Köln war das Cannae der Konsensfaschisten

Der Kölner Klüngel krähte – und keine AfD-Hasser kamen. Nun: zumindest folgten weitaus weniger Demokratiefeinde dem Ruf der Vereinten Konsensfaschisten, als diese sich erhofft hatten. Wie viele genau, das ist den Medienberichten nur mit Mühe und nur sehr ungefähr zu entnehmen.

Von Burkhardt Brinkmann

Mit gleich zehn Journalisten war die BILD-Zeitung aufmarschiert (bzw. ist dort vermutlich mit einer Lokalredaktion präsent), und ihr Artikel „Erster Teil des AfD-Parteitags in Köln beendet. Verletzter Polizist wollte zurück in Einsatz“ vom Samstag, 22.04.2017 (also vom ersten der beiden Parteitags-Tage) meldete (meine Hervorhebung): „Die Polizei hatte am Freitag noch mit 50 000 Demonstranten gerechnet – bisher sind im gesamten Stadtgebiet rund 10 000 Protestler unterwegs.“ (Der Veröffentlichungszeitpunkt war 17.20 h; die Zahl dürfte jedoch auf den bei den Demos insgesamt erreichten Spitzenwert bezogen sein.)

In diesem Bericht erfährt man auch etwas über die Auswirkungen der Demonstrationen auf das Geschäftsleben in der Innenstadt:
Ein Desaster ist der Tag allerdings für den Handel: Die City ist geisterhaft leer, viele Geschäfte zum Beispiel auf der Ehrenstraße haben gar nicht erst aufgemacht.“
Vgl. zu diesem Aspekt des Geschehens auch den BerichtLeere Einkaufsmeilen am Tag der Demo – Handel beklagt Umsatzeinbußen“ der Kölnischen Rundschau.
Die Kölner hatten sich also gewissermaßen selber aus ihrer Innenstadt ausgesperrt.

Die Zahl von 10.000 Demonstranten nennt auch RP online: „Statt der erwarteten 50.000 Gegendemonstranten sind nur etwa 10.000 nach Köln gekommen.“

Die Kölnische Rundschau meldet zwar: „Mehr als 10 000 Menschen haben am Wochenende in Köln überwiegend friedlich gegen den Bundesparteitag der AfD demonstriert„. Im weiteren Text erfährt man allerdings, dass es sich um eine Veranstalterschätzung für nur eine der verschiedenen Demonstrationen handelt: „Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte, es sei toll, mehr als 10 000 Kundgebungsteilnehmer auf dem Platz zu sehen.“

So oder so also ein unbrauchbarer Wert, denn, wie sich aus anderen Meldungen ersehen lässt, waren es WEITAUS weniger Menschen, die sich die AfD-Hasser-Tiraden der Kölner Politiker bzw. der nordrheinwestfälischen Ministerpräsidentin anhören (bzw. antun) wollten.

Im Tagesspiegel heißt es in einer Agenturmeldung des epd (meine Hervorhebung): „Ursprünglich waren rund 50.000 Demonstranten erwartet worden. Konkrete Zahlen nannten am Samstag weder die Polizei noch die Veranstalter. Beide Seiten erklärten jedoch, dass die Zahl der Protestierer unter den zuvor geschätzten Zahlen lägen.

Dagegen schreibt die Badische Zeitung (meine Hervorhebung): „Bei allen Veranstaltungen zusammen demonstrierten in Köln laut Schätzungen rund 30 000 Menschen gegen die AfD. Die Zahlen beruhen allerdings auf Angaben der Veranstalter, die Polizei veröffentlichte keine Teilnehmerzahlen.“

Die FAZ berichtet: „Verschiedene Veranstaltungen fanden gestaffelt im Laufe des Tages statt. Es zeigte sich deutlich, dass die von der Polizei erwartete Zahl von 50.000 Gegendemonstranten zu hoch gegriffen war. Neben der Hauptveranstaltung am Heumarkt lud das Festkomitee Kölner Karneval zu Konzerten und Reden an den Grüngürtel im Stadtteil Ehrenfeld. Bands wie die Höhner spielten. Abermals betonte man, nicht gegen „irgendeine Partei“ zu demonstrieren, sondern für bestimmte Werte. Die 10.000 Teilnehmer wirkten so entspannt ….“.
Dieser Wert, allein auf die Veranstaltung der Karnevalisten bezogen, erscheint im Hinblick auf andere Berichte überhöht (vgl. auch unten bei der Übersicht über die verschiedenen Demos!). Bzw. stellt sich hier die Frage nach dem Zeitpunkt: Es ist immerhin möglich oder sogar wahrscheinlich, dass Teilnehmer an den Innenstadt-Demos anschließend zum Spektakel der Karnevals-Vereine weitergezogen sind.

(Eine Übersicht über die verschiedenen Veranstaltungen, mit Stadtplan, gibt es z. B. hier bzw. auf Köln.de. Etwas über den politischen Hintergrund der Aufspaltung in mehrere Veranstaltungen hier.)

Alice Weidel, AfD-Bundestagskandidatin in Baden-Württemberg und (gemeinsam mit Alexander Gauland) vom Kölner AfD-Bundesparteitag zur Spitzenkandidatin deklariert, schreibt auf Facebook:

Statt der angekündigten 50.000 Demonstranten fanden am Wochenende nur 6.500 Menschen den Weg nach Köln. Dies bestätigten uns einige Polizeibeamte vor Ort, denen die Gesamtzahl aus organisatorischen Gründen mehrmals per Funk mitgeteilt wurde.“

Eine Protestveranstaltung der Kölner Narren (Karnevalsvereine) wurde allerdings im Grüngürtel Kölns, weit abseits der Stadt, abgehalten. Ich halte es für möglich, dass diese „Demonstranten“ bei den 6.500 nicht inbegriffen waren. Die Zahl von 10.000 errechnet sich dann vielleicht unter Einschluss der Kölner Anti-AfD-Jecken, was sich mit der Angabe der BILD-Zeitung („im gesamten Stadtgebiet rund 10.000 Protestler„) decken würde.
Für deren Veranstaltung wird zwar eine Teilnehmerzahl von 15.000 genannt – aber diese Schätzung stammt vom Festkomitee selber. Dass man dieser Zahl misstrauen muss, ergibt sich aus einer anderen Passage in demselben Artikel der Kölnischen Rundschau: „Als Moderatorin Bettina Böttinger [beruflich, wen wunderts, Moderatorin bei deutschen Staatssenderndrei Stunden zuvor die Kundgebung eröffnet und enthusiastisch ruft: ‚So ’was gibt es nur in Kölle‘, verlieren sich schätzungsweise 1500 Menschen auf der riesigen Veranstaltungsfläche. Zum Marsch der Roten Funken ziehen kostümierte Karnevalisten ein – ein übersichtlicher Zug ist es. Einige hätten durchaus mehr Engagement aus den Reihen des organisierten Karnevals erwartet. ‚Von 250 Mitgliedern haben wir 25 aktivieren können. Insgesamt hätte ich mir mehr gewünscht‘, bilanziert Hans-Peter Houben, Präsident des Vereins ‚Stromlose Ader‘.“

(Mit ihrer impliziten Aussagen, dass sich nur in Köln Karnevalsvereine dazu hergeben, gegen eine demokratische Partei mobil zu machen, könnte die Moderatorin freilich Recht haben.)

