Der Pakt: Merkel und Erdogan gegen Demokratie und Freiheit

Foto: World Humanitarian Summit/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/
Ließ die verkehrten Deutschen verhaften: Erdogan (Foto: World Humanitarian Summit/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

Es geschah wenige Stunden nach dem umstrittenen Referendum in der Türkei. Dieser traurige historische Tag des 17. April 2017 am Bosporus war ein weiterer Tiefpunkt auf Tayyip Erdogans langem islamischem Marsch durch die von Ata Türk einst geschaffenen zivilen Institutionen. Über Monate konnte selbst der naivste Beobachter Erdogans Griffe nach totaler Macht beobachten. Signale über Signale: Blutige Niederschlagungen von Protesten nicht nur am bekannten Taksimplatz, Verbote von Zeitungen, Verfolgung von Regimegegnern und Abgeordneten der nichtislamischen Parteien, Förderung islamischer Wertvorstellungen in Schulen und Hochschulen, Weigerung die historische als auch gegenwärtige Schuld islamisch geprägter Massaker an Kurden, Aleviten, Armeniern und Christen einzugestehen. Erdogans finstere Aura erstrahlte mit seiner anwachsenden Macht über den ganzen nahen Osten, den Mittelmeerraum – und wie eine dunkle Sonne über Europa. Mittendrin immer eine zappelige Kanzlerin Merkel, die wie ein Frettchen auf Koks um den neuen Kalifen herumschwirrte und ihn untertänigst bat, doch ein paar Tausend von den Millionen Auswanderern und Flüchtenden an seiner Grenze aufzuhalten.

Von Jürgen Stark

Da Merkel sich, wie kein anderer deutscher Nachkriegskanzler, außenpolitisch wie ein staatenloses Neutrum bewegt, wie eine Art Weltbeglückungsmoderatorin mit dicken Geldsäcken vom deutschen Steuerzahler im Schlepptau, muss sie für den skrupellosen Machtislamisten Erdogan stets ein lustiger Anblick gewesen sein. Eine nützliche Idiotin war sie für ihn allemal. Bei seinen gelenkten und gesteuerten Prozessen der totalen Machtergreifung nutzte Merkel ihm immens. Durch ihre zahlreichen Staatsbesuche und Verhandlungen über Flüchtlinge an den türkischen Außengrenzen, saß der neue Megamufti von Ankara quasi mit im Boot der Europäischen Union, welche Merkels planlosem Irrlauf hinterher torkelte – Brüsseler Bürokraten ohne Sinn und Verstand, in Teilen auch im Widerstreit, denn nicht alle Länder wollten das Chaos der „Grenzenlosigkeit“ mittragen. Merkel wertete durch ihre Besuche und steten Verharmlosungen des faschistoiden Strategen Erdogan bei den letzten freien Wahlen in der Türkei diesen und seine AKP enorm auf – und fiel somit der türkischen Zivilgesellschaft brachial in den Rücken.

Es geschah also wenige Stunden nach dem letzten großen Coup von Erdogan gegen Demokratie und Menschenrechte, für Scharia und Frömmelei, für Mittelalter und primitivsten Irrglauben. Da wurden einige Redakteure in den hiesigen Medien mal für einen Moment wach – und dachten sich was. Doch der Reihe nach.

„‚Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.‘ Diese Worte aus einem Gedicht rezitierte der heutige Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede im Jahr 1998. Damals war er noch Bürgermeister von Istanbul. Weiter heißt es in dem religiösen Gedicht: ‚Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten‘. Nach dem gescheiterten Militärputsch vor einigen Tagen bekommen die Wort von damals eine neue Brisanz. Brisant dabei: Für das Rezitieren des Gedichts wurde Erdogan damals zu zehn Monaten Haft verurteilt – und bekam ein Politikverbot. Bereits nach vier Monaten konnte er 1999 das Gefängnis aber wieder verlassen. Weil seine damalige ‚Tugendpartei‘ die vorgeschriebene Trennung von Religion und Staat nicht einhielt, wurde sie 2001 verboten. Erdogan gründete kurz darauf seine ‚Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung‘, die AKP. Und weil eine Gesetzesänderung sein Politikverbot aufhob, konnte Erdogan Abgeordneter werden – dank der Demokratie.“ Focus, 19.07.2016

