Abt. Patriarch: Zum Vatertag

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Vatertag Foto: Pixabay

„Der Vatermorgana heißt so, weil er nur selten zu sehen ist.“

(Stilblüte aus einem Schüleraufsatz)

Von Max Erdinger

Nie hatten es Väter in Deutschland schwerer, gute Väter zu sein, als in der kulturmarxistisch verseuchten Bundesrepublik seit 1968. Die ursprünglich als „Marsch durch die Institutionen“ geplante, für Revolutionsverhältnisse weitgehend friedlich verlaufene Kulturrevolution wurde wegen des sogenannten Radikalenerlasses von Kanzler Willy Brandt zu einem Marsch an den staatlichen Institutionen vorbei – und im Zuge der Vorbeimarschierer und Vorbeimarschiererinnen befand sich ein erklecklicher Haufen von „Feminismierenden“, wie man das bald fünfzig Jahre nach Beginn ihres „segensreichen Wirkens“ in Parteien, Redaktionen und Gerichten als Schreibender formulieren würde. Mit seinem gut gemeinten Radikalenerlaß, der in Wahrheit einer Express-Umleitung gleichkam, schoß sich Willy Brandt, Sozialdemokrat natürlich und Ikone dort, ins eigene Knie – und uns Vätern in die unsrigen.

Die feministische Landplage – im Kopfe verwirrt von Simone de Beauvoir und angetan vom Mut einer schießwütigen Gelegenheitsprostituierten namens Valerie Solanas, die heldinnenhaft das Attentat auf Andy Warhol verübt hatte –  fand sich flugs in Parteien, Parlamenten, in Redaktionen und Gerichten. In den Institutionen wären sie womöglich ausgebremst worden. Und zwar von honorigen älteren Herren und Familienvätern, Weltkriegsveteranen womöglich, die diesen hypermoralisierenden und dauerkiffenden Verwirrten an ihrem Geschlechte per hierarchischer Stellung den Scheitel gezogen hätten. Typischer Satz der Sozialdemokratie: Satz mit X, war wohl nix. Der Radikalenerlaß wurde ein Flop. Ein Megaflop.

Spätestens ab 1971 wurde den ersten Männern klar, was Sperma ist: Politischer Schleim. Mit der ganzen Kraft ihrer Lenden zeugten sie Nachwuchs mit Frauen, die ihnen als nächstes frech von einem Stern-Titel ins Gesicht grinsten: „Wir haben abgetrieben“. Das Jahr 1971 darf daher eingehen in die Geschichte der Bundesrepublik als dasjenige, in welchem die arbeitsscheue Gebärmutter einen wichtigen Etappensieg über den zeugungswilligen Schwellkörper errungen hat. Das traf viele Männer schwer an ihrer empfindsamen Seele. Etwa fünf Jahre später wurde Pornographie legalisiert – weil das liberal ist und eine befreiende Wirkung hat – und eine explodierende Zahl von Männern kaufte das abwischbare Hochglanzmagazin „Wir haben abgerieben“.

Von da an ging es mit der Demografie bergab und mit dem politischen Schleim bergauf. Die real existierenden Weiber wurden ständig unzufriedener, weil sie mit Porno – unter schleimtechnischen Gesichtspunkten betrachtet – echte Konkurrenz bekommen hatten. Sie begannen aufzurüsten. Kurz danach galt der sogenannte nuttige Outfit als erfunden. Und weil Frauen schlau sind, haben sie das auch gleich als ihre Befreiung begriffen. Na ja, gesagt hat man ihnen natürlich vorher, daß es eine ist. Bei aller Befreiung steigerte sich ihre Unzufriedenheit jedoch zur Hysterie, der ganze Staat eilte ihnen bestürzt zu Hilfe, die Männer waren schuld, sämtliche G-Punkte mussten gefunden werden, das Frauenverstehen wurde zur Pflicht – und der schleimtechnisch vom Weg Abgekommene zur Inkarnation des Mangelhaften. Fortan wurde er durch den Kakao gezogen, wo es nur ging. In der Fernsehwerbung waren plötzlich kleine, vierjährige Rotznasen viel schlauer als ihre Väter, während Mutti mit wissendem Grinsen im Hintergrund den neuen Östrogenpatriarchen abgab. Sogar dafür, daß sie Tütensuppe in heißem Wasser verrühren konnte, wurde sie in der Fernsehwerbung von Mann und Sohn angehimmelt. Die Göttin der Kulturmarxisten war geschaffen: Politisch leicht zu lenken, zeitgeistig beeinflußbar, über Subventiönchen und mediale Bauchpinselei leicht in ihrer natürlichen Eitelkeit zu bestärken, war sie zu dem geworden, was sie hatte werden sollen: Der Off-Schalter für den einzig denkbaren Widerstand gegen den allmächtigen Staat, den Patriarchen.

