Kopftuchpolizistinnen in Amsterdam?

Foto: Jouwatch
Amsterdams Polizistinnen bald mit Kopftuch? (Foto: Jouwatch)

Niederlande/Den Haag – Der Vorschlag des Amsterdamers Polizeichefs Pieter-Jaap Aalbersberg, muslimischen Polizistinnen das Tragen des Kopftuchs zu erlauben, stößt bei niederländischen Politikern auf Ablehnung.

Insgesamt haben sich sechs Parteien gegen seinen Vorstoß ausgesprochen, das islamische Kopftuch als Teil der Uniform einzuführen.

Aalsberg sagte, sein Ziel sei es, die Polizei zur „Multikulti“-Truppe umzubauen. Die Hälfte aller Bewerber bei der Polizei sollen in Zukunft ausländische Wurzeln haben. Bisher spiegele sich die Bevölkerungszusammensetzung – 52 Prozent aller Einwohner Amsterdams sind mittlerweile ausländischer Herkunft – nicht bei der Polizei wieder. Das wolle er nun ändern.

Auch das Tragen des Kreuzes und der Kippa soll in Zukunft möglich sein, wenn es nach Aalsberg geht.

Erst 2011 hatte die Polizei beschlossen, dass das Tragen von religiösen Symbolen im Gegensatz zum Neutralitätsgebot der Beamten steht, und nicht erlaubt ist.

Gegen seinen Vorstoß sprachen sich u.a. die Liberale VVD, die D66 und die linke Sozialistische Partei aus. Tenor: Ein Polizist habe auch durch seine Uniform zu zeigen, dass er neutral und unabhängig sei. (MS)