Evangelischer Kirchentag: Dieses Mal müsst Ihr die AfD ertragen!

(Bild: Evangelischer Kirchentag)
"Du siehst mich"-Motto beim 26. Evangelischen Kirchentag (Bild: Evangelischer Kirchentag)

Die evangelische Kirche kämpft schon lange nicht mehr um ihre Glaubensinhalte. Ebenso wenig scheren sich die Kirchenfunktionäre um die grauenhafte Verfolgung ihrer Glaubensbrüder in islamischen Ländern. Der Kampf gegen die AfD und die maximale Anbiederung an den linken Mainstream inklusive Islamappeasement sind die Hauptaufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland. Konnte beim katholischen Kirchentag die Teilnahme der tief verhassten AfD noch verhindert werden, so müssen die reformierten Kirchenvertreter sich beim diesjährigen 36. evangelischen Stelldichein der massiv bekämpften AfD „stellen“.

Seit Jahren bereits missbrauchen Funktionäre die Evangelische Kirche als Generator für Wählerstimmen. Ob die personellen Verflechtungen von grüner, linkslastiger Politik und Kirche in Person einer Göring-Eckardt, oder wie dieses Jahr als Wahlkampfpodium von Angela Merkel (CDU), die hierbei tatkräftige Unterstützung vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama erhält, der ebenfalls zum Kirchentag geladen ist  und  – rein zufällig – durch einen gemeinsamen Auftritt mit der Bundeskanzlerin eben deren Wahlkampf befeuert. Der ganze, hoch politische Spaß schön brav bezahlt durch die Kirchensteuer der willigen Schäfchen.

Sogar Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) warnte die evangelische Kirche davor, sich nicht nur im Mainstream der Political Correctness mit größter Betroffenheit zu engagieren. „Dass sich die Kirche in die Fragen des menschlichen Lebens einmischt, dafür ist sie da, und das wird sie auf dem Kirchentag wieder tun“, so die Auffassung Schäubles in einem FAZ-Interview. In weltlichen Fragen habe die evangelische Kirche aber nicht das Monopol auf Wahrheit. Dass in einer Demokratie jeder seine eigene Meinung haben könne, das würden oft diejenigen nicht verstehen, die sich aus tiefer Glaubensüberzeugung äußern.

Konnte vor einem Jahr die Konkurrenz aus dem katholischen Lager durch den Beschluss des Zentralrates der Katholiken noch verhindert, dass das personifizierte Bösen in Gestalt von AfD-Politikern am hauptsächlich mit Steuergeld finanzierten Katholikentag in Leipzig teilnehmen konnte, so ist sie dieses Jahr beim evangelischen dabei.

Es gibt „Grenzen der Toleranz!“

Die Talibanliebende Margot Käsmann, nebenbei auch noch „Lutherbotschafterin“, findet, dass die AfD und der christliche Glaube, so wie die Alkoholsünderin ihn versteht, nicht zusammen passen. Trotzdem ist die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) so was von tolerant und duldet die Teilnahme der politischen Parias.

Prof. Dr. phil. Andreas Pangritz - die personifizierte, evangelische Toleranz (Bild: Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Prof. Dr. phil. Andreas Pangritz – die personifizierte, evangelische Toleranz (Bild: Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Dem Beispiel der Käsmännin indes wollte Andreas Pangritz, evangelischer Theologe und Direktor beim Ökumenischen Institut, nicht folgen. Nachdem der niedersächsische AfD-Vorsitzende Armin-Paul Hampel beim letzten Parteitag die übermäßige Einmischung der Kirchen kritisierte, die seit Monaten nichts anders zu tun hatten, als – neben der Verteidigung des Islams – massiv gegen die AfD zu hetzen, forderte Hampel dazu auf, aus der Kirche auszutreten.

Und eine Partei, die zu so etwas Unerhörtem aufrufe, habe auf dem evangelischen Kirchentag nichts zu suchen. Das sei „falsch verstandene evangelische Freiheit“. Es gebe „Grenzen der Toleranz“, so der Theologieprofessor der, auch mit Steuergeldern von AfD-Wählern, finanzierten Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Flux startete der Protestant deswegen mit ein paar anderen Musterexemplaren der Meinungsfreiheit eine Petition, durch die erreicht werden sollte, dass die AfD vom Kirchentag wieder ausgeladen werde. Über die Teilnahme von gerade einmal 1.600 Unterstützer zeigte sich der ausgemachte Demokrat Pangritz „enttäuscht“.

„Christen in der AfD?“ – Was soll das Fragezeichen?

Trotzdem viel unternommen wurde, um Teile der Gesellschaft von der „Teilhabe“ – ein Kampfbegriff, den Gestalten wie Pangtitz und Konsorten ansonsten wie eine Monstranz vor sich hertragen – auszuschließen, wird die AfD-Politikerin Anette Schulte in ihrer Funktion als Bundessprecherin der „Christen in der AfD“ trotzdem am Kirchentag auf dem Podium sitzen und mit dem Berliner Landesbischof Markus Dröge und der Neigungsjournalistin Liane Bednarz (JouWatch berichtete) unter dem Motto „Christen in der AfD?“ diskutieren, wobei das mutmaßlich gezielt gesetzte Fragezeichen nicht nur viele AfD-Anhänger und Mitglieder, sondern auch andere Christen verärgert wahrgenommen haben.

Anette Schulte (AfD) – Bundessprecherin der „Christen in der AfD“ (Bild: AfD)

AfD-Bundesvorstandsmitglied Paul Hampel wertete Äußerungen von Kirchenfunktionären über die AfD im Vorfeld des evangelischen Kirchentags und erklärte, dass die Repräsentanten der Amtskirchen sich zusehends mehr durch Staatsnähe denn durch Vermittlung des christlichen Glaubens auszeichnen würden. „Ihre oberste Aufgabe kann nicht sein, sich mit den etablierten Parteien und dem links-grünen Zeitgeist gemein zu machen. Schon gar nicht gehört es zur Aufgabe einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, offen Parteipolitik zu betreiben“, so Hampel weiter.

Die Kirchenvertreter, die die AfD immer wieder mit den gleichen unzutreffenden Adjektiven zu stigmatisieren suchten, sollten sich mit dem AfD-Programm auseinandersetzen und konkret sagen, was sie daran für unvereinbar mit dem Christentum halten, sie seien infam und haben mit einer sachlichen Debatte nichts zu tun. „Kritische Stimmen mit Kampfbegriffen mundtot zu machen, kann nicht zum Betätigungsfeld von Amtsträgern gehören, die durch die staatlich eingetriebene Kirchensteuer finanziert werden.“

Eine Aussage, die Leuchttürme der Demokratie wie Andreas Pangritz, sofort veranlassen dürften, das Ende der Toleranz nochmals auszurufen. Gott hilf, kann man hier nur noch hinzufügen. (BS)