Die Internetzeitung „report-K“ meldet: „Die Wiese am Grüngürtel zwischen Vogelsanger und Aachener Straße war gut besucht, auch wenn die erhofften Massen zumindest bis 15 Uhr ausgeblieben waren.
Diese Schätzung einer gewiss nicht AfD-freundlichen Journalistin lautet: „Wohl 5000 – 7000 Menschen versammeln sich ab 14 Uhr.“
Die Protestgruppen greifen mit ihren Zahlenangaben natürlich in die Vollen: „Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ spricht in der Bilanz zum Wochenende von insgesamt über 30.000 Menschen bei den Veranstaltungen von „Köln stellt sich quer“, „Köln gegen Rechts“, Festkomitee Kölner Karneval sowie der Südstadt-Initiative „BUNT STATT BLA“.

Aber solche Angaben sind weit übertrieben. Auch wenn genaue Zahlen fehlen und bei anderen nicht klar ist, ob dort alle Demonstrationen und Veranstaltungen gegen die AfD enthalten sind, steht fest: „Erwartet wurden ursprünglich rund 50.000 Demonstranten. Doch die Zahl lag nach ersten Einschätzungen weit darunter.“ (Kölner Express)

Nach Auswertung der unten genannten Einzelmeldungen halte auch ich eine Zahl von insgesamt 10.000 Demonstranten (einschl. Besucher nur der Karnevals-Veranstaltung) für plausibel. Das ist gerade mal ein Fünftel der erwarteten Personenzahlen und damit ein Riesenflop für den Versuch des Kölner Klüngels, Menschenmassen gegen die AfD mobil zu machen. Aber selbst wenn man von 15.000 Teilnehmern ausgehen wollte, wäre auch das nur ca. ein Drittel der Erwartungen.

Insofern darf man sagen, dass die deutsche Demokratie in Köln eine Belastungs- und Bewährungsprobe bestanden hat: Nur verhältnismäßig wenige Bürger haben sich zum Herdenvieh der Verfassungsfeinde degradieren lassen. Der Versuch, ganz Köln in eine Art Massenhysterie gegen eine Partei des Verfassungsbogens zu versetzen, ist krachend gescheitert.

Dabei hatte die sogenannte „Zivilgesellschaft“ in großer Bandbreite zum Protest aufgerufen. Diese erschreckende Gleichschaltung in der Übereinstimmung im Hass gegen eine demokratische Partei ist es, die ich als „Konsensfaschismus“ bezeichne.
Bevor ich zu den einzelnen Akteuren komme, hier zunächst eine Übersicht der Aktionen, d. h. der unterschiedlichen Anti-AfD-Aktivitäten verschiedener Gruppierungen. Soweit nicht anders erwähnt bzw. verlinkt, folgt meine Darstellung dem Bericht „Übersicht der Demos während des AfD-Bundesparteitags“ des Portals Köln.de:

