Werder-Trainer: Sollten uns gegen AfD wehren!

Foto (zugeschnitten): Wikipedia/ Von Hannover92 - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52662656

Nach dem Vorstandsmitglied der Frankfurter Eintracht, Axel Hellmann, dem Trainer des SC Freiburg, Christian Streich, und Bayern-Kapitän Philipp Lahm hat sich jetzt mit dem Trainer von Werder Bremen, Alexander Nouri (Foto), ein weiterer Vertreter der Fußballbundesliga öffentlich gegen die AfD positioniert. “Ich habe kein Problem mit Europa, ich bin ja nicht die AfD“, sagte er vor dem Spiel seiner Mannschaft am Freitag in Köln. Wobei er zu dem Zeitpunkt noch nicht den Unterschied zwischen „Europa“ und der „EU“ verstanden haben dürfte.

Von P.I.News

Nach der 3:4-Niederlage gegen Köln muss er dann noch einen Ball gegen den Kopf bekommen haben, denn als Reaktion auf die vergebliche Aufholjagd seiner Mannschaft fiel ihm wieder nur die AfD ein. Und was stört ihn da nun genau? Das weiß Nouri selbst nicht so recht, er macht sich aber Sorgen:“Ich mache mir schon Sorgen um gewisse Dinge in unserer Gesellschaft. Es gibt Entwicklungen, die ich nicht gutheißen kann, dazu gehört auch das Emporkommen der AfD”, sagte Nouri.

Also, die AfD ist schlecht, weil sie „emporkommt“. Und die AfD schüchtere die Menschen ein, beklagt er weiter. Dagegen sollten „wir“ uns wehren. Er stellt der AfD anschließend seine politische Agenda entgegen, ausgefeilt wie seine Trainingsmethoden. Er selbst wäre für „mehr Offenheit“ und „weniger Grenzen“, für „mehr Freiheit“ und „weniger Vorverurteilungen“. Diese Werte wären „ein Rad“, das die AfD zurückdrehen wolle:

Der Werder-Coach, der in Buxtehude geboren ist, aber iranische Wurzeln hat, rief dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen. “Eine der wichtigsten Errungenschaften unserer modernen Gesellschaft war es, mehr Offenheit zu wagen und weniger Grenzen, mehr Freiheit und weniger Vorverurteilungen. Das sind Werte, die ich meinen Kindern mitgeben möchte. Nun gibt es Leute, die dieses Rad zurückdrehen wollen, und dagegen sollte man sich wehren.”

Der Deutsch-Iraner (“Der Iran ist ein Teil von mir”) stört sich dagegen wenig bis gar nicht an der Folter in seiner Heimat, an der Hinrichtung von Schwulen, an der Verfolgung von Christen oder auch nur an dem Quatsch, dass alle Iranerinnen das Kopftuch als Symbol des staatlich verordneten Aberglaubens tragen müssen, ob sie wollen oder nicht, ob sie sich dazu bekennen oder nicht, selbst wenn sie Fußball spielen, und sich ihre Haare dabei fettig schwitzen.

Dass Iraner, die dieser intoleranten und grausamen Staatsreligion mit Überzeugung anhängen, unter einem Generalverdacht stehen können, findet nicht den Weg in sein kleines Trainerhirn. Von daher war Nouri, wie es sich für einen echten Opportunisten gehört, nicht nur gegen die AfD, sondern selbstverständlich auch gegen Trump eingestellt, als der die Anhänger dieses Islam nicht mehr in den freien USA haben wollte (wo etliche aus Nouris Verwandtschaft übrigens gut und gerne leben).

Nouri zeigt mit seinen Äußerungen genau den Intellekt, der für einen deutschen Durchschnittspolitiker dicke reichen sollte. Wenn Werder also weiter nur Mittelmaß bleiben sollte, kann er ja in die Politik wechseln, um dort gegen Räder zu kämpfen, die sich zurückdrehen. Das Zeug hat er dazu, wie er nach dem Spiel gegen Köln überzeugend dargelegt hat.

https://www.pi-news.net/2017/05/werder-trainer-sollten-uns-gegen-afd-wehren/

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