In den Foren der Islamkritiker war auf das wortwörtliche Ansinnen Erdogans schon seit etlichen Jahren immer wieder hingewiesen worden. Erdogans Fahrplan in den Totalitarismus, mit dem Endziel der Errichtung einer bitterbösen Theokratie, wie im Iran nach dem Sturz des Schah, war eigentlich unmißverständlich und klar schon vor vielen Jahren im Kreise seiner Mitverschwörer formuliert worden. Aber da die politische Trottelei die gesamte deutsche Politik zunehmend erfasst hat, ist an die Stelle einer klaren Interessenvertretung unserer Werte und gesellschaftlichen Grundlagen eine Gleichgültigkeit im Mantel unsäglicher politischer Korrektheit getreten. Neben Merkels CDU vergaß auch die SPD, vor allem zuletzt in der unseligen GroKo, dass die Partner der deutschen Parteien niemals in der AKP und schon gar nicht in der Person des Religionsfaschisten Erdogan zu finden sein könnten. Es kam also wie es kommen mußte. Ein vermutlich von Erdogan inszenierter Putsch war der letzte dicke Fußtritt gegen Menschenrechte, Freiheit und Demokratie und ein weiterer großer Schritt, um im Gefolge die türkische Gesellschaft unter das Diktat seiner RELIGIONSBEHÖRDEN zu bringen. Eine Wahl, die mehr Farce als Wahl war, weil tausende politische Gegner bereits im Knast saßen, freie Medien kaum noch existierten, Erdogan-Gegner bis ins angehende deutsche Türkenprotektorat hinein massiv bedroht wurden, eine Wahl also, die nichts als eine finale Machtdemonstration war. Die Machtergreifung nach der „Wahl“ war nicht mehr zu leugnen. Das Referendum zeigte auch das Ergebnis bewußter Nichtintregration und Unterwanderung der deutschen Gesellschaft durch den türkischen Islamofaschismus, der sich hier seine Bastion errichtet hat – und konsequent die Werte Erdogans auch bei den Deutschtürken einfordert und hierzulande das Türkentum politisch kontrolliert. Mehrheitlich stimmten die „Deutschtürken“ für den neuen Kalifen und GEGEN unser Grundgesetz, gegen bürgerliche Freiheiten und GEGEN DIE TRENNUNG VON STAAT UND RELIGION. Doch nun erschienen in diversen deutschen Medien Kommentare, die alle so begannen: Also, jetzt muß die Merkel aber dem Erdogan mal wirklich die rote Linie aufzeigen, sie muß ihm Einhalt gebieten usw. usf. – nach gefühlten mehreren Monaten meldete sich unsere seltsame Kanzlerdarstellerin dann tatsächlich. Aber wie.

„Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem knappen Sieg beim Verfassungsreferendum den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dazu aufgefordert, auf seine politischen Gegner zuzugehen. Angesichts der tiefen Spaltung der türkischen Gesellschaft erwarte die Bundesregierung, dass die türkische Regierung ‚einen respektvollen Dialog mit allen politischen und gesellschaftlichen Kräften des Landes sucht‘, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung Merkels mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD).“ FAZ, 17.04.2017

Mann, da hat sie es dem Schurken vom Bosporus aber mal so ordentlich gegeben. Der soll vor Angst gezittert haben. Hahaha! Eine derart jämmerliche Erklärung mit Außenminister Gabriel zusammen muß leider sehr ernst genommen werden. Pro forma wurde diese Erklärung abgegeben, weil man es mußte, um hierzulande nicht völlig das Gesicht zu verlieren. Eine glatte Lüge also, simulierte laue „Betroffenheit“, die gar nicht existiert. Denn schon kurz darauf rempelte Gabriel unsanft die Israelis an und sorgte in Israel für einen Eklat, während Merkel Putin wegen irgendwelcher „homophoben“ Umtriebe in russischen Provinzen bei einem Staatsbesuch aufs peinlichste zurecht wies. Erinnern wir uns: Auch der neue US-Präsident Donald Trump wurde vor und nach der Wahl von der Kanzlerin und ihrem Kabinett öffentlich in Staatsbürgerkunde und gendergerechte politische Korrektheit eingewiesen und gemaßregelt wie ein Kleinkind. Doch eine von islamischen Strategen weggeputschte Zivilgesellschaft vor unserer Haustür? Kein Thema! Merkels ernsthafte und eigentlich erwartbare Empörung blieb aus. Das ist aber auch kein Wunder. Merkel und Erdogan sind in einem Pakt. Die SPD steht Schmiere bei diesem Attentat auf UNSERE VERFASSUNG und Zivilgesellschaft. Erdogan kann unser Land fortan auch weiterhin nach Herzenslust plündern, erobern und schmähen. Er darf es. Also will die Kanzlerin es so.

„Die Spionage-Ermittlungen des Generalbundesanwaltes gegen Imame des türkisch-islamischen Dachverbandes Ditib sind noch nicht beendet. Noch prüfen die Staatsanwälte, wie weit die von der Türkei in Auftrag gegebene Spitzeltätigkeit der Gottesmänner gegen Anhänger der Gülen-Bewegung geht. Diese wird von der Regierung in Ankara für den gescheiterten Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht; zehn der 16 Beschuldigten haben sich inzwischen wieder in die Türkei abgesetzt. Doch für das Bundesfamilienministerium scheint die Angelegenheit schon wieder weitgehend erledigt zu sein: Die im Januar eingefrorene Finanzierung von drei Projekten wurde wieder aufgenommen. ‚Die Prüfung ergab, dass nach allen vorliegenden Erkenntnissen keine Verbindungen zwischen den geförderten Projekten und den vom Ermittlungsverfahren betroffenen Imamen besteht‘, sagte eine Sprecherin.“ Welt, 02.05.2017

