nach Kompromiss auch einfach die Nase voll haben könnte. (ME)

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