  1. Köln stellt sich quer“ (KSSQ) ist ein „Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen und linken Parteien„. Die Hauptorganisatoren waren, wenn man dem stramm linken ZEIT-Blog „Störungsmelder“ Glauben schenken darf, Jochen Ott von der SPD und Jörg Detjen von der Partei Die LINKE. Auf dieser sozusagen „offiziellen“ Demo sprachen auch die (parteilose) Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie Hannelore Kraft, SPD-Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. (Der ZEIT-Hetzerin Susanne Müller wäre es offenkundig lieber gewesen, wenn alle Gruppen zusammengearbeitet und mit vereinten Kräften den AfD-Bundesparteitag blockiert hätten: Hamburgs führendes Fischeinwickelpapier ist also offen verfassungsfeindlich und hat keine Skrupel, den Parteitag einer demokratischen Partei mit linksfaschistischem Terror zu verhindern.) Dieses Bündnis hat anscheinend keine eigene Webseite, wohl aber eine Facebook-Seite. Einige der 66 Bündnisgenossen sind dort namentlich aufgeführt: „Im Kölner Bündnis wirken regelmäßig mit: DGB Köln-Bonn, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, christliche, jüdische und muslimische Religionsgemeinschaften, AG Arsch huh, VVN-BdA, ver.di, IG Metall, Verein EL-DE-Haus u.v.a.„. Auf dieser Facebook-Seite wurde auch die Propagandameldung über die angeblich 30.000 Demonstrationsteilnehmer verbreitet.   Einen Anhaltspunkt für die wirkliche Teilnehmerzahl bei dieser Demo gibt eine Meldung des EXPRESS-Newstickers von 11.42 Uhr: „Rund 3000 Menschen ziehen vom Chlodwigplatz über die Severinstraße zum Heumarkt.“ Dass es sich dabei um die Demonstration „Köln stellt sich quer“ handeln muss, lässt sich aus der vorangegangenen Meldung erschließen: „11.29 Uhr: „Köln gegen Rechts“ zieht vom Heumarkt ab.“
  2. Köln gegen Rechts(KgR) marschierte und blockierte (bzw. versuchte das) den Zugang der Delegierten zum AfD-Parteitag unter dem Motto „Solidarität statt Hetze„. Dieses „Antifaschistische Aktionsbündnis“ hat eine eigene Webseite, und spezifisch für die Anti-AfD-Aktion eine weitere mit der URL „NoAfD„. Als Mitglieder sind auf der Seite „Köln gegen Rechts“ aufgeführt: AG CGN, Bündnis “Köln-Nord gegen Rechts”, Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU), Interventionistische Linke (iL) Köln, Kein Mensch ist illegal, Köln Alarm, Linksjugend [’solid] Köln, SDS Köln, SAV Köln, SDAJ Köln, SJD-Die Falken, KV Köln.
    Also allesamt obskure Grüppchen aus dem linksextremen Spektrum. Zur Teilnehmerzahl wird dort behauptet: „Nach den Blockaden formierte sich ein großer Demozug der Kampagne Solidarität statt Hetze. Die Demonstration startete mit 10.000 Teilnehmer/innen zu denen immer mehr Menschen, von den einzelnen Blockadepunkten dazu stießen, so dass der Demonstrationszug auf 15.000 Teilnehmer/innen anwuchs. Später gab es noch eine Demonstration mit einigen tausend Menschen vom Bündnis Köln stellt sich Quer und eine Protestaktion der Karnevalsgesellschaften im Grüngürtel, ebenfalls mit tausenden Teilnehmer/innen.“ Abgesehen davon, dass selbst 15.000 Teilnehmer deutlich weniger wären als die von der ZEIT-Journalisten bejubelten 20.000, war die tatsächliche Teilnehmerzahl um Lichtjahre von solchen Werten entfernt. Das erkennt man auf den ersten Blick, wenn man sich die Fotos anschaut, die auf der Homepage der Linkskämpfer eingestellt sind. Der EXPRESS-Liveticker nennt (ebenso wie der des KStA) für verschiedene (frühe) Uhrzeiten und Ausgangspunkte der Sternmärsche Zahlen im niedrigen hunderter-Bereich. Auch wenn man vermuten darf, dass die Teilnehmerzahlen im Laufe des Vormittages gestiegen sind, dürften es selbst in Spitzenzeiten allenfalls 1.000 – 2.000 gewesen sein.   Kernanliegen dieser Veranstaltung war ja die Blockade des Maritim-Hotels, um den AfD-Parteitagsdelegierten das Betreten zu verwehren. Doch sogar dort war die Beteiligung dünn, wie man aus den Fotos etwa in der Kölnischen Rundschau und aus deren Meldung für 9.30 Uhr ersehen kann (meine Hervorhebung): „Rund um das Maritim sind [nur!] Hunderte Demonstranten aufgezogen.“      Beim KStA erfährt man: „9.50 Uhr: Auf dem Heumarkt befinden sich derzeit 1000, allerhöchstens 1500 Personen.“ Hier handelt es sich offenbar um die Demonstranten von „Köln gegen Rechts„, die nach Beendigung ihrer Blockadeversuche (nachdem die AfD-Delegierten sämtlich zur Tagungsstätte gelangt waren) zur Demonstration am direkt neben dem Hotel gelegenen Heumarkt marschiert waren.      Noch weit darunter liegt eine Zahlenangabe für etwa den gleichen Zeitpunkt in der Kölnischen Rundschau: „10 Uhr: Auf dem Heumarkt läuft die Demonstration „Solidarität statt Hetze“. Aktuell spielen hier Bands vor rund 400 Menschen„. Peinlich für die Lügenbolde von KgR ist diese Meldung der Kölnischen Rundschau (meine Hervorhebung): „12.35 Uhr: Eine Organisatorin von „Köln gegen rechts“ spricht von 7000 Menschen auf Heumarkt.“ Selbst wenn in der Zeit seit 10.00 h noch Einige zur Kundgebung gekommen sein sollten, ist die Teilnehmerzahl von 7.000 ganz offensichtlich drastisch überhöht. Immerhin aber beweist diese Angabe aus deren eigenen Reihen, dass die KgR-Veranstalter die Teilnehmerzahlen bei ihren späteren Pressemitteilungen noch weitaus dreister in die Höhe gelogen haben.   Ebenso zeigen die Fotos, etwa im Liveticker der Kölnischen Rundschau, speziell für die KgR-Demo nur einige verlorene Häuflein. (Und auch die Bilder für die KSSQ-Demo lassen auf eine Teilnehmerzahl im niedrigen Tausenderbereich schließen.)
  3. Kölner Karnevalisten: „Das Festkomitee Kölner Karneval veranstaltet zusammen mit Kölner Karnevalsgesellschaften und Kölner Bands von 14 bis 17 Uhr eine „Kundgebung für Vielfalt und Toleranz“ im Inneren Grüngürtel.“   Über die Teilnehmerzahl berichtet der EXPRESS-Liveticker: „14.54 Uhr: Statt der erwarteten 30.000 sind allerdings laut Polizei nur 5500 Menschen zu „Mir all sin Kölle“ gekommen.“   Newsticker der Kölnischen Rundschau (meine Hervorhebungen): „15.13 Uhr: Die Lage ist weiterhin ruhig und friedlich. Die Musik spielt nun vorwiegend im Grüngürtel, wo die Karnevalisten zu einem netten Beisammensein mit kölscher Musik aufgerufen haben. Auch Henriette Reker ist nun auf dem Weg zu den Karnevalisten, nachdem sie zuvor noch Interviews im Rathaus gegeben hatte. Vielleicht folgen ihr noch ein paar Leute dorthin, denn noch ist es sehr ruhig bei „Mir all sin Kölle“. Erwartet wurden 30.000 Besucher, doch bislang sind erst etwa ein Fünftel davon erreicht.“   Etwas später heißt es dort allerdings: „16.17 Uhr: Bei „Mir all sin Kölle“ am Grüngürtel ändert sich das Bild. Nun sieht man keine leeren Wiesen mehr, sondern viele fröhliche Gesichter. Viele kommen von den inzwischen beendeten Demonstrationen in der Innenstadt. Unser Reporter vor Ort schätzt, dass inzwischen an die 15.000 Menschen gekommen sein dürften.“ (Der Kölner Stadtanzeiger schreibt unter 17.10 h (meine Hervorhebungen): „Immer mehr Leute sind zum Grüngürtel gekommen. Schätzungsweise 10.000 Menschen feiern die Songs von den Brings. Die politische Aktion gerät in den Hintergrund.“   Gegen den Schluss der Veranstaltung (16.50 h) schreibt das Portal report-K (meine Hervorhebung): „Das Festkomitee Kölner Karneval hatte heute zu einer politischen Kundgebung am Kölner Grüngürtel gerufen und viele kamen, auch wenn die erhofften Massen ausblieben. An der Veranstaltungen beteiligten sich nicht nur alle Karnevalsgesellschaften, sondern auch Musiker und Redner aus dem Kölner Karneval …..“.
  4. Karnevalsverein KG Ponyhof e.V.: „Unter dem Motto „Bunt statt Bla“ findet eine Kundgebung sowie eine Demonstration der KG Ponyhof statt.“ Über die Teilnehmerzahl berichtet der Newsticker des „Express„: „11.08 Uhr: Am Chlodwigplatz schallt der „Stammbaum“ von den Bläck Fööss und „Freiheit“ von Westernhagen aus den Lautsprechern – rund 500 Menschen füllen das Motto „Bunt statt Bla“ mit Leben. Das Publikum ist gemischt, viele Studenten und Familien mit Kindern wollen sich auf den Weg Richtung Heumarkt machen.“ Der 2. Satz zeigt, dass man die auf unterschiedliche Zeitpunkte bezogenen Teilnehmerzahlen der einzelnen Demos keinesfalls einfach addieren darf.   Auf eine weit unter den Erwartungen liegende Teilnehmerzahl lässt auch folgende Meldung aus dem Liveticker des Kölner Stadtanzeigers KStA) schließen: „11.45 Uhr: Die kölschen Musiker sind am Heumarkt. Die „Arsch huh“-Allstars spielen gleich das Stammbaum-Lied. ‚Hoffentlich kommen noch mehr Leute, da muss noch was passieren‘, sagt Stephan Brings.“     Andererseits meldet der KStA für 12.20 Uhr: „Die Demo “Bunt statt Bla“ ist gerade am Waidmarkt angekommen. Der Zug hat ein unerwartet großes Ausmaß angenommen. Veranstalter Daniel Rabe schätzt 7500 Teilnehmer (Polizei spricht von rund 3000) und gibt sich zufrieden mit dem friedlichen Verlauf bisher: “Es mir genau so, wie wir es gewünscht haben. Es ist friedlich und familienfreundlich.“ Die Demo wird sich – am Heumarkt angekommen – der Kundgebung “Köln stellt sich quer“ anschließen.“ Aber zu dieser Uhrzeit mag es Überschneidungen mit anderen Demonstrationsteilnehmern gegeben haben.
  5. Fraueninitiative „Frauen in Bunt: „Die Fraueninitiative „Frauen in Bunt“ bildet von 9 bis 18 Uhr eine Menschenkette um das Maritim-Hotel.“ Bei dieser „Menschenkette“ war der Wunsch der Vater des Gedankens; in diesem Newsticker liest man für 10.03 Uhr: „Rund 30 ‚Frauen in bunt‘ haben sich auf dem Heumarkt versammelt, um gegen die AfD zu protestieren.“   Und beim KStA: „9.35 Uhr: Rund 30 Frauen haben sich bei „Frauen in Bunt“ eingefunden. Die feministische Initiative will mit einer Frauenkette die Absperrungen um das Maritim besetzen. Noch wird das eine recht kurze Kette.“ (Die sich, vgl. „EXPRESS“, in der folgenden halben Stunde offenbar auch nicht verlängert hat.)
  6. Aktion und Festival: „Kein Kölsch für Nazis: „Kölns Kneipen und Clubs machen sich stark: unter dem Motto „Kein Kölsch für Nazi“ schließen sich über 150 Locations zusammen und setzen ein Zeichen gegen Rassismus und für ein weltoffenes Köln.“

