Die „Welt“: Nicht Burka, aber auch nicht Springerstiefel!

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Die Welt - Medienkritik (Foto: Collage)

Es läuft wirklich immer nach dem selben Plan ab. Kaum häufen sich die Meldungen über brutale Übergriffe auf Frauen, Messerattacken, islamische Terroranschläge und andere Formen der Gewaltanwendungen gegen „Biodeutsche“, müssen die Staatsjournalisten dagegen steuern und die Gefahr von rechts wieder auf das Tablett bringen.

Dieses Mal ist es die „Welt“, die sich in diese Wahlkampf-Leitkultur-Debatte einschaltet, nach der nach der Bundestagwahl eh keiner mehr etwas wissen will. Dem Autoren Rainer Haubrich war es ganz wichtig, mal wieder den berühmt, berüchtigten Springerstiefel zu erwähnen, wo doch so viel von der Burka die Rede ist:

De Maizière sagt zu Recht, dass es bei aller ethnischen und religiösen Vielfalt in Deutschland einen Kernbestand an Werten gibt, die „unverhandelbar“ sind. Womit er eine Gegenposition bezieht zur Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), die in ihrem Eckpunktepapier zuletzt davon sprach, unser Zusammenleben müsse „täglich neu ausgehandelt werden“.

Etwas aber kommt zu kurz bei de Maizière. Auch sogenannte Biodeutsche bedrohen zunehmend unsere friedlich-freiheitliche Leitkultur, an beiden Rändern des politischen Spektrums. Die Zahl der rechten Straftaten ist zuletzt auf einen Rekordwert gestiegen, darunter fallen Hasskriminalität, Angriffe auf Migranten und Asylunterkünfte.

Es ist unerträglich, dass vor allem in Ostdeutschland Ausländer krankenhausreif geschlagen werden, nur weil sie fremdländisch aussehen, darunter Studenten, die unser Land als Fachkräfte und als weltweite Multiplikatoren dringend braucht – ganz im Gegensatz zu ihren Peinigern, die von „deutschen Werten“ faseln, aber nichts wissen von „Einigkeit und Recht und Freiheit“.

Wir sind nicht Burka. Wir sind aber auch nicht Springerstiefel.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article164158775/Wir-sind-nicht-Burka-Aber-auch-nicht-Springerstiefel.html

Seit wann können diese Vollpfosten in Springerstiefeln ernsthaft die Leitkultur bedrohen? Es ist außerdem doch viel unerträglicher, wenn vor allem in den Großstädten, Deutsche krankenhausreif geschlagen, in die Luft gesprengt, mit dem Messer aufgeschlitzt oder vergewaltigt werden, nur weil sie nicht fremdländisch aussehen – von Leuten die die westlichen, also auch die deutschen Werte hassen! Diese Bedrohung auf unsere „Leitkultur“ ist auf jeden Fall gewaltiger und gewalttätiger in seinen Ausmaßen, als der Terror von rechts.

Aber dieser Beitrag passt gut zu einer Meldung in der „Bild“:

In Niedersachsen nimmt eine Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ihre Arbeit auf. Das Projekt startet Anfang Mai, teilte das Justizministerium mit. Die Beratungsstelle hat zunächst ein Büro in Hannover, die Eröffnung eines weiteren in Oldenburg ist geplant….

http://www.bild.de/regional/aktuelles/niedersachsen/beratungsstelle-fuer-opfer-rechter-gewalt-51517546.bild.html?wtmc=fb.shr

Wie viel islamische Terroranschläge und Migrantengewalt brauchen wir eigentlich noch, bis unsere Journalisten mal ihren Kopf in eine andere Richtung drehen?

Wandere aus, solange es noch geht!
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