Der Fall Hoeneß: Merkels persönlicher Gefangener

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Erinnern Sie sich noch? An den Fall Uli Hoeneß? Über das von Neid und Häme überschattete bundesdeutsche Medientribunal gegen einen der größten hiesigen Leistungsträger aus Bayern…?! Es ist noch gar nicht so lange her, da mußte im heutigen Land der seriellen Bewährungsstrafen oder Freisprüche für Mörder, Vergewaltiger und Kopfeintreter ein ehrbarer deutscher Kaufmann aus München unter dem donnernden Applaus der blinden Staatsverehrer und Berliner Hofschranzen rund um Kanzleramt und Bundestag in den Knast. Die, die noch nicht so lange hier sind, dürfen eben mit verständnisvollem Augenzwinkern bei der hiesigen Justiz rechnen, diejenigen aber, die schon etwas länger hier sind, mit der vollen Härte des Gesetzes.

Von Jürgen Stark

Demonstrative Machtausübung einer abgehobenen Kanzlerin.

Deutschland hat in zehn Jahren unter Merkel jegliche Unschuld verloren. Recht und Gesetz, auf einer verlässlichen, transparenten und in jeglicher Hinsicht nachvollziehbaren Basis, sind nicht mehr allseits akzeptierte Säulen des Gemeinwesens. Der Fall Hoeneß war insofern ein bundesdeutscher Skandal mit Avantgardecharakter, als auch schlicht ein weiteres Beispiel auf der Perlenkette demonstrativer Machtausübung einer abgehobenen Kanzlerin. Inzwischen sind haufenweise Leichen im Keller unter Merkels Büro zu finden – wenn aber ihre persönliche Leichenhalle nun langsam aus allen Nähten platzt, können der Ex-FDJ-Propagandistin alten „Leichenteile“ auch schon mal um die Ohren fliegen.

Merkels persönliche Leichenhalle platzt langsam aus allen Nähten.

Merkel muss die „Toten“ fürchten, jene Menschen, denen sie direkt oder indirekt schadete, welche sie aus Jobs trieb, kaltstellte, öffentlich brandmarkte oder – wie im Falle Hoeneß – eine gesellschaftliche und juristische Hinrichtung in aller medialen Öffentlichkeit DEMONSTRATIV zukommen ließ. Immer waren es exemplarische Fälle, Muster, Beispiele, fast schon „Schauprozesse“ mit Vorverurteilung durch den politisch-medialen Komplex in diesem ihrem Lande – immer wieder wurden und werden besonders bekannte und auffällige Exemplare aussortiert und massiv bekämpft und beschädigt, um genau dadurch auch gleich noch andere in den jeweiligen Sphären einzuschüchtern. Der Mainstream unter Merkel wird immer gnadenloser, gleichförmiger, wirkt immer gleichgeschalteter. Zufall? Glauben Sie noch an den Weihnachtsmann?!!! Ausgerechnet am eher unpolitischen Ende kommt jetzt der schmutzige Fall Hoeneß wieder ans Tageslicht. Uli Hoeneß erinnert sich. Mit reichlich Wut im Bauch. Offensichtlich hat er noch eine Rechnung offen, er sollte sie direkt ans Kanzleramt schicken – und die Zinsen nicht vergessen!

Uli Hoeneß ist ein Tiger und kein Waschlappen.

Echte Helden leben länger, und Wahrheit lebt ewig. So wundervoll im Timing, kurz vorm Sommerloch, kommt jetzt wieder Bewegung in das alte Thema. Uli Hoeneß ist ein Tiger und kein Waschlappen. Er ist wieder raus aus dem Käfig und möchte dringend die Schuldigen für seinen Knastaufenthalt beißen. Füttern wir den Tiger, machen wir ihm Appetit auf mehr – die gerechte Rache wäre mitten im Wahlkampf ein schönes Theater. Und wenn wir nur über den Sommer bis zur Wahl im Herbst täglich das Gebrüll des Tigers bis an jeden Infostand der Parteien auf unseren Straßen hören könnten, das wäre doch schön….

Merkels Schergen haben momentan keinen Zugriff auf Justizopfer Hoeneß.