Der wiederum war fortan damit beschäftigt, sich seiner moralischen Minderwertigkeit zu schämen. Wenn er Machtphantasien bekam, die früher gut gewesen wären, Familie, Land und Leute gegen den Feind zu verteidigen, tippelte er schuldbewußt in die Selbsthilfegruppe für allzu Testosterongesteuerte, wo ihm von linken Sozialpsychologen – gibt´s auch andere? –  beigebracht wurde, daß er seine Schuld am Elend der armen Frauen annehmen muß. Der emotionalen Intelligenz, dem Feingefühl und der unbestechlichen Urteilskraft des weiblichen Geistes sei er eben unterlegen. Kurz danach wurde die Domina erfunden und die Witwen verjubelten die Kohle ihres früh verstorbenen Minderwertigen auf Kreuzfahrtschiffen mit gegelten jungen Tänzern.

Im Jahre 1977 änderte die sozial-liberale Koalition das Scheidungsrecht. „Reform“ nannten sie das. Wer für das Scheitern einer Ehe verantwortlich zu machen war, wurde nicht mehr eruiert, das Schuldprinzip wurde durch das Zerrüttungsprinzip ersetzt und alsbald setzte eine fröhliche Scheidungswelle ein, die selbstredend wieder als Befreiung der Frau gefeiert wurde. Kein Wunder, Erhard Eppler (SPD) soll es gewesen sein, dem die Flausen von der „nachehelichen Solidarität“ eingefallen sind. Der Minderwertige konnte entsorgt werden, wann immer es Madame beliebte. Seine finanziellen Ressourcen blieben ihr erhalten. Seither hat sich die Zahl der von Frauen eingebrachten Scheidungsanträge bei etwa 75 Prozent stabilisiert. Die gemeinsamen Kinder wurden zur Waffe im Scheidungskrieg. Die linksstaatlich Gehätschelten konnten mit der Drohung, daß sie, wenn sie es denn wollten, jederzeit das alleinige Sorgerecht würden zugesprochen bekommen, alles aus ihren geschiedenen Männern herauspressen. Sie hatten den Staat auf ihrer Seite, die Medien, die Justiz und natürlich die Moral.

Obwohl die Zwangsarbeit grundgesetzlich verboten ist, galt für geschiedene Männer zum Zwecke der Alimentierung von Frau und Kindern, die sie u.U. gar nicht mehr zu Gesicht bekamen, eine „erhöhte Erwerbsobliegenheit“. Die uralte Familie, einst begriffen als die Keimzelle der Gesellschaft, hatte innerhalb weniger Jahrzehnte verloren. Sie war zerstört.

Zum Vatertag wünsche ich allen Männern, denen es vor diesem geschichtlichen Hintergrund vergönnt ist, einträchtig mit Frau und Kindern ein glückliches Familienleben zu führen, ein tolles Wetter heute. Weiterhin alles Gute für euch, für eure Frauen und eure Kinder! Den Anderen, den Gescheiterten und an ihrer Männlichkeit vom Linksstaat Beschädigten, wünsche ich einen feuchtfröhlichen Herrentag. Trinkt einen über den Durst und schaut ganz gelassen dabei zu, wie eine Horde eingewanderter Geilisten Jagd auf kreischende Feministinnen macht. Nicht mehr euer Bier. Und fallt mir nicht auf Alice Schwarzer herein, die zur Zeit wieder groß jammert. Das ist nämlich die Alte, die zwei Bundesverdienstkreuze dafür verliehen bekam, daß sie euch abgeschafft hat.

 

 

 

 

 

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