Wie auch bei anderen Anlässen hatten sich u. a. folgende Bereiche der Gesellschaft verbündet, um den Parteitag einer demokratischen Partei zu verhindern bzw. zu behindern:

An erster Stelle nenne ich die
Kirchen,
denn deren Verlogenheit bei ihren konsensfaschistischen Politaktivitäten sticht aufgrund ihres moralischen Anspruchs natürlich ganz besonders ins Augen – und ist auch schwerlich zu überbieten.
Der Marschbefehl der Schwarzkittel lautete: „Unser Kreuz hat keine Haken„. Dieses Motto, für das es eine eigene Webseite gibt, wurde nicht speziell für Aktivitäten gegen den Kölner AfD-Bundesparteitag entwickelt, sondern war bereits lange vorher für Proteste gegen Neonaziaufmärsche in Niedersachsen in Gebrauch. Mit der Verwendung gegen die AfD verleumdet Gottes schwarzviolettes (also katholisches und evangelisches) Konglomerat klerikaler AfD-Hasser die Mitglieder der Alternative für Deutschland als Nazis und betritt damit eine neue Eskalationsstufe in der Hetze der Amtskirchen gegen demokratische Parteien.
Die AfD-Hasser-Klerisei scheint beim rheinischen Landsmann Joseph Goebbels in die Schule gegangen zu sein, wenn sie ihre Dämonisierung der AfD so begründet: „Es gehe darum, unmissverständlich klar zu machen, dass Hass und Intoleranz kein Mittel in der politischen Auseinandersetzung sein dürften, sagte der katholische Stadtdechant von Köln, Robert Kleine am Mittwoch. ‚Aufgrund unseres Glaubens treten wir ein für Nächstenliebe, Toleranz und ein solidarisches Miteinander‘.“
Der Klerus kämpft mit Hass und Intoleranz gegen die AfD für Nächstenliebe und Toleranz? Unverfrorener hätte der Jupp (Goebbels) auch nicht lügen können!
Immerhin trifft die Feststellung der Kirchen zu, dass deren Kreuze keine Haken haben. Hätten sie welche, dann wären sie dem katholischen Kardinal und Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx und Heinrich Bedford-Strohm, bayerischer Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, nicht so leicht von der Wäsche abgegangen, als sie den islamisch verwalteten Tempelberg in Jerusalem besuchten. Zu diesem Vorgang verweise ich beispielhaft auf die scharfe Kritik von Michael Wolffsohn sowie Jan Fleischhauer. Auch die Neue Zürcher Zeitung fragte in diesem Zusammenhang kritisch:
Was wäre, wenn die Rücknahme des Eigenen Schule machte und als Modell für die Koexistenz der Religionen in Deutschland empfohlen würde? Gerade Marx und Bedford-Strohm sind vernehmbar für eine Migrationspolitik der offenen Arme eingetreten und stehen hier in besonderer Verantwortung. Schon jetzt gibt es Kliniken in kirchlicher Trägerschaft, welche die Kreuze in den Krankenzimmern abhängen, wenn muslimische Patienten kommen. Natürlich kann man darin einen noblen Akt der Rücksichtnahme sehen, andersgläubigen Patienten den Blick auf das Kreuz zu ersparen. Aber nicht minder zeigt sich darin eine vorauseilende Selbstrelativierung, die Andersgläubigen gegenüber gar nicht mehr für das Eigene einsteht.“
Weiter schrieb der Kommentator:
Warum besuchen kirchliche Würdenträger, die eine ökumenische Pilgerreise ins Heilige Land unternehmen, die Heiligtümer des Islams, wenn sie dies nur um den Preis eines Verzichts auf das Kreuz tun können? Und müssen sie den Gastgebern Folge leisten, wenn diese von ihnen verlangen, das Symbol ihrer religiösen Identität abzulegen? Und wenn sie es tun, warum lassen sie sich dann ohne Kreuz Schulter an Schulter mit Scheich Omar Awadallah Kiswani fotografieren? Mit dem Scheich, der sie zwar durch Heiligtümer geführt hat, zu denen Nichtmoslems gewöhnlich keinen Zutritt haben, der aber zugleich ein offizieller Vertreter jener arabischen Stiftung ist, welche die jüdische Vorgeschichte des Tempelbergs ausdrücklich abstreitet?
Die vielstimmige Kritik zeigt, dass es zu einer Rollenkonfusion gekommen ist. Die kirchlichen Würdenträger haben sich durch das Ablegen des Pektorale – des Brustkreuzes – symbolisch selbst amputiert
.“
Aber gegen die AfD zu hetzen (ich verlinke hier nur jeweils ein Beispiel für Bedford-Strohm und Marx, sowie für die deutschen katholischen Bischöfe insgesamt): Dazu haben diese Feiglinge, die ihren eigenen Gott umstandslos verraten, der  doch (nach deren eigener Sichtweise) sein Leben für sie am Kreuz hingegeben hat: So viel „Mut“ hat der Amtsklerus allemal: Weiß er sich doch wunderbar geborgen in der Lemmingsherde des deutschen Konsensfaschismus!
Sicher: Insbesondere die evangelische Kirche lebt unter dem Trauma der exzessiven Kollaboration mit den Nazis im Dritten Reich. Sie übersieht bei ihrer heutigen Agitation gegen die AfD allerdings die historische Konstante ihres Verhaltens, nämlich immer auf der Seite der Machthaber zu stehen. Womit sie in einer ebenso langen wie schlechten Tradition steht: Beginnend mit Martin Luthers Tiraden gegen die „räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern“ im Bauernkrieg, fortgesetzt mit dem sog. „Bündnis von Thron und Altar“ im Absolutismus und noch bis zum Ende des Kaiserreiches – und schließlich der Kollaboration der „Deutschen Christen“ mit dem Naziregime hat sie sich immer auf der Seite der Mächtigen aufgehalten.
Das gilt, in anderer Weise, auch für die katholische Kirche. Die hat zwar, wegen ihres Allmachtsanspruches, auch öfter mal gegen die jeweilig Herrschenden gekämpft. Aber auf der Seite des Volkes stand sie dabei nie, sondern, wenn es drauf ankam, letztlich doch stets auf der Seite der herrschenden Ordnung und der gesellschaftlich Mächtigen. (Vgl. zuletzt das Vorgehen des Vatikans gegen die Befreiungstheologie in Südamerika.)

