Politische Autos

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Ein sehr grünes Auto (Foto: Pixabay)

Berlin – Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fordert die Automobilhersteller auf, schneller auf den technologischen Wandel im Fahrzeugbau zu reagieren.

Sollen die Automobilhersteller auf sich selbst reagieren? Die sind doch der Fahrzeugbau, etwa nicht?

„Wir wollen Treiber in diesem Prozess sein“, so Kretschmann in der Samstagsausgabe der F.A.Z.

Wieso wir? Baut Kretschmann auch Autos? Sind Autos politische Produkte oder technische? 

Die Diskussion über Feinstaub und Fahrverbote zeige, dass Industrie und Kommunen ohne politischen Druck zu zögerlich agierten.

Die Diskussion über Feinstaub und Fahrverbote zeigt vor allem, wer aus durchsichtigen Gründen daran interessiert ist, daß sie stattfindet.

Baden-Württemberg müsse „führendes Autoland“ bleiben, so Kretschmann. Der Wettbewerb mit chinesischen Herstellern zwinge zu großen Anstrengungen. Auch gebe es eine enorme Geschwindigkeit bei den Innovationen für Antriebskonzepte. Den Ausbau der Infrastruktur sieht Kretschmann hinterherhinken: „Wenn es bei der E-Mobilität einen Schub gibt, dann darf es keine Hürden bei der Infrastruktur geben.“ Die Politik müsse alles tun, damit es in der Automobilindustrie keine „Modernisierungsverlierer“ gebe.

Ohne Kretschmann hätte die Automobilindustrie vermutlich nicht gewußt, daß sie ein Interesse am Bestehen im Wettbewerb haben muß. Gut, daß er es einmal gesagt hat. Ausgerechnet China ist Absatzmarkt Nummer eins für dicke PS-Boliden aus Deutschland. 

Nächste Woche trifft der Ministerpräsident Vertreter der deutschen Autoindustrie, unter anderem den Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche sowie Volkmar Denner, den Vorsitzenden von Bosch. Das Treffen soll einen langfristigen „Strategiedialog“ zwischen Landesregierung, Verbänden, Gewerkschaften und Automobilindustrie begründen. (dts)

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Vorschlag zur Güte: Deutsche Automobilhersteller produzieren politische Autos für Deutschland und exportieren die technischen weiterhin ins Ausland. Chinesen sind für grüne Politkarossen aus Deutschland nur schwierig zu begeistern. Mao hätte es vielleicht noch hinbekommen. Aber der ist schon überfahren worden. 

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