NRW ist Ralf Jäger los –fast jedenfalls

Ralf Jäger (SPD) (Bild: Thomas Rodenbücher; IMG_6081.jpg; CC BY 2.0; siehe Link)
Fertig mit Lachen? Ralf Jäger (SPD) (Bild: Thomas Rodenbücher; IMG_6081.jpg; CC BY 2.0; siehe Link)

Annähernd sieben Jahre alimentierte der Steuerzahler einen hoch umstrittenen SPD-Funktionär im Amt eines Innenministers, der einen Skandal um den anderen politisch überlebte. Nun scheint es jedoch endlich Schluss zu sein, mit dem ehemaligen Pädagogikstudenten Ralf Jäger. Fast jedenfalls. 

Ralf Jäger – seit über 30 Jahren Inhaber des roten Parteibuches und unter der Ex-NRW-Landesmutter Hannelore Kraft (SPD) Minister für Inneres und Kommunales im einwohnerstärksten Bundesland – dürfte, wie seine Chefin auch, endlich Geschichte sein.

„Skandal-Innenminister“ Jäger

Der seit annähernd sieben Jahren durch Steuergelder alimentierte SPD-Funktionär gilt zudem als Hauptakteur beim politischen Totalversagen der rot-grünen bisherigen NRW- Landesregierung und hat zweifelsohne kräftig zum grandiosen Scheitern seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag beigetragen. Durch seinen kriegszugartigen „Kampf gegen Rechts”, Salafisten-Hätscheleien, Unfug wie den „Blitz-Marathon” und skandalöse Vertuschungsversuche nach den massenhaften sexuellen Übergriffen durch Migranten in der Silvesternacht offenbarte sich immer mehr, dass es sich bei Jäger wohl um den unfähigsten Innenminister handelt, den die NRW-Bürger jemals ertragen mussten. „Skandal-Innenminister“ Jäger überlebte trotz immer wiederkehrender Rücktrittsforderungen. Bis jetzt.

Der ehemalige, abschlusslose Pädagogikstudent Jäger wird – nach den Worten des NRW-Landtagswahlgewinners Armin Laschet (CDU) zu urteilen – zukünftig nicht mehr auf dem Sessel des Innenministers Platz nehmen. Laschet antwortete am Sonntag auf eine Frage des WDR, ob Jäger in einer schwarz-roten Regierung wieder auf ein Ministeramt hoffen könnte: „Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.“

Jäger bleibt Abgeordneter

Ganz los, so die schlechte Botschaft, wird man Jäger jedoch nicht. Dem Landtag dürfte der Berufspolitiker erhalten bleiben: Im Wahlkreis Duisburg III holte Jäger mit mehr als 40 Prozent der Wählerstimmen erneut ein Direktmandat. Auffällig dabei war, so das Internetmagazin NRW-direkt, dass der Wahlkreis Duisburg III mit 53,1 Prozent die geringste Wahlbeteiligung in ganz NRW hatte. Landesweit lag die Wahlbeteiligung bei fast 66 Prozent.

Als zukünftiger NRW-Innenminister wird Gregor Golland (CDU) gehandelt. Golland wurde Ende 2016 wegen seiner Nebentätigkeiten bei der RWE BBS GmbH und seiner Funktion als Verwaltungsrat der Kreissparkasse Köln, durch die er satte 120.000 Euro neben seiner Abgeordnetendiät einstrich und somit – neben Christian Lindner (FDP) und den SPD-Politikern Norbert Römer und Martin Börschel  – zu den Spitzennebenverdienern im NRW-Landtag zählt, kritisiert. (BS)

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...