Kardinal Marx ein Marxist oder eher ein Imperialist?

Wer in der „Frankfurter Rundschau“ einen Gastbeitrag veröffentlichen darf, gehört definitiv ins linksradikale Lager, wenn nicht gar zur Antifa. Von daher dürften sich die Marxisten über einen von ihnen gefreut haben, der in diesem Hetzblatt mal wieder richtig vom Leder ziehen konnte:

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat an die Europäer appelliert, trotz aller Herausforderungen nicht nur um sich selbst zu kreisen. „Die Europäer haben eine moralische Verantwortung für die Welt, für die ärmeren Länder, für die Bewahrung der Schöpfung und die Begrenzung des Klimawandels“, so Marx in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe). Die Rede von der Wertegemeinschaft bewähre sich gerade darin, welchen Beitrag sie dazu leiste, die Welt zu verbessern und „zu einer Kultur verantworteter Freiheit“ weltweit zu ermutigen.

Weiter fordert Marx, die EU müsse Antworten auf die aktuellen politischen Herausforderungen geben, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Dazu bedürfe es vor allem der Überwindung der nationalstaatlichen Gegensätze. „Angesichts der komplexen politischen Fragen unserer Zeit, die gleichermaßen komplexe Antworten erfordern, kann die Lösung jedenfalls nicht weniger Europa sein.“

Es sei wichtig, dass die Kirche einen Beitrag zum politischen Projekt der Versöhnung des Friedens und der Freiheit beisteuere, konstatiert der Chef der Bischofskonferenz und fragt: „Wäre also nicht doch das Wichtigste, was wir als Kirche in diese zum Teil verängstigte Gesellschaft einzubringen hätten, die Hoffnung?“ (dts)

Warum haben eigentlich Asien, Amerika und Australien keine moralische Verantwortung für die Welt, für die ärmeren Länder in Europa? Dazu lesen wir bei World Socialist Web Site:

Laut der Studie ist jeder vierte EU-Bürger von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Das sind insgesamt 118 Millionen Menschen. Der Anteil der Menschen, die arm sind, obwohl sie einen Vollzeitjob haben, ist im Jahr 2015 auf 7,8 Prozent gestiegen – ein Anstieg um 0,6 Prozent seit 2013, als ihr Anteil 7,2 Prozent betrug. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen im Niedriglohnbereich beschäftigt sind.

Diese Entwicklung gilt auch für Deutschland, das auf Rang 7 des Social Justice Index gelandet ist, obwohl es in der EU über die größte Wirtschaftskraft verfügt. Hier ist der Anteil der von Armut betroffenen Vollzeitbeschäftigten von 5,1 Prozent im Jahr 2009 auf 7,1 Prozent im Jahr 2015 gestiegen, eine Folge des riesigen Niedriglohnbereichs, der durch die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze der SPD/Grünen-Regierung von Gerhard Schröder und Joschka Fischer entstanden ist…

https://www.wsws.org/de/articles/2016/11/23/armu-n23.html

Und was Herr Marx heuchlerisch als „Hoffnung“ für die armen Menschen dieser Welt bezeichnet, lesen wir hier:

Der Sozialwissenschaftler Carsten Frerk untersuchte 2001 das Vermögen der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Nach seinen Berechnungen summierten sich Ende 2002 die Werte von Grundbesitz, Immobilien, Geldanlagen und Beteiligungen der katholischen Kirche und der zu ihr gehörenden Institutionen auf ein Vermögen von 270 Milliarden Euro. Die römisch-katholische Kirche sei mit 8250 km² Grundeigentum größter privater Grundbesitzer in Deutschland. Frerk führte im Jahr 2013 neue Berechnungen durch, nach denen sich das Vermögen der katholischen Kirche 2013 auf bis zu 200 Milliarden Euro belief. Haupteinnahmequellen der Kirche seien die Kirchensteuer, Vermögenserträge und Staatsleistungen.

Die Verlagsgruppe Weltbild gehörte zwölf katholischen Bistümern. Im Januar 2014 meldete die Weltbild-Verlagsgruppe Insolvenz an, weil diese die weitere Finanzierung verweigert hatten.

Das Vermögen des Bistums Paderborn betrug zum 25. Oktober 2016 4,16 Milliarden Euro; das Erzbistum Köln verfügt über 3,35 Milliarden Euro, das Bistum Limburg über 1,001 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2015 betrug das Vermögen der Erzdiözese München und Freising 5,5 Milliarden Euro...

https://de.wikipedia.org/wiki/Vermögen_der_römisch-katholischen_Kirche

Da wird in den 15 Jahren noch jede Menge Vermögen dazugekommen sein. Also lieber Herr Marx: Raus mit der Kohle, es gibt genügend arme Menschen. Außerdem: Wirf endlich Deinen Haustürschlüssel weg und schotte Dich nicht so ab. Ansonsten Klappe halten und Schäfchen zählen!

Foto: Metropolico.org/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...