Der Anlass

Foto: PHOTOCREO Michal Bednarek/ Shutterstock

Als im Juli letzten Jahres die Nachricht des gescheiterten Militärputsches in der Türkei die Runde machte, war in unseren Breiten eigentlich niemand wirklich überrascht – höchstens, dass der Putsch gescheitert war.

Von Ulrich Abramowski

Seit Ausrufung der türkischen Republik durch Mustafa „Atatürk“ Kemal im Jahre 1923 war das türkische Militär der Gralshüter der säkularen Republik und schritt jedes mal mit aller Härte ein, wenn ein Nachfolger Atatürks an der strikten Trennung von Religion und Staat kratzen wollte.

Erdogans politischer Weg, aus der Türkei ein islamfaschistisches Land zu machen, wird vielen Militärs von Beginn an ein Dorn im Auge gewesen sein. Seine zunächst schwache demokratische Basis und die angestrebte EU-Mitgliedschaft werden jedoch ein frühzeitiges Eingreifen des Militärs ausgeschlossen haben, um eben jenen Prozess der EU-Annäherung nicht zu gefährden. Im Nachhinein hat sich das als gravierender Fehler erwiesen. Erdogan inszenierte am 15. Juli letzten Jahres den Putsch gegen sich und schuf damit den Anlass, jede Opposition im Militär, in der Zivilverwaltung, in den Schulen und Universitäten und in den Medien zu vernichten. Damit kann er nun ungehindert sein Kalifat errichten, versehen mit den seinerzeitigen Glückwünschen unserer Bundeskanzlerin und den Milliarden aus dem Flüchtlingsdeal.

Man kann vor Erdogans Schläue nur den Hut ziehen! Wenn man keinen Anlass hat, so muss man ihn sich eben selbst schaffen! Eine Politik, die die Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahrzehnten beherrschen, die sich die Konflikte, in denen sie ihr Militär mal wieder üben lassen können, ja auch selbst basteln.

Wenn wir uns die Bundeswehr, die unter der Führung von Flintenuschi zu einer gendergesteuerten Kasperletruppe verkommen ist, anschauen, so wird selbst der naivste Laie in Militärdingen nur konsternieren können, dass mit diesen Soldatendarstellern weder ein Krieg geführt werden kann, noch dass hier Gefahr eines Militärputsches droht. Man bedenke nur, wie loyal die Wehrmachtsführung Hitler bis in den Untergang gedient hat und nur ein kleiner Kreis bereit war, dem Diktator das geziemende Ende zu bereiten, um die Vernichtung des Vaterlandes zu verhindern.

Nein, einen Militärputsch braucht unsere Bundeskanzlerin nicht fürchten! Oder doch?

Eine kluge Führerin baut vor und Merkel ist gewiss nicht dumm! Sie hat, beginnend mit ihrer Machtergreifung im Jahr 2005, ihre Partei konsequent von Kritikern gesäubert, sodass sie jetzt nur noch von Krötenschluckern und Speichelleckern umgeben ist. In den weiteren Jahren wurden in gleicher Art und Weise die Medien „umstrukturiert“. Die gesamte sogenannte parlamentarische Opposition ist diesen Namen eh nicht wert – es sind nur noch Lakaien oder Drohnen, die ihre Königin befruchten dürfen, sprich dem Volk den Anschein eines demokratischen Willensbildungsprozesses zu liefern haben.

Dennoch spürt Merkel, dass ihre Position als ungekrönte Herrscherin wackelig geworden ist. Die Herausforderung kommt nicht von den Systemparteien, ja nicht einmal von der AfD, die immer noch lieber das mit dem Hinterteil umstößt, was die Basis mit den Vorderpfoten aufgebaut hat. Die Herausforderung kommt in der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die nicht öffentlich ist, sondern im Verborgenen bleibt, aber dennoch zunehmend spürbar ist. Diese Unzufriedenheit ist aber nicht nur in der Zivilbevölkerung spürbar, sondern auch in der Polizei und in den Streitkräften.

Für Merkel lautet das Gebot der Stunde, frühzeitig eine potentielle Bedrohung auszuschalten. Wie Erdogan seinerzeit zur Absicherung ihrer Position einen Militärputsch zu inszenieren, wäre schlicht lächerlich und die darauffolgende Hatz auf Oppositionelle nicht mehr pseudodemokratisch legitimierbar. Solche drastischen Maßnahmen sind bei uns auch nicht erforderlich! Hier braucht es nur einen Fall Franco A., Bundeswehroffizier, Deutscher und gleichzeitig syrischer Flüchtling, islamistisch und zugleich rechtsradikal, und der Anlass ist gegeben, die Truppe mit einem feinzähnigen Kamm zu durchkämmen, um alle Läuse im Pelz, sprich Patrioten und AfD-Sympathisanten, ans Tageslicht zu bringen und zu entfernen.

Wetten, dass wir demnächst in den M-Medien noch eine Anzahl Rechtsextremisten in der Truppe präsentiert bekommen? Bis in die Führungsspitze hinein? Vielleicht ist sogar der Generalinspekteur ein getarnter Rechtsradikaler?

Oder sind es am Ende so viele verkappte Nazis in Uniform, dass man die Bundeswehr durch eine „Eurofighter“ – Truppe unter dem Befehl Brüssels ablösen muss, die dann ohne Skrupel auch jeden Widerstand des Volkes gegen Merkel niederschlagen würde – so wie am 17.Juni 1953 die „sowjetischen Waffenbrüder“ dem Ziegenbart Ulbricht zu Hilfe eilten?

Bei Merkel ist die Schamgrenze längst gefallen und wir können ihr alles zutrauen. Bleiben wir auf der Hut!

Foto: PHOTOCREO Michal Bednarek/ Shutterstock

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.