Islamisierung der Sendeanstalten geht weiter: DITIB zukünftig im Hessischen Rundfunk mit dabei

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Erdogans verlängerter religiöser Arm, die DITIB, hat im Kontrollgremium des öffentlich-rechtlichen Senders des Hessischen Rundfunks (HR) seinen Platz eingenommen und bestimmt fortan mit, was der Zwangsgebührenzahler zu sehen bekommt. So der 2016  gefassten Beschluss  von CDU, SPD und den Grünen, die offensichtlich auch nach den jüngsten Spionage- und Spitzelvorwürfen keine Veranlassung für eine Kursänderung sehen.

Der Rundfunkrat der öffentlich-rechtlichen Sender – beim ZDF trägt das Gremium den Namen »Fernsehrat«, beim Deutschlandradio wird es mit  »Hörfunkrat« benannt – ist bei deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten das oberste, für die Programmkontrolle zuständige Aufsichtsgremium und setzt sich aus Mitgliedern verschiedener Vereinigungen zusammen. Darunter vertreten: Gewerkschaften, Parteien, Frauenverbände und den Kirchen. Seit Freitag nun auch Erdogans  sunnitische DITIB.

Erdogans DITIB bestimmt nun mit, was der Zwangsgebührenzahler serviert bekommt

Nicht nur, dass muslimische Organisationen über Staatsverträge mittlerweile in einigen Bundesländern den flächendeckenden Islamunterricht an staatlichen Schulen bestimmen. Nun hat die umstrittene »Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion« (DITIB), gewissermaßen der deutsche Arm des türkischen Religionsministeriums, Einzug in das Kontrollgremium des öffentlich-rechtlichen Sender des Bundeslandes Hessen gehalten. Die DITIB – die laut Eigendarstellung zirka 900 sunnitische Gemeinden in Deutschland vertritt – konnte »Dank« der schwarz-grünen Regierung am Freitag im Rundfunkrat des Landes begrüßt werden und wird fortan die Programminhalte mitbestimmen.

Als neues Mitglied hat der DITIB-Funktionär, Selcuk Dogruer vom hessischen DITIB-Landesverband , auf den sich  die drei muslimischen Glaubensgemeinschaften DITIB, Ahmadiyya und die Alevitische Gemeinde mittels eines Losverfahrens geeinigt hatten, Platz genommen,  nachdem 2016 die hessische Landesregierung mit Stimmen der SPD beschlossen hatte, dem Bremer Beispiel zu folgen. Bislang ist Bremen das einzige Bundesland, in dem Muslime im Rundfunkrat vertreten sind. Auch  Nordrhein-Westfalen verhandelt aktuell über die Aufnahme von muslimischen Vertretern in den Rundfunkrat.

Islamische Spitzel als würdiger Partner

Die Damen und Herren des HR zeigten sich indes wenig beeindruckt von den schwerwiegenden Vorwürfen, die gegen Erdogans Religionsgemeinde DITIB im Raum stehen (jouwatch berichtete). Erdogans sunnitische Imame stehen im Verdacht, für türkische Behörden und für den Geheimdienst MIT ihre Mitglieder und Besucher in Deutschland politisch ausspioniert, denunziert und sie so der Verfolgung durch türkisch-staatliche Stellen ausgeliefert zu haben.

Am Freitag wurde die DITIB nicht nur in den Fernsehrat aufgenommen, sondern noch mit dem »Big Brother Award« ausgezeichnet. Dieser Negativpreis wird seit dem Jahr 2000 an Unternehmen, Vereine oder Institutionen verliehen, die in den Augen der Bürgerrechtsorganisation »Digitalcourage« besonders massiv gegen den Datenschutz verstoßen und die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen. Wie die Organisation in ihrer Begründung betonte, sei die Verleihung an die DITIB dieses Mal etwas Besonderes. Der Preis wurde an den Preisträger DITIB nicht – wie sonst üblich, wegen Datenmissbrauch vergeben –  sondern wegen handfester Spionagetätigkeit durch die DITIB-Imame, die die elementaren Grund- und Menschenrechte in Deutschland missbraucht haben, um dem Wunsch der Regierungsbehörde in der Türkei nachzukommen.

Wie die Bundesregierung – zuletzt im sogenannten Türkei-Deal  – beugt sich auch der regierungstreue öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk dem islamischen Diktat und ermöglicht es Erdogan, nicht nur in deutschen Klassenzimmern, sondern von nun an auch in den deutschen Wohnzimmern zu wirken. (BS)

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