Burka, Niqab – Nicht nur Schutz vor Männer-Blicken

Wer steckt darunter? (Foto: Jouwatch)

Großbritannien darf sich über eine weitere Neubürgerin freuen. Nachdem einer Moslemin in den Niederlanden ihre Bezüge um 30 Prozent gekürzt worden waren, weil sie sich weigerte ihren Niqab für die Arbeitssuche abzulegen, packte sie kurzerhand ihre Koffer und zog – Schengen sei Dank – auf die burkafreundliche Brexit-Insel.

Von Marilla Slominski

Erst vor wenigen Tagen hatte ein niederländisches Verwaltungsgericht die Entscheidung bestätigt, der Vollverschleierten die finanzielle Unterstützung zu kürzen.

“Ein unverhülltes Gesicht spielt eine große Rolle im zwischenmenschlichen Kontakt und ist Voraussetzung dafür, einen Job zu finden“, befand das Gericht in Utrecht. Die Moslemin hatte sich auf ihr Recht auf freie Religionsausübung berufen und sich geweigert, Gesicht zu zeigen. Das sahen die Richter anders: für die Frau sei Arbeit wichtiger, als freie Religionsausübung.

Schon vor dem Richterspruch ergriff die unverstandene Moslemin die Flucht nach Großbritannien, um sich dort religiös frei entfalten zu können.

Doch auch in Großbritannien sind diese Walla-Walla-Gewänder vielen ein Dorn im Auge, denn die Verbreitung von Burka und Niqab auf den Straßen Großbritanniens hat ihre Tücken:

Anfang des Monats waren 10 Gangmitglieder zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie hatten mit Burkas verkleidet und Machete bewaffnet, Juweliere und Supermärkte ausgeraubt und Beute im Wert von mehr als 350 000 Euro gemacht.

2013 hatte ein unter Terrorverdacht stehender Brite mit somalischen Wurzeln nach mehreren Stunden Gebetsaufenthalt in einer Moschee, seine elektronische Fußfessel abgestreift, die Burka übergeworfen und entkam so der Polizei.

2006 flüchtete der mehrfach verurteilte und wegen Mordes an einer Polizistin gesuchte somalische Asylbewerber Mustaf Jama (26) aus Großbritannien. Er war mit Niqab und dem Pass seiner Schwester ausgestattet in einen Flieger Richtung Heimat gestiegen und untergetaucht.

Im März hatte Österreich die Vollverschleierung von Frauen im öffentlichen Raum verboten. Und auch von der deutschen Kanzlerin kamen markige „populistische“ Forderungen à la AfD.

„Bei uns heißt es: Gesicht zeigen, deswegen ist die Vollverschleierung nicht angebracht, sie sollte verboten sein“, wo immer dies rechtlich möglich sei, sagte die Kanzlerin auf dem Parteitag in Essen im vergangenen Dezember.

Bisher sind ihre Worte nichts weiter als Schall und Rauch, laufen auch weiterhin Vollverschleierte auf den Straßen herum – hierzulande natürlich nur ohne böse Hintergedanken…

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...