Fall Pahlig: Staatsanwaltschaft will Verurteilung wegen Volksverhetzung

Fall Pahlig: (Bild: Ein Prozent)
Fall Pahlig: Staatsanwaltschaft will Verurteilung (Bild: Ein Prozent)

Sachsen – Die sächsische Staatsanwaltschaft will den ergangenen Freispruch für den, wegen Volksverhetzung angeklagten Jungbauern Tino Pahlig, dessen Tiere von polizeibekannten Asylbewerbern auf bestialische Weise abgeschlachtet wurden, nicht hinnehmen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Freispruch Rechtsmittel eingelegt.

Dem junger Landwirt Toni Pahlig aus dem sächsischen Coswig verschwanden immer wieder Lämmer und Zuchttiere von seiner Koppel. Wie er feststellen musste, wurden dies von polizeibekannten Asylbewerbern bestialisch getötet (JouWatch berichtete).

Wiederholt stellte Pahling Strafanzeige, worauf ihm nach einem Jahr von der Staatsanwaltschaft Dresden mitgeteilt wurde, dass die Täter Faouzi A. und Zied T. nicht strafrechtlich verfolgt würden, weil sie noch „schwerere Delikte“ (u.a. sieben Diebstähle von Schafen) begangen hätten. Eine Entschädigung war nicht möglich, so dass der Jungbauer auf seinen Kosten sitzen blieb und seine Existenz am Abgrund sah.

Freispruch für Pahlig

Pahlig platzte angesichts dieser schreienden Ungerechtigkeit der Kragen und macht sich, in einer emotionalen Ausnahmesituation befindend, bei Facebook Luft. Eifrige Linke denunzierten Pahlig sodann bei den Behörden, die ihm nach wenigen Wochen ein Strafbefehl in Höhe von 1.350 Euro zugestellten. Grund: „Volksverhetzung“! Mit seinem Facebook-Kommentar über ein „Drecksvolk“  hätte er das „gesellschaftliche Klima gegen Flüchtlinge aufgeheizt“, so die Begründung.

Pahlig weigerte sich zu zahlen. Am 9. Mai wurde im Amtsgericht Meißen der Prozess gegen ihn eröffnet. Jedoch wurde das Hauptverfahren nach kurzer Zeit beendet und Pahlig freigesprochen. Weder Staatanwaltschaft noch Gericht sahen die gegen Pahlig vorgebrachten Vorwürfe bestätigt.

Staatsanwaltschaft legt Rechtsmittel gegen das Urteil ein

Dennoch habe die Staatsanwaltschaft nun laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt, so SZ-Online am Dienstag. Ob man Berufung oder Revision gegen das Urteil einlegen werde, habe die Staatsanwaltschaft offengelassen. Dies wolle man erst entscheiden, wenn die schriftliche Urteilsbegründung vorliege. Pahlings Verteidiger sieht die Verfahrensweise der Staatsanwaltschaft nicht juristisch, sondern politisch motiviert. „Ich denke, dass die Politik Druck auf die Staatsanwaltschaft ausgeübt hat“, so der Anwalt.

Das Bürgernetzwerk „Ein Prozent“ stellt sich auch hier – wie bereits im Fall des Justizskandals in Arnsdorf (JouWatch berichtete) – an die Seite von Pahlig. Unter dem Motto  „Solidarität mit Familie Pahlig“ will das Netzwerk „Ein Prozent“ die „schöne Theorie der Solidarität praktisch werden lassen“ und ruft zur Spende auf. (BS)

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