Der Teufel hat jetzt ein Gesicht!

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Das ist der Täter: Salman Abedi (Foto: Screenshot)

Der behördenbekannte islamische Bombenattentäter Salman Abedi soll erst vor wenigen Tagen von einem dreiwöchigen Aufenthalt in Libyen zurückgekehrt sein. Neuesten Erkenntnissen nach, soll er in der Vergangenheit in Terrortrainingscamps in Kriegsgebieten im Nahen Osten ausgebildet worden sein.

Auch die Verbindungen des 22jährigen zu einem IS-Rekrutierer werden untersucht.

Von seinen Nachbarn wird Abedi als Mensch mit „einem hasserfüllten Gesicht beschrieben“, andere schildern ihn als „fußballverrückten Manchester United Fan“.

In seinem Wohnhaus wurde gestern unter großem Polizeiaufgebot eine kontrollierte Explosion durchgeführt. Experten für chemische Kampfstoffe waren vor Ort, es wurde auch befürchtet, dass Abedi im Besitz von radioaktivem Material gewesen sein könnte.
Der islamische Attentäter war in der Nacht vor dem Anschlag aus London zurückgekommen. Das stärkt den Verdacht, dass er Mittäter hatte, die ihm beim Bombenbau geholfen haben.

Laut der britischen Tageszeitung the Mirror  war Abedi mit dem ebenfalls aus Manchester stammenden Raphael Hosety alias Abu Qaqa al-Britani (23), befreundet, der als Rekrutierer für den IS tätig war und im vergangenen Jahr bei einem Drohnenangriff in Syrien getötet wurde.

Aus seinem familiären Umkreis heißt es, Hosety habe Abedi möglicherweise radikalisiert.

Sein Vater Ramadan Abedi, soll als Sicherheitskraft am Flughafen in Manchester gearbeitet haben. 2011 kündigte der Vater den Job und verließ die Familie, um in Libyen zu kämpfen. Danach habe sich sein Sohn Salman vom fußballverückten Teenager zum hasserfüllten IS-Anhänger gewandelt, erzählt der Imam der Didsbury Moschee.

“Bis 2015 kam er gelegentlich in die Moschee, aber als ich anfing, mich kritisch zum IS zu äußern, gefiel ihm das überhaupt nicht und zeigte mir sein hasserfülltes Gesicht. Er kam dann immer seltener und irgendwann gar nicht mehr“, so Imam Mohammed Saeed.

Beide Söhne traten in die Fußstampfen des Vaters, teilten „Heldentaten“ von syrischen Islamkämpfer in den sozialen Netzwerken und beteten öffentlich und lautstark auf der Straße.

Auch seine Mutter Samia (50) soll inzwischen in ihr Heimatland Libyen zurückgekehrt sein. Sein Bruder Ismail (23) wird zurzeit unter dem Verdacht der Beteiligung vernommen. Er ist mit einer Mathematiklehrerin verheiratet und soll an einer Moschee Arabisch unterrichtet haben.

Der islamische Bombenattentäter Salman Abedi war den Behörden zwar bekannt, wurde aber nicht beobachtet. Die Polizei habe keinen Hinweis darauf gehabt, dass er dabei war, eine Bombe zu bauen, heißt es.