Uli Hoeneß. Was war sein Vergehen? Mit bereits versteuertem (!) Geld zockte der extrem erfolgreiche Manager des FC Bayern München via Schweizer Konten und spielte mit seinem ehrlich und sehr verdienstvoll erwirtschaftetem Reichtum ein wenig in seiner Freizeit herum. Der Mann, der maßgeblich bewirkte, dass aus einem gewöhnlichen Fußballverein eines der größten sportlichen Aushängeschilde Deutschlands wurde, der Milliarden an Steuern für den Staat erwirtschaftete und mit seinem Fußballkonzernverein hunderte versicherungspflichtiger Arbeitsplätze schuf, kam vor den Kadi wegen öder „Steuerhinterziehung“. Eine Doppel- und Dreifachbesteuerung ist  eigentlich komplett unseriös, erdacht in etatistischen Kreisen, welche die arbeitende Bevölkerung gerne hemmungslos ausplündert und deren Geld dann auch gerne sinnlos verschleudert – wie sich alljährlich bei den Skandalbilanzen unseres Staates durch den Bund der Steuerzahler erschreckend nachlesen läßt. Aber lassen wir die ausufernde deutsche Staatsabzocke. Bleiben wir beim Justizopfer Hoeneß, welches jetzt wieder frei reden kann, da Merkels Schergen zumindest momentan keinen direkten Zugriff mehr auf ihn haben um ihm den Mund zu verbieten, was unlängst noch etwas anders war.

„Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war.“ Uli Hoeneß.

„Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß sieht sich zu Unrecht wegen Steuerhinterziehung verurteilt. ‚Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren‘, sagte der 65-Jährige in Vaduz vor ausgewählten Gästen mit dem Motto ‚Meet the president‘. ‚Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt. Trotzdem entschied ich mich, ins Gefängnis zu gehen‘, wird Hoeneß von der Schweizer Zeitung ‚Blick‘ zitiert. Man hätte in ‚Revision am Bundesgerichtshof gehen können: Aber ich habe dies meiner Familie nicht mehr zumuten wollen‘.“ Spiegel Online, 11.05.2017

Anweisung von Mutti und Medien: Hoeneß gehört in den Knast!

Damit ist zum Fall Hoeneß auch fast schon alles gesagt. Er wurde politisches Opfer der Merkel’schen Allparteienkoalition (mit einer bizarren Aura, die heute teils an die DDR-Volkskammer mit ihrer ebenfalls nur simulierten „Opposition“ erinnert), um die Stärke des Staates gegenüber seinen Steuersklaven brachial zu demonstrieren. Wofür nebenher auch der kriminelle Ankauf von so genannten „Steuersünder“-CDs dient, die sich unsere Verwaltungsoberen mit hunderttausenden von Euro-Steuergeld aus verbrecherischen Milieus erkaufen. Alle waren sich einig im Raumschiff Berlin und dann in der Politlounge beim Schampus auf Kosten der Steuerzahler: Hoeneß muß in den Knast! Merkels Mannen hatten leichtes Spiel. Nimmt man seine Vita, die vorstrafenfreie mehr als saubere Weste und die auch noch gezeigte Reue des Steuersünders Hoeneß, der in persona als einer der größten Steuerbeschaffer des Landes gelten kann, dann läßt sich vom Laien bis zum Rechtsexperten mit gesundem Menschenverstand sagen: Ein Freispruch mit Bewährung wäre hier klar angemessen und vollkommen normal gewesen. Es sei denn, es gab klare Anweisungen von „oben“, Hoeneß demonstrativ in den Knast zu stecken, um die Köpfe und Leistungsträger der Wirtschaft einzuschüchtern und sie in eine gebückte Haltung vorm starken Staat zu bringen. Nach einer langen Serie Merkelscher Untaten spricht ABSOLUT ALLES für einen gelenkten Strafprozess und ein aus dem Berliner Regierungsviertel bestelltes Gesinnungsurteil mit Mittätern auf vielen Ebenen. Merkels heimliches Motto lautet jedenfalls: Es war doch auch nicht alles schlecht in der DDR.

„Merkel arbeitet am Zerfall der Demokratie, der Staat als Geisel einer Machtfanatikerin.“ Gertrud Höhler.

