Chapeau, Herr Matussek!

(Bild: Homepage Matthias Matussek)
Matthias Matussek (Bild: Homepage Matthias Matussek)

Matthias Matussek hat schon wieder etwas Unerhörtes getan. Öffentlich freut er sich über die letzte Aktion der Identitären Bewegung und nennt diese auch noch „einfach so geil“. Der versammelte Neigungsjournalismus der Huffpost fällt sogleich über den Ausnahmejournalisten her, wird von diesem jedoch in ihre „arschkriecherischen“, regierungstreuen Schranken verwiesen. Chapeau, Herr Matussek!

Weil Matthias Matussek seine Chefredakteure 2015 bei der Welt als „Arschlöcher“ bezeichnete, musste der ehemalige Spiegel- und Stern-Journalist und erfolgreiche Autor seinen Hut nehmen. Fortan, so seine Selbstdarstellung, arbeitet er als freier Autor für die „Weltwoche“ und den „Focus“ und andere und widmet sich erneut seinen Stärken: dem Schreiben und der Disziplinlosigkeit.

Genau diese „Stärken“, just diese „Disziplinlosigkeit“ demonstrierte der Freigeist kürzlich, indem er zum wiederholten Male für Empörung bei den Mainstreamlern sorgte.

„Einfach so geil!“

Matussek erlaubte sich, lobende Worte für die Identitären Bewegung (IB) zu finden, die am vergangenen Freitag gegen das hoch skandalöse Netzwerkdurchsuchungsgesetz (NetzDG) des Bundesjustizministers Heiko Maas (SPD) unter dem Motto „Alles schon vergessen? Gegen Zensur und Meinungsverbote“ wie immer, in friedlicher Art und Weise, protestierte (JouWatch berichtete).

Ganz im Gegensatz zu den Mainstreammedien, die in gewohnter Weise jede IB- Aktion hysterisch und einschlägig bewerteten und dieses Mal zum „Stürmungsversuch des Bundesjustizministeriums“ hochstilisierten – der Deutschlandfunk faselte sogar von einer geplanten „Kulturrevolution“ der IB, die „Deutschland nach Rechtsaußen“ führen wolle – und dementsprechend verurteilten, fand Matussek die Aktion der jungen, mutigen Leute „einfach so geil“.

Soviel Zustimmung, soviel öffentliche Begeisterung für die bösen Identitären, die ja vom Verfassungsschutz beäugt werden,  geht nach Ansicht der „Huffpost“ Schreiberline  Liane Bednarz, die in der Gazette ihre „thematischen Schwerpunkten derzeit auf  die ‚ Alternative für Deutschland´ (AfD) sowie die ‚Neue Rechte’ “ legt, gar nicht.

„Mit dieser peinlichen Arschrkriecherei hättet ihr  zu Zeiten der alten APO in keinem Lokal noch ein Bier gekriegt!!“

In einem aktuellen Artikel erbost sich Bednarz darüber, dass Matussek in einem „wirren Facebook-Beitrag“ eine „Lobeshymne auf die rechtsradikale Identitäre Bewegung“ auf ihrer Facebook-Seite verfasst habe. Dort schrieb er:

„Ich möchte grundsätzlich klarstellen: Ich verabscheue jeden Rechtsbruch der Antifa und anderer Idioten“, begann er, und Bezog sich auf ähnliche Aktionen linker Aktivisten. „Aber wenn es um die lustigen Aktionen der Identitären geht, die ja für eine gerechte Sache kämpfen, da muss ich… sorry … muss ich einfach ein Auge zudrücken. Weil ich die einfach so geil finde.“

(Bild: Screenshot Facebook)
Matthias Matusseks Facebook-Posting (Bild: Screenshot Facebook)

Matussek, der von der studierten Rechtswissenschaftlerin Bednarz als „geschmackloser Provokateur“ bezeichnet wird, habe auf Facebook derweil den regierungstreuen Empörungsartikel der willfährigen Journalistin kommentiert und resümiert zudem, das man „mittlerweile, unter kräftiger Beihilfe von Blogwärterinnen wie Liane Bednarz, blond und blauäugig und man darf durchaus sagen kräftig, besonders in ihrem Denunziatonswilen, mal in die Huffpost, die ohnehin abgemahnt gehört..komme“:

„Man muss sich das mal vor Augen führen: die Berliner Identitären, die APO von heute, haben zivilen Ungehorsam gezeigt und das Justizministerium symbolisch blockiert an dem Tag, an dem es ein die ganze Republik empörendes Zensurgesetz in geschmeidiger Routine ins Parlament bringt- und die sogenannten „Journalisten“ Liane Bednarz und Huffington Post haben meine Zustimmung dazu als „Wirre Lobeshymne auf Rechtsradikale“ bezeichnet. Mit dieser peinlichen Arschrkriecherei für den mittlerweile komplett entkoppelten Regierungsapparat, mit diesem Hilfssheriffstum für die Herrschenden, hättet ihr „Journalisten“ zu Zeiten der Alten APO in keinem Lokal noch ein Bier gekriegt!!'“

Matthias Matusseks klare Ansage an die Neigungsjournalisten (Bild: Screenshot Facebook)

 

Bravo, Herr Matussek. Klarer und rotziger hat es in letzter Zeit – bis auf den bayerischen Landesvorsitzenden der AfD, Petr Bystron – kaum einer hinbekommen, den realexistierenden Neigungsjournalisten den politisch inkorrekten Mittelfinger entgegen zu strecken.

Demnächst – wie AfD-Landeschef Petr Bystron – Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes?

Jetzt bleibt eigentlich nur noch abzuwarten, ob Matussek das gleiche Schicksal wie Petr Bystron ereilen wird (JouWatch berichtete) und die Herrschaften vom Verfassungsschutz sich wegen lobender Worte über ihn hermachen.

Falls ja, befindet sich Matussek und Bystron, nach Matusseks aktuellen Facebook-Post zum „IB-Gate“ zu urteilen, in bester Gesellschaft:

„Noch ein Nachsatz zu den „Identitären“ – es gab mal diese urdemokratische Losung „Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“….das haben mal die Linken gerufen und nicht alles, was sie gerufen haben, war blöde…und was die Rechtsbrüche der Regierung in ihrer Migrationspolitik angeht, gibt es Gutachten von Verfassungsrichtern wie Udo di Fabio (der allerdings wahrscheinlich mittlerweile selber vom Verfassungsschutz beoachtet wird“). (BS)

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