Ex- Caritas-Chef für Ägypten wird wegen Orbáns Migrationspolitik Ungar

Henri Boulad (Bild: Facebook)
Henri Boulad (Bild: Facebook)

Der bekannte Jesuit Henri Boulad – ehemaliger Caritaschef erwarb die  ungarische Staatsbürgerschaft, weil er auf diese Weise seine Unterstützung für die restriktive Flüchtlingspolitik Ungarns unter Präsident Viktor Orbán zum Ausdruck bringen wolle. Seine Kritik: „Der Westen und der Papst kennen die wahre Natur des Islam nicht“.

Prinzipiell sei eine Unterstützung von Flüchtlingen und Armen „richtig und gut“, so der bekannte Jesuit Henri Boulad, Ex-Caritaschef für Ägypten und früherer „Caritas Internationalis“-Vize für Nordafrika und den Nahen Osten. Aber: Ein wenig klarer Kopf würde dabei auch gut tun, so der Gottesmann, der seit Jahren vor dem sich immer weiter ausbreitenden Islam und dem unbedarften Umgang des Westens mit dieser Ideologie warnt. Mit Blick auf die ungehemmte Immigration aus muslimischen Ländern im Mantel der Flüchtlingskrise gibt Boulad zu bedenken, dass die Aufnahmefähigkeit Europas ihre Grenzen habe und eine „bedingungslose Zuwanderung“ eine künftige muslimische Bevölkerungsmehrheit auf de Kontinent schaffen werde.

Politische Korrektheit demoliert den Westen

Maßgebliche Politiker in Europa, aber auch die katholische Kirche würden aus seiner Sicht die von den beherrschenden islamischen Strömungen ausgehende Gefahr unterschätzen. Politische Korrektheit, meinte der Jesuit wörtlich, „demoliert den Westen: sie macht es unmöglich, dass wir die wirkliche Gefahr des Islam begreifen“.

Die katholische Kirche stütze sich beim Verhältnis zum Islam auf die Expertise von „Experten, die in Paris, Berlin oder Amerika als durchaus großartige Islamologen gelten, deren Ansichten aber rein akademisch sind“, , so der Befund des Jesuiten. So seien diese in „die Falle des christlich-islamischen Dialogs“ geraten, der in Wirklichkeit einem Dialog von Tauben gleiche, da sich auch nach 50 Jahren des Dialogs man sich immer noch an seinem Ausgangspunkt befinde. Große Ankündigungen über Reformen im Islam hätten kaum Konsequenzen.

Unterstützung für die restriktive Flüchtlingspolitik Ungarns unter Präsident Viktor Orbán

Nach dieser Erkenntnis habe sich der 85-jährige gebürtige Alexandriner und Sohn einer syrisch-italienischen Familie laut der ungarischen Wochenzeitung „Heti Valasz“ entschieden, durch die Annahme der ungarischen Staatsbürgerschaft die restriktive Migrationspolitik des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán zu unterstützen und entsprechenden Einfluss auf die europäische Zuwanderungspolitik auszuüben.

Bereits vor diesem Schritt wurde Boulad, der ebenfalls eine Professur für Theologie inne hat und mehr als 30 Bücher auf Französisch und Arabisch publizierte,  aufgrund seiner islamkritischen Haltung der Dialog verweigert, indem Bischöfe aus Kanada und Frankreich Auftritte des hochgelehrten Kirchenmanns in ihren Ländern verboten. (BS)

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