„Wir wollen eigene Häuser in Tempelnähe!“

(Symbolbild: Francois Decaillet; SIkhs; CC BY-NC-ND 2.0; siehe Link)
Es reicht! Kein Tempel weit und breit! (Symbolbild: Francois Decaillet; SIkhs; CC BY-NC-ND 2.0; siehe Link)

Selm/NRW: Zehn „Flüchtlinge“ aus Indien reicht es jetzt. Sie wollen endlich das, was ihnen versprochen wurde: Normale Häuser zum Wohnen und das Essen selbst kochen. Und alles bitte in Tempelnähe!. Weil das hier in Germany nicht so richtig funktioniert, sind die Inder nun im Hungerstreik.

Vor sechs Monaten kamen die zehn indischen „Flüchtlinge“ in einer Flüchtlingseinrichtung in Leverkusen unter. Von dort zogen die Inder vor kurzem in das Containerdorf in Selm im südlichen Münsterland ein. Welche Fluchtgründe die gläubigen Sikhs von Indien nach Deutschland getrieben haben, ist nicht bekannt.

Es reicht!

Nun ist die Enttäuschung und Frustration bei den nach Deutschland und schlussendlich in Selm gelandeten Indern groß. Denn: Schon wieder keine vernünftigen Häuser! Das ewige Brot hänge einem auch schon aus dem indischen Hals heraus. Man wolle endlich selber kochen. Und weit und breit kein Sikh-Tempel! Er reicht! Versprochen habe man ihnen in Leverkusen etwas ganz anderes! Und deshalb befinden sich die schutzbedürftigen Inder ab sofort im Hungerstreik. So die Erklärung im Schreiben an den zuständigen Bürgermeister.

Alles gute Zureden von Seiten des Selmer Bürgermeisters Mario Löhr hat bislang nichts gebracht. Nach einer kurzen Unterbrechung des Streiks am Montag hungern die Inder weiter, wollen nicht in den Containern schlafen und lehnen es ab, sich mit dem Bus zum Sikh Tempel nach Hamm-Uentrop bringen zu lassen. Das Angebot, gezielt auf ihre Essenswünsche einzugehen, lehnten die herbei geflüchteten indischen Herren ebenso rundweg ab. Der SPD-Mann Löhr zeigte sich bei der Besprechung am Montag äußerst verständnisvoll, da man den „Flüchtlingen“ in Leverkusen ja offensichtlich „unhaltbare Versprechungen“ gemacht habe.

Selmer Arbeitskreis Asyl hatte die Stadt gewarnt

Wie das Magazin Rundblick berichtet, zogen in das für 200 Menschen ausgerichtete Selmer Übergangsheim kurz nach Ostern die ersten Bewohner ein. Die Rundumbetreuung der Immigranten übernimmt seither das Deutsche Rote Kreuz (DRK) – rund um die Uhr an 7 Tagen pro Woche. Auf Steuerzahlerkosten bewohnen die Schutzbedürftigen zu fünft Doppelcontainer, Familien werden zusammen untergebracht. Die Betreuten erhalten drei Mahlzeiten pro Tag plus und zusätzlich mehrmals täglich Snacks. Jede Woche gibt es laut des DRK 30 Angebote zur Freizeitgestaltung, von Sport über Sprachkurse bis zu Werkangeboten.

Der Selmer Arbeitskreis Asyl sieht sich durch den Hungeraufstand mehr als bestätigt. Denn genau davor haben die Asylkrisen-Gewinnler die Stadt gewarnt, als Ende April das Containerdorf in Betrieb genommen wurde: Keine eigenen Häuser – kein eigenes Kochen und kein Tempel! Das macht schlechte Stimmung bei den Geflüchteten! (BS)

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