Ein Sieg Le Pens? Leider eher unwahrscheinlich! Ihre Zeit ist noch nicht gekommen

Der Traum ist groß. Die Hoffnung auch. Doch wie oft reichten Träume und Hoffnungen aus, um wirklich motivieren zu können, das Erträumte und Erhoffte auch zu erreichen?
Die erste große Traumblase wird wohl schon im Mai zerplatzen. Denn eines ist schon so gut wie sicher:
Le Pen wird die Wahl nicht gewinnen können. Weder die Eurokraten auf Wohlfühlposten, noch die französische Politikclique wird zulassen, dass die kranken Systeme EU oder Frankreich an Le Pen scheitern werden. Dazu stecken zu viele Billionen von Euros im politischen Sumpf fest und hängen zu viele Karrieren davon ab, als dass man tatenlos zugucken wird, wie der französische Wähler dieses Elend beendet.

Von Holm Teichert


Die beste und bisher wirksamste Abwehrwaffe gegen politische Konkurrenz aus dem rechten Lager ist nach wie vor die Nazikeule. Bezeichnend für Frankreich, wie auch für Deutschland, ist, dass es den Altparteien, den Gewerkschaften, den Medien und Kirchen noch immer gelingt, den Wählern das Angstgefühl zu vermitteln, dass die heutigen patriotischen und rechten Parteien FN und AfD die direkten Enkel Hitlers wären.
Was die Masse der Wähler aber noch immer nicht verstanden hat, ist, dass die Altparteien nicht aus Sorge um die Demokratie so massiv gegen AfD und FN schießen, sondern einfach aus dem egoistischen Bestreben heraus, die eigenen Machtstrukturen und Versorgungsposten zu sichern und zu erhalten.

Es geht natürlich keiner der Parteien darum, einen Rechtsruck zu verhindern. Keiner der Politiker hat wirklich Angst, dass Le Pen oder Petry plötzlich mit gegeltem Seitenscheitel und schmalen Oberlippenbärtchen vors Volk treten, um Reden im österreichischen Dialekt über das Nürnberger Zeppelinfeld zu schreien. Nein. Sie haben keine Angst vor den Rechten und einer Hasspolitik im Stile Hitlers. Sie haben ausschließlich Angst davor, dass die Rechten ihnen die jahrzehntelange fast schon garantierte Macht nehmen können. Denn die Altparteien wissen ganz genau, dass die Masse der Wähler sich längst an den rechten Parteien orientiert und sie sogar wählen würde, wenn es den Altparteien nicht mehr gelänge, sie mit der Nazikeule davon abzuhalten.


Der Wähler erkennt auch noch immer nicht, dass die Altparteien schon lange keine Ideen und Lösungen mehr für die überhand nehmenden und mittlerweile alles bestimmenden Krisen haben.


Ob Staatsverschuldung, die Asylantenflut und die damit einhergehende Explosion der Kriminalität oder Verdrängungskämpfe von Migranten gegen Einheimische in Paris und Bordeaux oder Hamburg und Duisburg, ob die nie wieder zu reparierende Staatsverschuldung der europäischen Länder oder die ständig steigende Arbeitslosigkeit, ob Alters- oder Kinderarmut. Die Altparteien haben die Kontrolle komplett verloren und konzentrieren sich nur noch ausschließlich darauf, die völlig gescheiterten Zustände wenigstens einigermaßen zu verwalten und durch hohle Sprechblasen den Eindruck zu verhindern, dass sie etwas mit diesen Problemen zu tun hätten.


Der Wähler erkennt aber auch nicht, dass die Parteien, je weniger sie auf Grund dieser ganzen massiven Probleme ihre eigene Politk als die einzig Wahre und Richtige verkaufen können, immer massiver die Nazikeule kreisen lassen. Das Nazigeschrei der Altparteien, Gewerkschaften, Medien und Kirchen ist der Versuch, das eigene politische Versagen zu übertünchen. Und je größer dieses Versagen wird, um so lauter und boshafter versuchen sie die Konkurrenz des rechten Lagers mit Naziparolen kleinzumachen.Da geht man auch schon mal seitens der Altparteien völlig undemokratisch dazu über, Kritiker mit Stinkefingern zu beleidigen oder Pegida-Demonstranten als Pack oder Mischpoke zu diffamieren.


Auch dass eine AfD ausgerechnet im Superwahljahr beginnt, sich selbst zu zerlegen und eine Le Pen von der Staatsanwaltschaft wegen getwitterter Fotos von Opfern des IS so erbittert verfolgt wird, als hätte sie die Opfer vor dem Posten selbst geköpft, führt bei keinem Wähler zu Verwunderung oder Unbehagen.
Wahrscheinlich wird die Summe der bisherigen Kampftaktiken gegen patriotische Parteien auch dieses Jahr wieder dazu führen, dass die FN keinen spürbaren Sieg einfahren wird und die AfD wohl nur im geringen Maße. Viel zu organisiert ist die Politikclique der Altparteien, wenn es darum geht, den Verlust der eigenen Macht und den damit einhergehenden Annehmlichkeiten zu verhindern.
Und dabei ist es ihnen auch egal, dass Frankreich und Deutschland krachend im Abgrund aufschlagen werden.
Noch geht ihre schmutzige Rechnung auf. Denn noch scheint des Wählers größte Angst nicht zu sein, irgendwann im Verdrängungskrieg mit denen, die noch nicht so lange hier leben, aufzuwachen, geköpft zu werden oder erleben zu müssen, wie die eigene Tochter auf einer Kölner SIlvesternacht vergewaltigt wurde, sondern als Nazi bezeichnet zu werden.
Solange der Wähler nicht wach wird, gilt der alte und weise Satz:
Wir werden solange keine besseren Politiker bekommen, wie wir keine besseren Wähler werden. Und dass sich ausgerechnet im liberalen und gemütlichen Frankreich durch bessere Wähler ein Trump-Effekt einstellen wird, ist leider mehr als unwahrscheinlich.

Foto: Screenshot/Youtube

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