FPÖ-Politiker auf IS-Todesliste

Johann Gudenus (FPÖ) steht auf IS-Todesliste (Bild: Facebook)
Johann Gudenus (FPÖ) steht auf IS-Todesliste (Bild: Facebook)

Der FPÖ-Politiker, Vizebürgermeister und Stadtrat der Stadt Wien, Mag. Johann Gudenus, soll auf einer IS-Todesliste aufgetaucht sein. Der Anschlag auf Gudenus, der als einziger Österreicher auf der Terrorliste vermerkt war, soll im Sommer des letzten Jahres geplant gewesen sein.

In Ägypten wurden zwei Dschihadisten aufgrund von Hinweisen aus Deutschland verhaftet. Bei den beiden, aus Tunesien und Bosnien stammenden Muslimen, sei eine Todesliste mit Namen von Personen aus mehreren europäischen Ländern gefunden worden. Darunter auch Johann Gudenus, FPÖ-Vizebürgermeister und Stadtrat der Stadt Wien. Wie Medien übereinstimmend berichten, sei im Sommer des letzten Jahres ein Anschlag auf den FPÖ-Politiker geplant gewesen. Gudenus soll der einzige Österreicher auf dieser Liste sein.

Muslimische Terrormotivation unklar

Er sei am Montag vom Landesamt Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung über die Angelegenheit informiert worden, so Gudenus laut des Kurier. Gudenus hält sich zur Zeit mit einer Delegation im russischen Kasan auf. Zwischenzeitlich wurden regelmäßige Patrouillen an der Wiener Wohnung, in der der bedrohte Politiker mit seiner Familie lebt, durch die Sicherheitsbehörden angeordnet. Via Facebook bedankte sich Gudenus bei der österreichischen Exekutive für das professionelle Vorgehen, die sofortige Warnung sowie den Schutz.

Der Wiener Verfassungsschutz schätze die Bedrohung als „konkret und ernst“ ein. Weshalb Gudenus auf der Liste auftauche, das könne sich der Bedrohte nicht wirklich erklären. Vermutet werden könne, dass sich die Dschihadisten unter anderem an der Hochzeit mit seiner jetzigen Frau Tajana vor wenigen Wochen im serbischen Teil Bosniens stoßen würden. Nachdem der Anschlag aber bereits 2016 geplant gewesen sein soll, kommt dieses Motiv mittlerweile wohl weniger in Betracht.

Auf Terrorliste wegen Islamkritik?

Als wahrscheinlicheres Motiv für die islamische Bedrohung dürfte Gudenus Engagement gegen die politischen Islam und seine Auswüchse gesehen werden. So sprach sich der freiheitliche Wiener Vizebürgermeister 2016 gegen eine Islamschule in Wien Simmering aus: „Eine Islamschule mitten in der Bundeshauptstadt ist kein Zeichen von Integrationswillen, sondern steht viel mehr für eine deutliche Abgrenzung moslemischer Bürger zu den österreichischen Werten und Sitten. Wer eine islamisch-religiöse Ausbildung machen möchte, soll dies in der Türkei tun.“

Gudenus Forderung für ein Bekenntnis der Stadtregierung gegen radikalen Islamismus und politischen Islam auf Österreichs Straßen dürften die islamischen Gemüter ebenfalls in Wallung versetzt haben, wie sein eingefordertes Burkaverbot, sofortige Abschiebung von kriminellen Tschetschenen oder dem Stopp der Massenzuwanderung. „Wer die islamistische Lebensweise bevorzugt, ist herzlich eingeladen, in einem der zahlreichen bekennend islamistischen Länder zu leben. Wien muss zu einer Islamismusfreien Zone werden, hier ist kein Platz dafür!“, so Gudenus laut einer FPÖ-Pressemitteilung.

Laut dem Kurier habe sich das österreichische Innenministerium noch nicht geäußert und schweige sich über die Angelegenheit aus. (BS)

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