SATIRE: Nachrichten aus der Zukunft: Grüne fordern verbesserte Regularien in Sachen Mobilität

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Die Panzer der Bundeswehr (Foto: Lucky Team Studio/ Shutterstock)

Von Morton Defaid

Vizekanzlerin und Ministerin für Bildung und Technologie Katrin Göring-Eckhardt erarbeitete im Rahmen der jüngsten Klausurtagung der Grünen in Berlin-Edel zusammen mit ihrem Kabinettskollegen, dem Verkehrsminister Anton Hofreiter, eine Initiative zur Verbesserung der Mobilitätschancen für Menschen, die vom Bundesamt für Statistik und mögliche Phantasie als „Menschen mit eingeschränkten Mobilitätschancen“ kategorisiert sind: „Wir Grünen möchten Menschen, die schlecht von A nach B kommen, dies aber aus den verschiedensten Gründen müssen, unter die Arme greifen.“ Laut Bundesamt sei die kategorisierte Menschengruppe nur im Besitz von Fahrzeugen ohne Achsen und Räder. Vor diesem Hintergrund weist Göring-Eckhardt auf die offensichtliche Benachteiligung hin: „Wer zwar ein Fahrzeug hat, aber an diesem keine Achsen und Räder nutze, sei benachteiligt gegenüber der Mehrheit, die sehr wohl Fahrzeuge mit Achsen und Rädern nutzt.“

Das Ziel der Initiative, eben genau diese Benachteiligung aufzubrechen, soll durch Vorschriften für die Fahrzeugindustrie erreicht werden. Göring-Eckhardt führte dazu gegenüber Pressevertretern aus: „Ich denke es wäre geboten, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Gesetz verabschieden würde, dass der Fahrzeugindustrie vorschreibt, dass fortan nur noch Räder mit 36 Ecken gefertigt und verkauft werden dürfen. Dies würde all den Menschen, die ihre Fahrzeuge nur durch ständiges Vorlegen von Holzwalzen in Bewegung bringen definitiv aus der Benachteiligung und dem damit eingehenden Minderheitendasein herausholen.“ Aus Nachfragen der Pressevertreter ergab sich, dass die Holzwalzen laut Bundesamt nur in den seltensten Fällen rund seien, sondern oft eckig, dabei zu lang oder zu kurz und erst nach langem Gebrauch überhaupt erst anfangen würden im Sinne der benachteiligten Fahrzeugbenutzer zu funktionieren.

Zudem brauche man neben dem Fahrer eine nicht unbeträchtliche Zahl an Helfern, die ja die Holzwalzen stets von hinten wieder nach vorne schleppen müssten. Daraufhin kam es unter den Pressevertretern zu einem emotionalen Rumoren, welches durch beherztes Eingreifen der Triggererfahrenen Katrin Göring-Eckhardt zum Glück gestoppt werden konnte: „Wir Grünen stehen dafür, dass in Deutschland niemand so unterwegs sein muss wie im Alten Ägypten!“ Verkehrsminister Anton Hofreiter erklärte dann den anwesenden Pressevertretern, dass bei der Umsetzung der Initiative keine Hast, sondern Argumente nötig seien. Schließlich müsse man noch die Bundeskanzlerin überzeugen. Diese äußerte sich nun bereits am Nachmittag wohlwollend: „Ich finde diese Initiative hilfreich. Bei der morgigen Kabinettssitzung werde ich dies auch explizit sagen.

Ich sage auch, dass ich es löblich finde, dass die Grünen auch mal die Interessen der Teilnehmer am Individualverkehr von sich aus thematisieren. Schließlich ist individuelle Mobilität nicht in erster Linie ein menschliches Bedürfnis, sondern ganz wichtig für die Wirtschaft, sozusagen deren Rückgrat, also das Basisfundament unserer wirtschaftlichen Erfolgsgrundlagen, wenn sie so wollen. Aber ich sage auch: Die Grünen könnten vielleicht etwas am Ziel vorbeigeschossen sein. Als Physikerin bin ich der Meinung, dass wir eher über eine Anzahl von Ecken im Bereich von 52 bis 60 sprechen sollten, eine Primzahl könnte den Menschen zum Beispiel auch sehr gut gefallen. Als Kanzlerin werde ich auch Kanzleramtsminister Altmaier damit beauftragen, dass Achsen und die von den Grünen vergessenen Naben von der gesetzlichen Regelung ausgenommen sind.

Dies halte ich für geboten, da ich als Kanzlerin immer auch abwägen muss, weil, wie sie wissen, gibt es immer verschiedene Interessen, und als Kanzlerin muss ich ausgleichen, damit es nicht zu ungewollten Entwicklungen kommt, die wir Politiker schlichtweg oft nicht voraussehen können und wollen. Sonst funktioniert die Demokratie nicht, ohne dieses Korrektiv.“

Der folgende Abschnitt verlässt die neutrale Ebene der Berichterstattung und entspricht der Sichtweise des berichterstattenden Journalisten (Kennzeichnung gemäß Presseerzeugnisveröffentlichungsundwirkungsgesetz ist erfolgt).