Immerhin gab es auch deutliche Kritik am parteipolitischen Engagement der Kölner Berufschristen. Unter der Überschrift „Protest gegen AfD. Haken mit Kreuz“ kommentierte Reinhard Müller am 20.04.2017 in der FAZ: „Ja, zu Hass und Gewalt sollte auch der Kirche etwas einfallen. Und es gibt unsägliche Äußerungen von Funktionären der AfD. Die Kirchen sind aber weder der Verfassungsschutz, der auch AfD-Politiker im Visier hat, noch politische Parteien noch öffentliche Hygieneanstalten. ….. Sie sollten jedenfalls neben ihrer beliebigen wie kostenlosen Kirchentagsrhetorik auch dann Stellung nehmen, wenn ihr eigenes Feld betroffen ist. Wo ist die Stimme der Kirchen, wenn in Moscheen zum Heiligen Krieg aufgerufen wird? Über den militanten Islam wollen Christen lieber nicht sprechen …..“.

Jüdische Synagogen-Gemeinde Köln
Sollte der AfD nicht abgesagt werden, werde die Synagogen-Gemeinde die Geschäftsbeziehungen mit der Hotel-Kette „kritisch überdenken„.
Die deutschen Juden sollten sich Gedanken darüber machen, wie viele Moslems in Deutschland für sie selber zuträglich sind.
Anstatt gegen jene zu hetzen, welche die Massenimmiggression stoppen wollen.

Karnevalisten
Angeführt vom Leichenbestatter Christoph Kuckelkorn (Wikipedia), dem frisch gewählten Präsidenten des „Festkomitee Kölner Karneval„, beschränkten die Karnevalisten ihren parteipolitischen Aktivismus der Karnevalisten nicht darauf, eine Agitprop-Veranstaltung gegen die AfD (wenngleich räumlich weit von deren Versammlungsort entfernt) zu organisieren. Vielmehr haben sich die organisierten Narren nicht entblödet, eine eigentlich geheiligte Tradition des Kölner Karnevals über die Wupper zu schicken: „Für diesen Tag hat das FK das Litewka- und Uniform-Verbot außerhalb der Session aufgehoben.“