Nochmals. Es geschah kurz nach Erdogans bizarrem Referendum. Deutsche Chefredakteure und Leitartikler wünschten sich sehnlichst von der Kanzlerin ein klares Wort gegen dessen Politik und gegen seine weitreichenden Vorstellungen eines neuen Alltags in der Türkei, die zu einer Hölle werden dürfte. Unter Erdogan werden die Menschenrechte mit Füßen getreten, wird verhaftet, wer ihm nicht paßt, wird mit Sicherheit in den ganz dunklen Ecken bereits auch gefoltert, werden Frauen demnächst Menschen zweiter Klasse sein, wird es keine echte Freiheit der Meinungen und der Medien mehr geben – SOLL ES AUCH NACH WILLEN ERDOGANS DIE TODESSTRAFE FÜR SEINE GEGNER GEBEN. Sehnsüchtig warteten unsere Medien daher auf ein klares Wort aus Berlin. Und warteten. Und warteten. Es kam dann schließlich unsäglichstes Merkel-Geschwurbel. Aufeinander zugehen. Wir haben ein Interesse an guten Beziehungen zur Türkei. Miteinander reden. Man sollte jetzt im Dialog bleiben. Gähn. Die Medien nickten stumm. Einige schrieben in die Merkelschen Allgemeinplätze noch die Anmutung „harter Kritik“ hinein, halluzinierten sich was von einer besseren Merkel und legten sich dann wieder hin zum Tiefschlaf, der nach zehn Jahren Merkel das ganze Land erfaßt hat.

Doch Merkels regierungsoffizielle Statements kamen. In Gestalt knallharter Realpolitik. Anstatt nach der islamofaschistischen Machtergreifung Erdogans in der Türkei seine Hassbotschafter und Auslandskontrolleure in Gestalt der Ditib SOFORT ZU VERBIETEN, da die Ditib mutmaßlich als kriminelle Vereinigung einzustufen wäre, wurde Erdogans RELIGIONSBEHÖRDE nunmehr eindeutig als innenpolitischer Partner der Bundesregierung installiert und bestätigt. Nicht nur Millionen von Steuergeldern bekommt der Islamisierungsverband Ditib für seine missionarische Tätigkeit gegen die deutschen Interessen unserer Zivilgesellschaft. Nein, er wird auch noch offizieller POLITISCHER PARTNER GEGEN „RECHTS“ – was nichts anderes bedeutet als das die Verfolgung von Islamkritikern in Deutschland von der Bundesregierung zukünftig gemeinsam mit Erdogans Häschern und Trommlern betrieben wird !!!!! Damit wird Deutschland zu einer teilweisen türkischen Enklave in der türkisches Recht, türkische Sitten und Moralvorstellungen sowie der Islam absoluten Vorrang bekommen, wer dagegen protestiert muss mit staatlichen Sanktionen und Verfolgung rechnen. Merkels Pakt mit dem Satan macht es möglich.

„Laut einer Kleinen Anfrage der Grünen-Fraktion hat die Bundesregierung seit 2012 insgesamt 15 Projekte der Ditib gefördert. Die meisten davon waren bei Bekanntwerden der Spionageaffäre aber bereits abgeschlossen. Konkret betroffen sind drei Projekte mit einem Fördervolumen von fast einer Million Euro bis zum Jahresende. Dabei handelt es sich um zwei Modellprojekte im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit‘ und ein Projekt im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Mit 127.187 Euro wird die Ditib Nord für das Projekt ‚Mein Weg – Jugend vor Ort‘ gefördert, das muslimische Jugendliche für den Dialog und die ‚Bekämpfung antimoslemischer Ressentiments‘ gewinnen will.“ Welt, ebenda

Den Deutschen wird also von Merkels skurillen Islampartnern zukünftig erklärt, wie toll es sich unter der Scharia lebt, warum Frauen nur verschleiert und unter Aufsicht vom Ehemann herum laufen sollten und warum Kinderehen auch hier bald Standard sein werden. In den Hessischen Rundfunkrat zog die Ditib auch soeben ein, nun wird die türkische Religionsbehörde in deutschen Rundfunk- und Fernsehräten bestimmt bald ein Musikverbot fordern, wie es in vielen muslimischen Gesellschaften bekanntlich existiert. Besonders Popmusik gilt als unislamisch und wird den Islamstrategen bestimmt gar nicht gefallen. Aber die Zeit und Merkel sind auf ihrer Seite. Die Weichen sind gestellt, der Pakt marschiert. Die Todesstrafe kann kommen. Erst in der Türkei und dann auch in Deutschland – der Tod unserer Freiheit, der Tod von Humanismus und Aufklärung.