Bundeswehr: Rechts, zwo, drei vier?

Foto: Rudi401/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Die Gehirnwäsche funktioniert immer noch einwandfrei. Nach dem Medienspektakel um Franco A., der dem Wahlkampf der Linken ein wenig Schwung verleihen konnte, wurde ganz flott die passende Bürgermeinung präsentiert. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage des Fernsehsenders N24 attestiert laut „Welt“ fast die Hälfte der Befragten der Bundeswehr ein Rechtsradikalismusproblem: „49 Prozent der Deutschen sehen ein solches Problem, nur 43 Prozent tun das nicht. Bei den über 50-Jährigen vermuten sogar 60 Prozent der Befragten weitverbreitete rechtsradikale Tendenzen bei der Truppe. Unter den Parteianhängern glauben 90 Prozent der Grünen-Wähler, dass es rechtsextreme Gesinnungen bei den Soldaten gibt – 75 Prozent der SPD-Wähler sehen dies genauso.“

Die Realität sieht natürlich wieder mal ganz anders aus. Vor etwas über einem Jahr vermeldete der „Focus“, dass in 230 Fällen Bundeswehrsoldaten rechtsextremer Handlungen verdächtigt wurden. Die Anfrage hatte, wer sonst, die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke gestellt. Das sind bei der Truppenstärke von 178.233 Soldaten also „lediglich 0,13 Prozent. Außerhalb der Bundeswehr ist das Verhältnis nicht viel anders.

Doch die Wahrheit interessiert in dieser postfaktischen Zeit niemanden mehr und so dürfen sich die üblichen Verdächtigen dann natürlich auch zu Wort melden:

„Im Skandal um rechtsextremes Gedankengut in der Bundeswehr hat die „Initiative gegen falsche Glorie“ eine Bildungsoffensive für Soldaten gefordert. „Die Glorifizierung der Wehrmacht ist bei den Traditionalisten in der Bundeswehr leider immer noch sehr weit verbreitet“, sagte Jakob Knab, der Sprecher der Initiative, der „Berliner Zeitung“ (Freitagsausgabe). Es brauche eine Aufklärungs- und Bildungsoffensive.

Dabei müsse es darum gehen, „jene Soldaten zu erreichen, die Gefallen finden am völkischen Gedankengut und die glänzende Augen bekommen, wenn sie von den hochdekorierten Fliegerassen und Kriegshelden der Wehrmacht reden“, sagte Knab. Seine Gruppe mit Sitz im bayerischen Kaufbeuren setzt sich seit Jahrzehnten für die Umbenennung von Bundeswehr-Kasernen ein, die die Namen von Nazi-Offizieren tragen. „Die Ausbilder in der Bundeswehr müssen also noch besser informieren über die Untaten der Wehrmacht und über das Selbstbild der Bundeswehr als demokratische Armee, in der das Recht, die Freiheit und die Menschenwürde verteidigt werden“, so Knab weiter.

Kritik übte Knab an den zögerlichen Reaktionen der Bundeswehr-Führung auf rechtsextreme Umtriebe: „In der Bundeswehr gibt es für jede einzelne Schraube an einem Waffensystem eine detaillierte Vorschrift, nur in der Traditionspflege wird Wildwuchs geduldet. Dieser Saustall, in dem die Wehrmacht glorifiziert wird, muss endlich ausgemistet werden.“ Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe sich richtig verhalten, als sie Kenntnis von den Vorwürfen gegen den Offizier Franco A. bekommen habe, sagte der Initiativensprecher: „Vor allem hat sie auf mich gewirkt, als sei sie ehrlich betroffen und meine es ernst.“

Das Problem sei, dass die Ministerin womöglich nicht umfassend informiert werde. „Ich habe den Eindruck, dass da in der Bundeswehrführung teilweise auch eine Atmosphäre herrscht, in der Unangenehmes gerne mal unter der Decke verschwindet. Die Schuld liegt an den Hofschranzen, die müssen die Ministerin ungeschminkt über die Lage informieren.“ (dts)

Kein Wort mehr über die radikalen Islamisten, die die Bundeswehr unterwandert haben, um an Waffen heranzukommen um Terroranschläge planen zu können.

Es ist leider immer das selbe: Irgendein Vollpfosten baut Mist (wenn es denn überhaupt so war) und stärkt damit lediglich den politischen Gegner, weil dieser dann „alles was in seiner Macht steht“ dazu verwendet, die Daumenschrauben ein wenig enger zu ziehen.

Die AfD und die Sozialen Netzwerke werden das zu spüren kriegen, versprochen.

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