Stolz prahlen die Kölner Jecken: „Den Hut des Kölner Bauern zieren 125 Pfauenfedern, die Quersumme aus 125 ist acht und eine liegende acht ist das Symbol für Unendlichkeit in diesem Sinne der Stadt Köln, die sich ihre Eigenart nicht nehmen lässt.“
Dummer Weise ist die 8 als achter Buchstabe im Alphabet das Symbol sowohl für „Heil“ wie für „Hitler“ (vgl. hier unter „1488„). Und wenn Neonazis meinen Text lesen, verwenden sie anstatt der acht vielleicht zukünftig die 125. 😉 : Dann wären die Kölner Jecken und die braunen Narren noch etwas näher beieinander.
Aber es passt schon, wenn das Festkomitee Kölner Karneval als Symbol für die Initiative die Figur des Kölner Bauern präsentiert: Dumm wie Bauern (im mittelalterlichen Sinne; mit den heutigen Landwirten hat mein Vergleich nichts zu tun!) sind diejenigen allemal, die Volksfeste für den Karneval zu Politveranstaltungen umfunktionieren.
So extrem, wie jetzt mit ihrer Anti-AfD-Veranstaltung hat sich der Kölner Karneval anscheinend nicht einmal unter den Nazis für politische Zwecke einspannen lassen. Ganz im Gegenteil haben die Nazis das nicht einmal angestrebt:“Die Fastnacht gehörte zum Staatsprogramm „Kraft durch Freude“, sie sollte frei sein von jeglicher Politik. Dieses Gefühl wollten die NS-Obernarren dem feiernden Volk jedenfalls vermitteln. Für die tollen Tage eliminierten sie ihre Symbole aus dem Straßenbild.“
Und beim Wikipedia-Stichwort „Fasching während des Nationalsozialismus“ ist zu lesen: Kritisches und NS-Kult sollten mit dem Karneval nicht in Verbindung gebracht werden; Hitlerjugend und BDM beispielsweise durften an den meisten Orten nicht in Uniform an den Festzügen teilnehmen. Aber echten Mut zum Widerstand hatte damals nur ein einziger Spaßmacher.
Über die anderen berichtete die Süddeutsche Zeitung 2011 (meine Hervorhebung): „Köln liebt das Feiern, und es liebte den Braunauer. Hitler selbst wunderte sich in einem seiner Tischgespräche über die „sehr liebenswürdigen“ Bewohner dieser Stadt: Sie hätten jedes Mal vor Freude geschunkelt, wenn er auf den Balkon des Domhotels getreten sei. ….. Der Kölner Karneval, der „Fastelovend“, hat schon immer erstaunlich simultan zum Zeitgeist pulsiert. Heute gilt die Stadt als Bastion libertinären Lebens: Im Refrain einer Schwulenhymne wird sie unter Berufung auf Attribute wie „beschaulich und rasant“, „klerikal und tolerant“, „verwegen und schrill“ und auf den Leitsatz, wonach „ein jeder Jeck anders sein“ dürfe, als der „geilste Arsch der Welt“ besungen. Vor 75 Jahren boten die Stadt und ihr berühmter Karneval den braunsten Spaß der Welt. Und weil seither ein Geist der Verdrängung herrschte in Köln, war der Faschingsfaschismus tabu. Es hat ….. bis zum Jahr 2011 gedauert, ehe Köln als Kommune die NS-Vergangenheit ihres Karnevals aufarbeitet [in Gestalt einer entsprechenden Ausstellung].
Nachdem der Kölner Karneval mit der damaligen Exposition nun endgültig entnazifiziert ist, schalten die Narren gleich auf Plansoll-Übererfüllung um – und missbrauchen den Volksbrauch hemmungslos gegen eine demokratische Partei.
Immerhin kann man auch darin eine Konstante erblicken: Dass der Kölner Karneval immer auf der Seite des jeweiligen Regimes steht – gerne auch gegen den Geist der Demokratie.
Und „bunt“ machten und mochten die Machthaber ihr Köln schon damals (SZ):
„Nazis kontrollierten nun bei aller Vorgaukelung größtmöglicher Narrenfreiheit ebenso konsequent wie unauffällig, um den Karnevalisten die gute Unterhaltung nicht zu verderben, und sie hoben die sozialen Schranken auf – es gab bei den Karnevalssessionen keine kleinen Leute und Großkopferten mehr. Über „ein kunterbuntes Durcheinander von Volksgenossen aller Schichten und Stände“ ….. berichtete der Westdeutsche Beobachter. ….. Das Kölsche Führerprinzip funktionierte suggestiv: Es regierte offiziell Prinz Karneval, die Nazis waren es sogar, die zum ersten Mal eine Prinzenproklamation „durchführten“, wie sie es nannten. Bis heute zählt sie zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen der Stadt. Doch selbstredend zappelte Prinz Karneval, der personelle und vor allem der ideelle Fürst der Fastnacht, wie eine Marionette an den Fäden von NS-Funktionären.“
An der Strippenzieherei der Politik hinter den Kulissen des Kölner Karnevals hat sich bis heute nichts geändert. Denn sicher nicht zufällig fällt die Anti-AfD-Aktivität in ein Wahljahr, und die Panik der Blockparteien muss groß sein, wenn die Karnevalisten sogar das Uniformverbot aufheben, um nur ja genügend Jecken für ihre parteilichen Zwecke zusammen zu bekommen.
Doch selbst ein Massenaufgebot lokaler Künstler (lt. Veranstaltungsprogramm u. a. Bläck Fööss, Höhner, Paveier, Brings, Kasalla, Cat Ballou, Räuber, Miljö, Fiasko, Björn Heuser, Rockemarieche, Domstürmer, Micky Brühl Band, J.P. Weber, Funky Marys, Boore, Die Cöllner, Kuhl un de Gäng) konnte das Volk nicht dazu verführen, die eigene Demokratie zu demontieren.Es half auch nichts, dass Kirchen- und sonstige Religionsbonzen ebenfalls antanzten:
Durch den Nachmittag führt WDR-Moderatorin Bettina Böttinger. Sie wird nicht nur mit Künstlern und Karnevalisten das Gespräch suchen, sondern auch vier Vertreter der großen Religionen begrüßen: Stadtdechant Msg. Robert Kleine der Katholischen Kirche sowie Stadtsuperintendent Rolf Domning der Evangelischen Kirche haben ihre Teilnahme zugesagt, ebenso wie Islamwissenschaftlerin Rabea Müller und Hannelore Bartscherer, die für die Jüdische Gemeinde sprechen wird.“
Auch das letzte Aufgebot weiterer Künstler (Dave Davis, Mike Hehn oder Selda Akhan von der Immisitzung) sowie von Solidar-Narren aus drei weiteren Hochburgen des rheinischen Karnevals („Ebenso waren Vertreter des Comitee Düsseldorfer Carneval, des Festausschusses Bonner Karneval und des Festausschusses Aachener Karneval nach Köln gekommen„) rette die Veranstaltung nicht vor dem quantitativen Flop.Das Volk hat diese (Ver-)Führer offenbar gründlich satt. (Und das Antanzen, bzw. das angetanzt werden, sicherlich ebenso.)

Nicht vergessen wollen wir hier die Sponsoren der Kölner Polit-Narren (deren Kunden ihr Vertrauen zukünftig anderen schenken sollten):
Ein großer Dank des Festkomitee geht an seine Partner, ohne deren Unterstützung und Rückhalt die Organisation der Veranstaltung nicht möglich wäre. Zu den Unterstützern der Kundgebung zählen der 1. FC Köln, die Kölner Haie, RheinEnergie, müllermusic, eps GmbH, Gahrens+Battermann GmbH, ESE Eisenhuth, Malteser Köln, Five Entertainment, deutschewerbewelt GmbH, Zelte Späth, Die Feiermacher, AWB Köln, ToiToi Dixi, KOMPAKT B. GmbH, Deiters GmbH sowie die Partner-Kulturerbeträger des Rheinischen Karnevals der Comitee Düsseldorfer Carneval e.V., Festausschuss Bonner Karneval e.V. und FestAusschuss Aachener Karneval e.V..“
Immerhin: Dass die Toilettenfirma Dixi mit von der Partie war, das passt schon irgendwie zum Ergebnis dieser Veranstaltung – die ja doch irgendwie ins Klo gefallen ist.

Kulturschaffende
Die sogenannten Kulturschaffenden, die sich für politische Verkünder halten, weil sie irgendwelche Talente zur Unterhaltung des Publikums besitzen, fühlen sich offenbar ebenfalls der Tradition verpflichtet. Und agieren heutzutage, jedenfalls wenn es „gegen rechts“ geht, nicht weniger gleichgeschaltet wie zur Nazi- und Kommunistenzeit.

