Facebook goes Scharia!

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Haben die Islamisten nun auch Facebook gekapert? (Foto, überarbeitet: Anikei/Shutterstock)

Facebook sieht sich mit dem Vorwurf des “intellektuellen Verfolgungswahns“ gegen Ex-Muslime und Atheisten konfrontiert. Korangläubige machen sich die Meldefunktion zu nutzen, um ihnen unliebsame Seiten sperren zu lassen. Diese Woche traf es zwei bekannte Fb-Seiten in Amerika. Die Seite der Ex-Muslims of North America mit ihren 24.000 Followern und die Seite der Atheist Republic mit immerhin 1,6 Millionen Fans verschwanden von der Bildfläche. Sie hätten gegen die Facebook-Standards verstoßen, begründete das Unternehmen sein schariakonformes Gebahren.

Sie folgten mit dieser Entscheidung dem Willen „konservativer“ Muslime, für die Seiten mit diesem Inhalt nicht in ihr Weltbild passen und eine Beleidigung Allahs darstellen. Für Apostasie gilt im Islam immerhin die Todesstrafe.

Der Präsident der Ex-Muslims of North America, Muhammad Syed reagierte empört auf die Sperrung: „Facebook tut viel zu wenig, um Seiten wie unsere vor solchen bösartigen Angriffen zu schützen. Ironischerweise lässt sich genau dieses soziale Netzwerk, dass sich den Schutz von religiösen Minderheiten auf die Fahnen geschrieben hat, von religiösen Fundamentalisten dazu missbrauchen, ihre Blasphemiegesetze durchzusetzen,“ schreibt er Facebook in einem offenen Brief.

“Es gibt auf Facebook hunderte Gruppen und Seiten, die ihren Mitgliedern Tipps geben, wie sie Gruppen oder Privatpersonen infiltrieren können, um sie dann mit der Meldefunktion von der Bildfläche verschwinden zu lassen“, so Muhammad Syed.

Zusammen mit dem Arab Atheist Network, hat er eine ganze Reihe von Seiten mit diesem Ziel ausfindig gemacht.

Die Atheist Republic wurde in den vergangenen zwei Jahren viermal gesperrt. Auch Seiten wie A Science Enthusiast (750,000 Mitglieder), Humanitarian Non-Religious (32,000 Mitglieder), Arab Atheist Network (23,500 Mitglieder), sowie sechs andere Seiten mit tausenden Followern sind mit ständigen Sperrungen konfrontiert.

“Arabische Atheisten, säkulare Menschen in Bangladesch und viele andere Gruppen werden seit Jahren von konservativen Muslimen attackiert, die genau wissen, wie sie das Facebookmeldesystem für ihre Zwecke nutzen können“, erklärt Syed und fordert von Facebook die Einrichtung einer Liste, die solche Gruppen automatisch von Sperrungen ausnimmt.

„Viele dieser Gruppen sind nicht einfach nur Seiten. Sie sind Gemeinschaften, in denen verstoßene Atheisten Schutz, Trost und Hilfe im Notfall bekommen. Die Schließung solcher Gruppen bedeutet für diese isolierten und angreifbaren Menschen, den Verlust dieser wichtigen Unterstützung“, so Muhammad Syed.

 

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