„Merkel arbeitet am Zerfall der Demokratie, der Staat als Geisel einer Machtfanatikerin, die Demokratie nur noch hohle Fassade. So ungefähr sieht es Gertrud Höhler in ihrem Buch ‚Die Patin‘. Die ehemalige Kohl-Beraterin Gertrud Höhler geht mit Angela Merkel hart ins Gericht. Das CDU-Mitglied Höhler galt einst als Wegbegleiterin des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl und war Beraterin des Deutsche-Bank-Chefs Alfred Herrhausen. Höhler sagte, Merkel trage mit ihrem ‚System M‘ Mitschuld an einer Entdemokratisierung der Gesellschaft in Deutschland. In dem Buch heißt es dazu: ‚Wer Normen und Werte einer demokratischen Gesellschaft zur Manövriermasse macht wie Angela Merkel, der arbeitet am Zerfall der Demokratie.‘ So schürt die konservative Intellektuelle die Unzufriedenheit mit Merkel in Teilen der Union. Deren älteren Männern wirft sie vor, mit ‚der Faust in der Tasche‘ feige gekniffen zu haben, als die ‚Alphawölfin im Schafspelz aus der trüben Ostkulisse‘ sich an den Sturz des Kanzlers der Einheit gemacht habe, um sich freie Bahn für ihre politische Karriere zu verschaffen. Vor allem an der Macht sei M. interessiert. Und zwar in ganz Europa.“ Handelsblatt, 23.08.2012

Angela Merkel. Ein Irrtum der Demokratie

Gertrud Höhler kennt das bundesdeutsche Machtsystem schon seit Merkels Kanzlervorfahr Helmut Kohl von innen. Sie wußte, wovon sie sprach. Ihr Buch muss als zutiefst authentisch gelten. Ihr Buch ist ein Alptraum. Ihre Warnungen sorgten für etwas Aufsehen, doch das war es dann auch. „Angie“ konnte brutalst möglichst weiter machen und den Rechtsstaat abrasieren und für sich zurecht stutzen. So als wäre nichts gewesen. Die Schriftstellerin und einstige Merkel-Wählerin Cora Stephan schrieb ebenfalls ein Buch: „Angela Merkel. Ein Irrtum“. Auch hierin lässt eine renommierte Autorin Stephan deutlich durchblicken, dass sie sich vor den recht- und gesetzlosen Räumen, in die Kanzlerin Merkel mit geradezu diebischer Freude schreitet, regelrecht fürchtet. Vorverurteilung, Aburteilung, Strafe und gesellschaftliches Aus. So etwas gab es als Mittel der Politik „von oben“ vor Merkel nicht in der alten BRD. In der alten DDR schon. Da war das der Alltag. Da kommt Angela Merkel her.

„Müssen unter Merkel Meinungen heute wieder ’nützlich‘ sein? Werden sie sonst verboten?“ Cora Stephan

„Merkel nennt ihre Entscheidungen alternativlos, und das bedeutet: nichts ist verhandelbar. Das empfinde ich als totalitär …. dann kam die Sarrazin-Debatte. Da ist mir der Geduldsfaden gerissen. Wie bitte? Die Frau, die von Mut und Freiheit geredet hat, erklärt ein Buch für „nicht hilfreich“, das sie noch nicht einmal gelesen hat? Da erinnert sie mich an Erich Honecker. Müssen Bücher und Meinungen heute wieder „nützlich“ sein? Werden sie sonst verboten?“ Cora Stephan der FAZ, 14.02.2011

Vorverurteilungen und öffentliche Hinrichtungen sind Merkels System

Merkels Stigmatisierung und ihr ekelhaftes Mobbing gegen den ehemaligen Berliner SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin kostete diesen seinen Job im Vorstand der Deutschen Bundesbank. Sein Vergehen: Er hatte es gewagt ein kritisches Buch über mangelnde Integration von Einwanderern und den Islam als kulturellem und gesellschaftlichem Problem im Alltag unseres Landes offen zu benennen. Nicht hilfreich, sprach Merkel, raus mit Ihnen, suchen Sie sich einen anderen Job. Nicht anders erging es 2008 dem Chef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel.

