Tagesschau: Rechtsextremismus & Demokratieforschung

Max Erdinger Foto: JouWatch

Wie die ARD soeben meldet, gibt es eine neue Studie zum Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern. Herausgegeben wurde sie vom „Göttinger Institut für Demokratieforschung“. Die Einrichtung existiert seit 2010 und ist beheimatet an der Georg-August-Universität Göttingen.

Zitat: „Belastetes Staatsverständnis“ und „verfehlte Erinnerungs- und Sozialpolitik“ – das sind laut einer Studie im Auftrag der Ostbeauftragten der Bundesregierung Gründe für die Häufung rechter Gewalt in den neuen Ländern.“ – Zitatende.

Gerade in Göttingen hätte es sich angeboten, eine Studie über den Linksextremismus anzufertigen. Das Untersuchungsmaterial hätte sich direkt vor der Haustür des Instituts gefunden. Die Universitätsstadt gilt als eine der linksextremistischen Hochburgen Deutschlands. Die „Antifa“ hat die Stadt derartig unter Kontrolle, daß gar nicht daran zu denken ist, Räumlichkeiten für Veranstaltungen nichtlinker Demokraten anzumieten. Zudem ist das Göttinger Tageblatt ein Erzeugnis der Madsack-Gruppe, die wiederum vollständig von der SPD kontrolliert wird. Weil das Göttinger Tageblatt den sog. Mantel für sämtliche Regionalzeitungen in Südniedersachsen liefert, liegt bei den Lesern der regionalen Tageszeitungen tagtäglich die SPD-Meinung auf dem Frühstückstisch. Und zwar exclusiv. Talking about „Demokratieforschung“.

Zitat: „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland“ lautet der Titel der Analyse, die das Göttinger Institut für Demokratieforschung erstellte. Für ihre Studie untersuchten sie insbesondere zwei Regionen: Die Metropolregion Dresden, konkret die Städte Freital und Heidenau, in denen es im Sommer 2015 „asylfeindliche Proteste“ gegeben hatte, sowie den Erfurter Stadtteil Herrenberg, „der seit langem für seine rechtsextreme Szene bekannt ist“.

Unter anderem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass in gewissen Regionen Ostdeutschlands und in politisch-kulturellen Umfeldern eine historisch gewachsene Neigung zu Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremem Denken existiere. Dafür gebe es nicht einen einzigen Auslöser. Man könne es nur mit einem Ursachenbündel aus erinnerungs- und sozialpolitischen Faktoren erklären. Festzustellen sei „eine unglückliche Verquickung von Dispositionen, von historischer Belastung im Umgang mit dem Fremden und auch, aber nicht nur, historisch vorbelasteten, negativ konnotierten bis gar nicht vorhandenen Einstellungen zu Staat und Politik“, heißt es im Text.“ – Zitatende

Das Problem an der Demokratieforschung ist, daß sie als Prämisse hat, das zu untersuchende Objekt – hier also die Demokratie – sei tatsächlich vorhanden. Man hätte der Demokratieforschung also zunächst einmal eine Such- und Identifizierungsforschung voranstellen müssen, um herauszufinden, ob es die Demokratie überhaupt gibt. In Bayern hat man die Wolpertingerforschung wieder eingestellt, nachdem sich kein real existierender Wolpertinger finden ließ. – (Wolpertinger)

Die sehr verdienstvolle Seite Sciencefiles.org hat sich erst kürzlich mit dem Institut und seinem Leiter, Franz Walter, beschäftigt – und zitiert ihn wie folgt:

„Doch ist „die Wirklichkeit“ natürlich eine höchst ambivalente Sache. Die Realität der einen entspricht keineswegs der Realität der anderen. Natürlich leben wir nicht in einer sozial und normativ unstrittigen „Realität“. Unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Lebensgeschichten nehmen Wirklichkeit anders wahr. Wirklichkeit, auch Fakten werden durch Kommunikation und Normen konstruiert, dann subjektiv interpretiert und durch die Filter handfester Interessen zu einem Machtfaktor gerade in demokratischen Gesellschaften. Wer die Hegemonie über die Interpretation von „Wirklichkeit“ und der „Faktenlage“ innehat, besitzt einen Vorsprung in der geistig-politischen Auseinandersetzung.“ – Zitatende.

Und damit wären wir bei des Pudels Kern, dem Generalirrtum der Gegenwart, dem Grundübel der demokratistischen Kakophonie. Eine subjekte, individuelle „Realität“ statt einer objektiven, faktischen eröffnet dem ubiquitären Gemeine und Gefinde Tür und Tor. Mit Demokratie hat das aber nichts, – mit kollektiver Verblödung hingegen alles zu tun. Um das an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen: Ob es regnet oder nicht, hängt keinesfalls davon ab, ob es die „subjektive Realität des Einzelnen“ hergibt, daß es regnet. Die richtige Antwort auf die Frage, ob es regnet, hängt davon ab, ob es regnet oder nicht. Und wer als „Göttinger Institut für Demokratieforschung“ behauptet, daß es die eine, allgemeingültige Realität nicht gebe, mithin also auch Wahrheit eine Frage der persönlichen Interpretation sei, der bräuchte sich auch nicht zu wundern, wenn ein Einzelner wie meinereiner beispielsweise die gedruckten Studien eines „Instituts für Demokratieforschung“ in seinem Wahn von der individuellen Wahrheit für Klopapier hält und sie dementsprechend nutzt.

Aber was soll`s? Bei der ARD sind sowieso schon längst alle durchgeknallt.

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