Dank deutscher „Schlepperbanden“: Neue Migrantenwelle flutet Italien!

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Immer hereinspaziert (Foto: JouWatch)

Italien – Ungeachtet des Mafiaskandals im größten Flüchtlingslager Italiens – Jouwatch berichtete – läuft das “Rettungsgeschäft” auf dem Mittelmeer weiter wie geschmiert. In den letzten Tagen erreichten 4400 Migranten dank Küstenwache und NGO-Schiffen wieder die Küsten Italiens.

Von Marilla Slominski

Am Donnerstag stiegen kurz hinter der libyschen Küste 2900 Migranten aus afrikanischen Subsaharaländern in die „Rettungsschiffe“. Am Freitag folgten ihnen noch einmal 1500 auf Schiffe der italienischen Küstenwache, spanischen Marine und der Berliner NGO-Organisation „Jugend rettet“.

Damit steigt die Zahl der Mittelmeer-Italien-Überquerer in diesem Jahr auf fast 46 000, ein Anstieg von 35% im Vergleich zum Vorjahr, das bisher als Rekordjahr galt.

Am härtesten getroffen ist laut italienischem Innenminister Marco Minniti die nördliche Region Lombardei mit ihrem Geschäftszentrum Mailand. Hier sammeln sich die afrikanischen Migranten um über Frankreich, Österreich oder die Schweizer in die gelobten Länder Deutschland und Schweden zu gelangen. Durch strengere Grenzkontrollen sind viele von ihnen gezwungen, in Italien zu bleiben.

Einer Studie vom letzten November zufolge, steigt mit ihrer Ankunft auch die Kriminalität. Damit hat der Norden Italiens, mit der höchsten Dichte an Migranten, das erste Mal den Süden abgehängt. Steigt die Zahl der Migranten um 1 Prozent, steigt die Kriminalitätsrate zeitgleich um 0,4 Prozent, so die Studie der Confcommercio Gruppe. Die Zahlen belegen das erste Mal den Anstieg der Kriminalität im Zusammenhang mit Migranten: demnach ist die Kriminalitätsrate bei legalen Migranten fast doppelt hoch wie die bei italienischen Bevölkerung. Bei illegalen Migranten schnellt die Zahl auf mehr als 50 Prozent hoch – hier waren von 247 Personen 148 kriminell.

Ein Sprecher von Frontex sagte am Freitag, dass sie mit elf Schiffen, drei Flugzeugen und drei Hubschraubern im Zuge der Operation Triton im Einsatz seien, um den Schiffsverkehr im Mittelmeer zu überwachen.

Im Frühjahr hatte Frontex NGOs vorgeworfen, mit den Schleppern zusammenzuarbeiten um die afrikanischen Migranten sicher nach Italien zu bringen. Die Schlepper setzten immer mehr seeuntaugliche Boote ein und sparen so bares Geld, weil sie wissen, dass die Schiffe der NGOs kurz vor der Küste Libyens warten und die Migranten aufnehmen, so der Vorwurf.

Neben der guten Zusammenarbeit von NGOs und Schleppern, läßt auch ein anderer Aspekt die Alarmglocken in Italien schrillen.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Italiens mächtigste Mafiaorganisation, die ‘Ndrangheta, im Migrantengeschäft ihre Finger mit im Spiel hat und alleine in der landesweit größten Flüchtlingsunterkunft Cantanzaro Millionenumsätze macht.

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