Trump in Riad: Haltung statt Kniefall!

Donald Trump zeigt gegenüber den Islamvertretern Haltung (Foto: Gage Skidmore/Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/
Donald Trump zeigt gegenüber den Islamvertretern Haltung (Foto: Gage Skidmore/Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Wer die Rede von Ex-Präsident Obama 2009 in Kairo, mit der jetzt von Trump in Riad vergleicht, wird feststellen, dass sie sich komplett unterscheiden. Während Barack Hussein Obama die tiefe Unterwerfung vor dem Islam zelebrierte, ist der Auftritt des amtierenden Präsidenten, der eines scharfsinnigen Geschäftsmannes, auf der Suche nach dem besten Deal.

Von Marilla Slominski

Obama eröffnete seine damals gefeierte Rede mit der arabischen Grußformel “Assalamualaikum“, entschuldigte sich für den Kolonialismus, Stellvertreterkriege, Feindschaft gegen über dem Islam, und zitierte den Koran. Zivilisationen stünden in der Schuld des Islam, seine Verpflichtung den muslimischen Glauben zu verteidigen, den Hijab und den Islam, als „Teil Amerikas“.

Nach dieser unterwürfigen Einführung, die 5 Seiten seiner siebenseitigen Rede einnahm, verkündete er schwammig gewalttätigen Extremisten müsste man sich entgegenstellen, und schloss mit den Worten der „Islam sei nicht das Problem.“

Die Eröffnungsrede Donald Trumps war die eines Geschäftsmannes, der schnell zur Sache kommt. Für seine einleitenden Worte brauchte er eine knappe Seite, dann verkündete er sogleich das neue Rüstungs-Abkommen mit Saudi-Arabien in Höhe von 110 Milliarden Dollar.

Damit bleibt er seinem Grundsatz treu; wenn er etwas mit der arabischen Welt aushandelt, muss für die Amerikaner etwas herausspringen, Geld, Jobs und nicht zuletzt Einfluss.

Auch wenn es um den Kampf gegen islamischen Terror geht, weichen beide Reden voneinander ab.

Obama deutet in Kairo erst mal frei die Koran Sure 9, Verse 119, „Oh ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaftigen!“ um in „Seid Euch Gottes bewusst und sagt die Wahrheit“. Während Obama also mit Koran-Weisheiten belehrt, erklärt Trump: “Wir sind nicht hier, um zu belehren, wir sind nicht hier, um anderen zu sagen, wie sie zu leben, was sie zu tun oder wer sie zu sein haben. Wir sind hier, um eine Partnerschaft anzubieten, die auf gleichen Interessen und Regeln beruht, um eine bessere Zukunft für uns alle zu erreichen.“

Für beide Präsidenten ist klar, Ziel muss die Bekämpfung des „Extremismus“ sein, doch Obamas Kairo Rede ist eine einzige Verteidigungsschrift für Moslems: “Freiheit in Amerika ist untrennbar mit der Freiheit verbunden, seine eigene Religion auszuüben. Deshalb gibt es in jedem Staat in den USA Moscheen, inzwischen mehr als 1.200. Und deshalb verteidigt die Regierung auch das Recht der Frauen und Mädchen den Hijab zu tragen und diejenigen zu bestrafen, die das ablehnen.“

Später betont er, dass „Extremisten, Menschen unterschiedlichsten Glaubens töten, die meisten Opfer seien Moslems.“

Warme Worte für Scharia-gerechte Verschleierung gab es von ihm nicht und beim Thema Extremismus richtete er sich direkt an die Jugend der moslemischen Welt.

Moslemische Jungen und Mädchen sollten ohne Angst, sicher vor Gewalt und ohne Hass aufwachsen können. Junge moslemische Männer und Frauen sollten die Chance haben, ein neues Zeitalter des Wohlstands einzuläuten, an dem sie und ihre Leute teilhaben können, so Trump.

Sätze, die Tagesschau-Kommentatorin Sabrina Fritz vom ARD-Studio Washington völlig durcheinanderbrachten und zu einem komplett wirren Vergleich inspirierten: „In der Festung Saudi-Arabien den Iran aufzufordern, den Menschen ein freieres Leben zu ermöglichen, ist geradezu lächerlich. Das wäre wie wenn Trump Deutschland auffordern würde, doch endlich mehr für den Umweltschutz zu tun. Die einseitige Freundschaft mit den Saudis könnte die gutgemeinte Friedensinitiative gefährden“, fand Sabrina Fritz.

Verkündete Barack Obama seinerzeit im Iran, wo Homosexuelle gehängt und Frauen gesteinigt werden, dass der “Islam eine stolze Geschichte der Toleranz“ vorweisen könne, war für Trump klar, es finde ein „Kampf zwischen Gut und Böse“ statt.

Seine Antwort lautete, die Araber und die moslemischen Führer müssen Terror und Extremismus selbst aus ihren Ländern vertreiben.

„Eine bessere Zukunft ist nur möglich, wenn Eure Nationen die Terroristen und Extremisten rausjagen. Jagd. Sie. Raus.

Vertreibt sie aus euren Gebetsstätten.

Vertreibt sie aus Euren Gemeinschaften.

Vertreibt sie aus Eurem heiligen Land und

Vertreibt sie von dieser Erde.“

In seiner Rede in Riad benutzte Präsident Trump die Worte Terror, Terrorismus und Terroristen ganze 31 Mal. Obama schaffte es seinerzeit in Kairo, diese Worte nicht ein einziges Mal in den Mund zu nehmen.

Sogar 9/11 war für ihn ein „enormes Trauma“, kein Terroranschlag.

Beide Reden machen deutlich, wie unterschiedlich die Sichtweisen dieser Präsidenten auf Islam, Islamismus Terrorismus und die Beziehungen der USA zum Nahen Osten sind. Während Tochter Ivanka und Ehefrau Melania Trump stolz, aufrecht und strahlend zur Seite standen, ließ Obama bei seinen Besuchen in der moslemischen Welt keine Gelegenheit aus mit seinen tiefen Verbeugungen und Worten seine Unterwürfigkeit zu demonstrieren.

In Kairo schloss er seine Rede mit Zitaten aus dem Koran, dann dem Talmud und zuallerletzt der Bibel.

Trumps Schlussworte waren hoffnungsvoll und geprägt von der Forderung nach einer Reformation des Islam.

„Die Geburtsstätte der Zivilisation wartet auf eine neue Renaissance. Stellen Sie sich nur einmal vor, was morgen sein könnte.

Große Errungenschaften in Wissenschaft, Kunst, Medizin und Handel, die die Menschheit inspirieren könnten. Große Städte, gebaut auf den jetzigen Trümmern. Neue Jobs und Industrie könnte Millionen Menschen ein besseres Leben bescheren. Eltern, die sich nicht länger um ihre Kinder sorgen und Familien, die nicht länger um Angehörige trauern müssten…

Das sind die Segnungen von Wohlstand und Frieden. Das sind die Sehnsüchte, die mit gerechter Flamme in jedem menschlichen Herzen brennen.  Und das sind die Forderungen, unserer liebsten Menschen an uns.

Ich bitte Sie, sich mir anzuschließen, zusammen zu arbeiten und zusammen zu kämpfen. Gemeinsam werden wir nicht scheitern.

Danke. Gott schütze Sie. Gott schütze Ihre Länder und Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika.“