Medien
Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) wollte unter Beweis stellen, dass er „Lügenpresse“ kann. Denn wenn er in seiner Pressemitteilung vom 24.04.2017 behauptet (meine Hervorhebung): „Der DJV hatte ….. ein Café mitten im Tagungshotel Maritim angemietet und dort einen ganzen Tag lang ein „alternatives Pressezentrum“ eingerichtet. Kolleginnen und Kollegen, die willkürlich von der AfD-Veranstaltung ausgesperrt wurden, fanden hier eine Arbeitsmöglichkeit, und sie konnten mit Hilfe ihrer Gewerkschaft öffentlich über den Umgang mit ihnen berichten“ dann lügt er, was die angeblich ‚willkürliche Aussperrung‘ angeht. Dazu schreibt das AfD-Mitglied Dr. Klaus-Peter Krause (meine Hervorhebung): „Rund 1200 Journalisten haben sich angemeldet, ist aus dem AfD-Bundesvorstand zu hören. Das sind doppelt so viele als die rund 600 AfD-Mitglieder, die als Delegierte ihrer Landesverbände am Parteitag teilnehmen. Nur 300 Journalisten können zugelassen werden, denn für alle 1200 fehlt es im Tagungssaal des Kölner Maritim-Hotels an Platz.“
(Vgl. auch diese PM der Partei.)

Schulen
Nicht anders als einst unter den Nazis und später in der DDR unter den Kommunisten sind auch in unserer sogenannten Demokratie ALLE gesellschaftlichen Bereiche gleichgeschaltet. Heute allerdings nur in bestimmten zentralen Fragen, und nicht durch das Wirken einer Zentrale, sondern dank der Selbstorganisation unzähliger Knotenpunkte im Spinnennetz des linksgrün versifften Zeitgeistes. Das gilt auch (und gerade!) für das Erziehungswesen – wie man z. B. für den vorliegenden Zusammenhang hier beiläufig erfährt:
„… an Kölner Schulen debattiert wird, ob man im [Hotel] Maritim noch Abiturfeiern veranstalte ..…“

Sportvereine
Wie bei derartigen Machtstrukturen üblich, hat der deutsche Konsensfaschismus auch den Sport fest im Griff. So überrascht es nicht, wenn man im Newsticker des Kölner „Express“ für Freitag, 21.04.2017, 20.50 Uhr, liest:
Auch beim FC-Spiel war der AfD-Parteitag ein großes Thema. Der 1. FC Köln unterstützt die Botschaft „Mir all sin Kölle“ der friedlichen Kundgebung der Karnevalisten im Grüngürtel und machte dies am Freitagabend nochmal deutlich. Vor Anpfiff des Spiels gegen Hoffenheim stand das Wappen der Veranstaltung in Form einer mehrere Meter großen aufblasbaren Figur auf dem Rasen des Rheinenergie-Stadions. Und beim Warmlaufen trugen die FC-Stars Shirts mit dem Slogan.“
Und beim Kölner Stadtanzeiger (KStA):
11.25 Uhr: Fußballvereine gegen Rechts: Thomas, Jo und Klaus (v.l.n.r) aus Düren stehen am Chlodwigplatz. Sie setzen sich mit ihrer Initiative “Fußballvereine gegen Rechts“ gegen die AfD ein. Sie gestalten Schilder für Stadien und Fußballplätze, auf denen “Kein Platz für Rassismus und Gewalt“ steht. Über 900 Vereine, darunter 60 aus Köln und Region, haben schon eins aufgehängt, sagen sie. Außer dem 1. FC Köln. Weil die Stadt nicht mitmacht.“ (Offenbar gehört das Stadion der Stadt; und die zu parteipolitischer Neutralität Stadtverwaltung darf keinen Missbrauch städtischer Einrichtungen für parteipolitische Zwecke tolerieren.)
Ganz allgemein sollten wir uns beim Thema „Sport gegen Rechts“ immer an jenen Sportpolitiker aus den Reihen der GRÜNEN erinnern, der bei einer Olympiade Sippenhaft gegen die Freundin eines NPD-Anhängers exekutiert hatte: So weit ist die Demokratie im linksgrün versifften Nachkriegsdeutschland bereits wieder heruntergekommen, dass für den angeblichen „Kampf gegen Rechts“ skrupellos NS-Methoden angewendet werden.

Gewerkschaften:
Bei KSSQ waren lt. Facebook-Seite zumindest folgende Gewerkschaften dabei: DGB Köln-Bonn, ver.di und IG Metall – also (bis auf die GEW) die „üblichen Verdächtigen“.
Speziell die (in mancher Hinsicht: „Staatsgewerkschaft“) ver.di hat jüngst gezeigt, mit welchen Faschomethoden man dort gegen die AfD, bzw. gegen AfD-Mitglieder und Anhänger kämpft.

POLITIK:

CDU

hat, wie zu ihrer Ehre gesagt werden muss, sich allem Anschein nach NICHT an der konsensfaschistischen Zusammenrottung gegen die AfD beteiligt. Jedenfalls meldete der KStA am 08.04.2017: „Die CDU steht noch nicht auf der Liste der Unterstützer.“

FDP
Über die FDP-Teilnahme berichtete der KStA im Vorfeld am 08.04.2017: „Die FDP, die den Bündnisaufruf ebenfalls unterstützt, hat noch keinen Vertreter benannt.“ In dem sehr indirekten Bericht (er stützt sich weitgehend auf die FDP-Kritik eines Vertreter der Freien Wähler in Köln) von David Berger in seinem Blog „philosophia perennis“ vom 11.04.2017 lesen wir: „Für den ….. streitbaren Kommunalpolitiker Torsten Ilg (Freie Wähler), sind die geplanten Demonstrationen gegen den AfD-Parteitag im Kölner MARITIM-Hotel auch Ausdruck einer gewissen Hilflosigkeit der etablierten Parteien, die bis auf die Kölner CDU und die Freien Wähler ihre Teilnahme an der Demo zwar angekündigt haben, offiziell aber nicht so richtig genannt werden möchten.“
Die GRÜNEN
Waren dabei. Ihr Chef Cem Özdemir „warnte vor einer Rückkehr zum Nationalstaat„. Da es diesen aber immer noch gibt, kann man das wohl nur als Forderung nach Abschaffung des Nationalstaats deuten.

Die LINKE (also die Mauermörderpartei):
Lässt sich eine solche Gelegenheit nicht entgehen, um sich im angeblichen „Kampf gegen rechts“ als demokratische Partei zu tarnen.

