Extremismusstudie: Zeit Online eilt Studienautoren zur Hilfe

© BMWi / Andreas Mertens
Über 200 Seiten Antifa-Prosa: Ostbeauftragte Iris Gleicke mit den vermeintlichen Forschern Michael Lühmann und Marika Przybilla-Voß (v.l.n.r.) (Bild: © BMWi / Andreas Mertens)

Die Zeit, lange mit der Stasispitzelin Anetta Kahane und deren Amadeu Antonio Stiftung verbunden, lässt den Politologen Michael Lühmann seine Studie in einem mehr als unkritischen Interview verteidigen. Für den ist klar: An der Kritik sind „rechte Verschwörungstheoretiker“ Schuld. Das Leben ist einfach, wenn man Linker ist. Für das eigene Unvermögen kann man immer „die Rechten“ verantwortlich machen.

Die unsägliche Studie „zu Rechtsextremismus in Ostdeutschland“ wurde nicht nur von JouWatch kritisiert. So hatte auch Science Files in einer ausgezeichnten Analyse die Studie als unwissenschaftlich bezeichnet.

Zeit erfindet Ausgewogenheit

Nun bietet die Zeit, selbst im „Kampf gegen Rechts“ regelmäßig mit Linksextremisten verbündet, einem der Studien-Autoren ein Forum. Mit scheinkritischen Fragen oder gleich mit einer Prämisse in der Frage, die jede Kritik übergeht, kann sich Lühmann (siehe Bild Mitte) dann in plumper Schuldzuweisung ergehen.

So stellt die Zeit tatsächlich folgende Frage:

„Bei den Interviewten ist durchaus eine Ausgewogenheit zwischen Befragten aus dem linken Spektrum und anderen Gesprächspartnern festzustellen. Doch die Kritiker werfen Ihnen vor, nicht zwischen lokalen Befragten und interviewten Experten unterschieden zu haben.“

Das ist absurd: Es besteht – und das ist ein Kernbestandteil – keinerlei Ausgewogenheit zwischen den Befragten aus dem linken Lager. Das schon in der Frage zu unterstellen, macht die Zeit zum Kumpanen eines von der Regierung (über-)bezahlten Wissenschaftlers, der die Ergebnisse liefert, die das Ministerium für seine eigenen Politik begrüßt.

Es wäre der Zeit auch gut angestanden, danach zu fragen, warum ausgewogene Politologen auf die Idee kommen, die „Antifa“ als ein Instrument gegen (vermeintlichen) Rechtsextremismus zu empfehlen.

Angebliche Verschwörung gegen die Regierungs-Wissenschaftler

Die Zeit, die schon lange zu den Blättern gehört, die sich gegen Kritik an der Bundesregierung und den sie tragenden links-grünen Zeitgeist stemmt, lässt es dem vermeintlichen Wissenschaftler dann auch durchgehen, rechte Verschwörungstheoretiker als Verantwortliche für Kritik an der „Junk Science Studie“ auszumachen. Lühmann sieht eine Kampagne, die die „Studie“ instrumentalisiert.

Augenscheinlich fällt es weder Lühmann selbst noch der Zeit auf, dass dieses Erklärungsmuster ein klassisches Muster einer Verschwörungstheorie ist. (CJ)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.