Egal ob in Verdichtungsräumen oder auf dem Land, die verkehrspolitische Agenda der Bundesregierung zeigt sich auch noch am Ende der Legislaturperiode zielorientiert. Die Bürger profitieren bereits jetzt schon durch die Vorfreude auf die zu erwartenden Entwicklungen, wie aktuelle Umfragen belegen. Seien wir gespannt auf die von der CDU bereits angedeutete Initiative bezüglich der Verlängerung von Legislaturperioden im Bund und in den Ländern. Die Dynamik mit der sich die Dinge bereits seit der letzten Bundestagswahl (damals hieß sie ja noch so) entwickelt haben, sollte uns allen weiteren Antrieb geben. Bei einer Verlängerung dieser Legislaturperiode um die von der Kanzlerin als angemessen bezeichneten zwei Jahre, könnten wir alle dann im Jahre 2023 die finale alternativlose Regierung wählen.

Als Journalist verfolge ich diese Entwicklung mit Begeisterung, es wäre schlicht weg die Krönung dieser Entwicklung. Denn: Angela Merkel hat es sich wirklich verdient, so einen langen Weg, so ein anspruchsvoller Plan, so ein fernes, gleichwohl hehres Ziel. Meine Hochachtung, Bewunderung und Verehrung für das Bisherige. Weil ich so euphorisch bin, denke ich auch gar nicht darüber nach, was dann nach 2023 noch alles möglich sein wird. Schlichtweg zu viel des Guten für heute. Warten wir es ab, genießen wir das Gefühl des Sieges über unsere Gegner und unterstützen sie unsere Bundeskanzlerin in dem sie in Ihrem Freundes- und Verwandtenkreis über Politik, Demokratie und Geschichte reden.

P.S.: Google hat Recht! Wenn man genau „Politik, Demokratie und Geschichte“ eingibt, erscheint bei der Bildersuche unsere Bundesregierung! Probieren Sie es aus und zeigen Sie es anderen Leuten. Gemeinsam sind wir am stärksten.

LESERKOMMENTAREBENE

#1

Arbeite als Sozialhelferin in der Nordstadt. Es sind nicht nur Ausländer, wie ihr denkt. Auch viele Deutsche plagen sich da krass ab, wenn die wohin wollen. Kann nur besser werden.

##1 Habe Sie denen was beigebracht?

###1 Meistens feilen wir die Bohlen rund. Einige Ausländer sind definitv besser als die Mehrheit der Deutschen. Ich schätze mal, dass schon was hängen bleibt. Sind halt Männer. Wenn die einmal kapiert haben, dass rund besser rollt, dann haben die hinterher Spaß beim Schieben wie Kinder lol

#2

Genail. Warum war Politik nich schon immer so. Ich mein mit effektiv. Jetzt haben wir immer diese Initiativen, die Kanzlerin entscheidet und dann auffi. Warum war da nich als früher.

#3

Ha, da hat doch echt mal einer geschickt abgelenkt. Was ist mit Eisglääte auf Autobahnbrücken? Ich warte auf Initiative, Damen und Herren. Bin beruflich viel unterwegs, tut mal was für mich den Steuernzahler.

 

Jetzt wo wohl der Themnkomplex öpnv und spnv insbesondere im ruhrgebiet ein poltische Abarbeitung erfahren hat, frage ich mich warzm die grünen sich nicht mal ausreuhen.

##4 Die sollen schon was tun für ihr Geld oder sind sie selbst Beamter?

#5

Ich höre immer nur von meinen Freundinnen die Lehrerinnen sind, dass die in der Schule den Stift falsch rum halten. Also die Kinder von denen.

##5 Wenn Sie glauben, es würde in Bildung investiert anstatt in Verkehr täuschen Sie sich in Deutlsand.

###5 Man sollte auch sol konsequent sein, eine Initiative für die Kanzlerin zu machen, damit sich auch die Stifthersteller mal ändern. Problem am beste gelöst!

#6

Übrigens wurde letzte Woche mal nachgeschaut. Es zeigte sich, dass bei der Herstellung von solchen Produkten auch gar nicht weiter gedacht wird, als verkaufen, verkaufen, verkaufen. Was eine sicke Welt.

#7

Das mit dem Ägypten-Spruch. Wusste gar nicht, dass es das damals schon gab so. Bildungslücke geschlossen, thx, Katrin.

#8 Was mich aber stört als Mann ist dieses Fokussieren auf die Politikerinnen. Der Anton wirkt so entmannt, trotz seiner mächtigen Löwen-Mähne.

##8 Wenn uns die Vergangenheit eins gelehrt hat, dann das, dass Frauen besser sind in der Politik als Männer. Grund: Sie machen keine Konflikte. Männer aber nur!

#9 Wie wird das eigentlich in anderen Ländern gehandhabt? Muss erst einer was erfinden? Hallo Bill Gates und Mark Zuckerberg vielleicht?

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