Wofür haben wir eigentlich Gesetze? Für die, die schon länger hier leben!

Symbolfoto: Collage
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So langsam rücken die Mainstreammedien mit der Wahrheit über die Folgen unkontrollierter und kulturfremder Einwanderung raus. Die berühmten „Einzelfälle“, die wir noch im letzten Jahr mit der Lupe suchen mussten, werden uns inzwischen täglich im Dutzend billiger präsentiert.
Ohne Folgen allerdings. Leitartikel oder Kommentare mit dem Tenor „Bis hier hin und nicht weiter!“, sind selbst mit einem Fadenzähler kaum zu finden. Das ist schade, aber auch nicht sooo schlimm, denn: Die wirklich klugen Leute sitzen längst nicht mehr in den Redaktionsstuben sondern in den Büros und Fabriken unser Republik. Wer heutzutage wissen will, wie ein Fall einzuordnen ist, liest die Leserkommentare.

Von Oliver Flesch

So wie in dem wieder einmal unglaublichen Fall des „Mannes“ („Mann“ = Mainstreammedien-Neudeutsch für nichtbiodeutsche Männer muslimischen Glaubens), der seiner Frau im Hinterhof einer Kieler Moschee in beide Knie schoss, weil sie sich von ihm scheiden lassen wollte. So nüchtern wie DIE WELT sein Motiv zitiert, „Sie beleidigte ihn schwer, kränkte ihn in seiner Mannesehre und drohte, dass er seine Kinder nie wieder sehen werde. Da habe er seine im Beifahrersitz seines Wagens versteckte Waffe geholt, seine Frau zu Boden gedrückt und geschossen“, könnte man fast annehmen, Autorin Karen Katzke hätte Verständnis für den aus der Türkei stammenden Täter.

Das Unglaubliche an diesem Fall ist aber nicht die Tat selbst, solche Fälle passieren inzwischen beinahe täglich, sondern das Urteil. Drei Jahre und neun Monate hatte die Staatsanwaltschaft gefordert. Für sie stand zweifelsfrei fest, dass der 35-Jährige seine Frau wegen Untreue bestrafen und verkrüppeln wollte. Das Kieler Landgericht folgte der Staatsanwaltschaft nicht und verurteilte den Türken wegen gefährlicher Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes zu nur zweieinhalb Jahren Gefängnis. Immerhin, denken nun bestimmt einige. Falsch gedacht! Der Mann kommt ja nicht wirklich in den Knast, DIE WELT schreibt: „Die Kammer setzte den Haftbefehl gegen strenge Meldeauflagen und die Einbehaltung der türkischen Personalpapiere des Mannes außer Vollzug.“

Müssen wir nicht verstehen. Dafür verstehen wir die Empörung der Leserkommentare (Empörungsquote unter dem WELT-Artikel: 100 Prozent. Niemand versucht zu relativieren, bei so eindeutigen Fällen hält sich das deutsche Gutmenschentum stets vornehm zurück).
Antonia G. fragt: „Ist das Urteil noch nach unseren Gesetzen gefällt, oder ist das schon der Übergang in Scharia-Recht?“

Maximilian M. kann seine Bestürzung kaum zügeln: „Ja sind die denn vollkommen deppert? Einem Legalwaffenbesitzer hätte man schon zwei Jahre dafür verpasst, dass seine legalen Waffen in einem Safe der falschen Sicherheitsklasse gelagert werden. Und dieser Wahnsinnige bekommt für den Erwerb und führen einer illegalen Waffe und deren Gebrauch, also schwere Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe, Hausarrest? Hausarrest und Papiere weg? Ja ticken die denn noch ganz richtig?“

Claudia B. würd gern wissen: „Wofür haben wir eigentlich Gesetze?“ Vinzenz K. kennt die Antwort: „Für die, die schon länger hier leben.“

Clark J. macht’s richtig und versucht, für sich das beste aus diesem Justizdrama zu ziehen: „Ich sitze gerade auf einer spanischen Terrasse und wünschte, ich hätte keine deutschen Nachrichten gelesen. Andererseits, was soll’s? Ich kann ohne Daunenjacke draußen sitzen und höre das Meer rauschen. Das Leben ist schön.“

Ihr seht, liebe Leser: Die Wahrheit und deren Deutung steht heute nicht mehr im Artikel, dafür drunter. Dummerweise haben das die Mainstreammedien auch schon bemerkt und schalten deshalb ihre Kommentarspalten immer öfter ab.

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