Auch er als Steuersünder mit Schweizer Bankkonten aufgeflogen, auch er ein Leistungsträger der bundesdeutschen Wirtschaft – auch er öffentlich vorgeführt, vorverurteilt, medial weggeschossen. Dinge, die es laut Gesetz gar nicht geben dürfte, denn hierzulande gilt strikt die absolute Unschuldsvermutung bis zum richterlichen Urteil. Das war mal. Vor Merkel. Damals. Als wir noch Demokratie und Gewaltenteilung hatten. Ist schon etwas her. Am Tag als Angela Merkel kam und Deutschland nach zwei Diktaturen erneut eine gefährliche präsidiale „Alternativlosigkeit“ verordnete. „Es war eine Razzia, die Aufsehen erregte: Vor laufenden Kameras wurde Klaus Zumwinkel am Valentinstag 2008 abgeführt … Der Fall Zumwinkel: Medienwirksame Razzia….“, so kann man es noch heute im Internet zum Thema Zumwinkel nachlesen. Zumwinkels Verhaftung vor seinem Haus war ein einziger riesiger Pressetermin, die Strippenzieher im Kanzleramt und beim Justizminister hatten ganze Arbeit geleistet. Vorverurteilung und öffentliche Hinrichtung waren und blieben Merkels System. Auch innerhalb der vor ihr gekaperten und erbeuteten Partei, der heute weitgehend inhaltsleeren CDU.

Friedrich Merz – Rausschmiss statt deutsche Leitkultur

„Der frühere Fraktionschef der CDU, Friedrich Merz, hat seine Nachfolgerin Angela Merkel wegen seiner Ablösung in ungewöhnlich scharfer Form angegriffen. Die CDU-Chefin habe seine Ablösung von langer Hand mit fast allen CDU-Landesvorsitzenden vor der Bundestagswahl betrieben. Dies sei entgegen allen Verabredungen zwischen Merkel, Kanzlerkandidat Edmund Stoiber und ihm geschehen, sagte Merz der Berliner Zeitung. Merz bemängelte, Merkel sei nie bereit gewesen, sich in den Personaldebatten vor der Wahl schützend vor ihn zu stellen. Der Großteil der Fraktion habe Merkels Spiel ‚mit geballter Faust in der Tasche mitgemacht‘.“ FAZ, 15.12.2002

Merz muss weg, dachte sich Merkel. Dann nahm sie sich Uli Hoeneß vor….

Merkel weiß genau was sie anrichtet. Mit Friedrich Merz verlor die CDU einen ihrer besten Köpfe, der das Thema einer deutschen Leitkultur vollkommen berechtigt (weit vor der aktuellen heutigen Brisanz!) auf die Tagesordnung brachte. Vergeblich. Was Angela Merkel von den Deutschen, ihrer Flagge und den Traditionen hält, das wissen wir inzwischen. Friedrich Merz war aber aus einem anderen Grund noch viel mehr im Weg. Merz wollte das ungerechte, leistungsfeindliche und intransparente deutsche Steuersystem revolutionär ändern. Seine „Bierdeckel-Steuer“ wurde berühmt! Eine vereinfachte Steuererklärung sollte nunmehr auf einen Bierdeckel passen und die Steuersätze wollte er radikal absenken. Merz muss weg, dachte sich Merkel. Dann nahm sie sich Uli Hoeneß vor…. in der DDR war eben doch nicht alles schlecht, liebe Genossinnen und Genossen…..

http://www.spiegel.de/sport/fussball/uli-hoeness-freispruch-waere-voellig-normal-gewesen-a-1147033.html

http://www.stern.de/sport/fussball/die-sprueche-von-uli-hoeness-ueber-seine-steueraffaere-sind-voellig-daneben-7448516.html

http://www.spiegel.de/fotostrecke/der-fall-zumwinkel-medienwirksame-razzia-fotostrecke-28983.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/merz-contra-merkel-mit-geballter-faust-in-der-tasche-183863.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/corporate-governance-manager-protestieren-bei-merkel-1799477.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ein-buch-ruft-zum-sturz-auf-merkel-arbeitet-am-zerfall-der-demokratie/7043954.html

http://www.b-treude.de/macht.htm

Foto (überarbeitet): Wikipedia/ Von Foto: Harald Bischoff /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27213325