SPD
Kurz vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen gedachte die Partei, und insbesondere deren Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, aus der Agitation gegen die AfD Honig zu saugen. Wenn man den Erfolg an der Besucherzahl festmachen will, dann ist ihr Plan krachend gescheitert.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker
….. verkaufte ihre respektlose Agitation gegen Toleranz für die AfD kackdreist als Einsatz für „… das Fundament unseres Zusammenlebens: Respekt, Toleranz, Vielfalt.“
Die Reker scheint das skrupellose Verbreiten von Propagandalügen, die schon in sich selber widersprüchlich sind, ebenfalls beim Rheinländer Jupp G. abgeschaut zu haben.

Die ZEIT, Deutschlands führendes Fischeinwickelpapier, führt auch in der Hetze gegen die AfD. Im ZEIT-Blog „Störungsmelder“ bringt Susanne Müller in ihrem bereits oben erwähnten Artikel „Bunte Proteste gegen die AfD in Köln“ folgende falschen bzw. irreführenden Meldungen:

  • Polizeipräsident Mathies hatte, im Kontrast zu seiner Verpflichtung zur politischen Neutralität, nichts unversucht gelassen, um die Beteiligung an demokratischen Protestformen gegen die in großen Teilen völkische AfD zu verhindern. Seine grotesken Gewaltszenarien waren als Einschüchterung gedacht.“ Derartige (typisch linksextremistische) Vorwürfe sind eine Unverschämtheit, angesichts der Erfahrungen, die die Ordnungskräfte mit den Bloccupy-Demos in Frankfurt (gegen die Europäische Zentralbank) und mit kriminellen Immigressoren an Silvester auf der Kölner Domplatte machen mussten.
  • Am Rheinufer in Höhe des Musical Domes ist einer der symbolischen Blockadepunkte: Die Delegierten der AfD sollen spüren, dass sie unerwünscht sind.“ Die Blockade war von der Absicht her alles andere als „symbolisch“. Dass sie faktisch unwirksam war, ist lediglich dem Eingreifen der Polizeikräfte zu verdanken.
  • Das gesamte Umfeld des Maritim ist großflächig abgesperrt. Es ist eine Scheinwelt, die sich die AfD aufgebaut hat.“ Eindeutige Lüge, denn nicht die AfD ist für die Absperrungen verantwortlich. Und wieso ein gut gesicherter Parteitag eine „Scheinwelt“ sein soll, versteht wohl nur eine Autorin, die in der Scheinwelt des deutschen Konsensfaschismus gefangen ist.
  • Mit dem Zwischentitel „AfD: Ausschluss der Presse“ macht die Autorin Stimmung gegen die AfD. Tatsächlich hatten sich über 1.000 Journalisten angemeldet (also mehr als die ca. 500 – 600 Delegierten!), jedoch konnten wegen der begrenzten Räumlichkeiten nur 300 zugelassen werden.
  • In der Innenstadt zieht sich ab 11 Uhr ein riesiger, nicht enden wollender Protestzug von wohl 20.000 Menschen von Solidarität statt Hetze durch die Stadt.“ Das ist mit Sicherheit weit überhöht.

Zur Auseinandersetzung zwischen KSSQ und KGR vgl. auch den Bericht der Kölnischen Rundschau „AfD-Parteitag in Köln: Streit unter AfD-Gegnern in Köln – Bündnis wehrt sich“ vom 21.03.2017.

Zusammenfassend darf man sagen: Bei einer Beteiligung von vielleicht zehntausend, im Höchstfalle fünfzehntausend Demonstranten war der Aufmarsch unzähliger Parteien, Massenorganisationen, Kirchen, Gruppen und Grüppchen gegen die AfD ein gigantischer Reinfall. Lediglich ein Fünftel, im Höchstfalle ein Drittel der erwarteten Teilnehmerzahlen haben sich realisiert. Und das

  • in einer Stadt mit über einer Million Einwohner
  • trotz massivsten Einsatzes von populären örtlichen Musikgruppen, mit denen man auch die politisch eher weniger interessierten Bevölkerungsteile anzulocken versuchte. (Dazu meint Klaus Kelle im Focus: „Kölsch wird auch in Strömen fließen, hoffentlich scheint die Sonne. Dann drehen die Kölschen richtig auf. So macht man das traditionell in der Rhein-Metropole. Karneval und Kölsch, da simma dabei – und kann hinterher behaupten, das Happening mit Saufen sei wieder ein eindrucksvoller Beleg des Engagements der Zivilgesellschaft gegen rechte Umtriebe gewesen.“)   Nun, das Wetter hat wohl nicht ganz so bereitwillig mitgespielt (zeitweise soll Nieselregen heruntergekommen sein); aber klar ist, dass die Veranstalter der Öffentlichkeit ein politisches Interesse der Besucher vortäuschen wollten, diese selber aber hauptsächlich mit musikalischer Unterhaltung anzuziehen hofften. Umso bemerkenswerter ist es, dass trotz der musikalischen Dauerbeschallung im Verhältnis doch recht wenige Teilnehmer aufmarschiert waren, bzw. sich hatten anlocken lassen,
  • obwohl zweifellos auch viele Menschen von auswärts angereist waren. Radikale waren sogar aus dem Ausland angereist. Bericht David Berger: „Viele aus dem Block können nur spanisch oder englisch sprechen. Den Parolenvorsagern rufen sie das Vorgesagte nach. Dazwischen erklingt deutsche Musik, die den Leidensweg der Linken besingt und irgendwas von Hitler. Wie und von wem finanziert die Spanier, Italiener und Schweden nach Köln gekommen sind, kann ich nicht herausfinden. Solchen Fragen weicht man aus.„)

Nach meinem Eindruck hat das Regime des deutschen Konsensfaschismus seinen Höhepunkt überschritten. Köln ist dafür nur EIN Indiz. Ein anderes, noch gravierenderes: Der eigentliche (qualitative, nicht quantitative) Kern des linksgrün versifften Konsensfaschismus, die GRÜNEN, sind (auch) als Partei auf dem absteigenden Ast. Ihre Umfragewerte werden mittlerweile auf höchstens noch 7% taxiert, so dass sogar ihr Einzug in die Parlamente fraglich geworden ist. Das Volk scheint zunehmend weniger bereit, sich vom herrschenden Blockflötenregime manipulieren zu lassen.
Die zeitgeistigen Konstellationen sind also günstig für die AfD: Nutzen wir unsere Chance!
Aber als ALTERNATIVE, d. h. ohne uns den Blockparteien an den Hals zu werfen!

Foto: Youtube/ Screenshot