Fuck Antifa: Uni Berkeley sperrt Ann Coulter aus

Vorgestern, am 27.4.2017, hätte die konservative Autorin Ann Coulter an der Uni Berkeley sprechen sollen. Nachdem die Uni sie ausgeladen hat, haben rechte Demonstranten das Recht auf Meinungsfreiheit durchgesetzt.

Von Collin McMahon

Seit den Unruhen im Februar ist die Uni Berkeley, einst Heimat der Free Speech Bewegung, zum Brennpunkt im Kampf gegen politisch korrekten Meinungsterror geworden. Immer wieder versuchen gewalttätige Antifas unter dem Motto By Any Means Necessary („mit allen notwendigen Mitteln“) die Meinungsfreiheit Konservativer zu beschneiden.

Nachdem die umstrittene Autorin Ann Coulter auf Einladung der Young America’s Foundation und Berkeley College Republicans sprechen sollte, hatte die Schule sie im letzten Moment aufgrund befürchteter Ausschreitungen ausgeladen und einen Alternativtermin während der Prüfungszeiten im Mai angeboten, wenn die meisten Studenten vermutlich pauken müssen, selbst wenn sie feministischen Ausdruckstanz studieren.

Stattdessen riefen also konservative Internet-Aktivisten Kyle Chapman (alias Based Stickman), Gavin McInnes, Faith Goldy und Lauren Southern zu einer „Fuck Antifa“ Veranstaltung auf.

Gavin McInnes las die Rede vor, die Ann Coulter hätte halten sollen:

„Ann wurde verbannt, weil sie angeblich ein rassistischer Nazi ist, weil sie Mexikaner hasst, weil sie ein Frauenfeind ist. So absurd ist diese Welt schon geworden, wo Milo Yiannopoulos, ein schwuler Ausländer, verbannt wird, weil er angeblich homophob und schwulenfeindlich ist. Wir haben jetzt die merkwürdige Situation, dass die Antifaschisten die wahren Faschisten sind und Frauen, Schwule und Minderheiten daran hindern wollen, ihre Meinung zu sagen. Das Schöne an den USA und der Meinungsfreiheit ist aber, dass solche Übertreibungen möglich sind. Es gibt ein Für und Wieder und man diskutiert drüber. Wenn jemand was Verrücktes sagt, dann diskutiert man bei einer Frage-Antwort-Session drüber, und dann wird das ausgebügelt.

Wo wäre denn ein guter Ort für so eine Frage-Antwort-Session, so einen Diskurs? Wie wär’s mit einer Universität? Wäre das nicht ein logischer Ort, um Ideen durchzudiskutieren? Ich kann mich noch erinnern, 2005 hat Larry Summers, der Präsident der Harvard University, gefragt ob es möglich ist, dass Frauen keine natürliche Disposition zu MINT-Fächern haben, ob das der Grund sein kann, warum sie in diesen Fächern nicht gut abschneiden. Das Publikum ist ausgeflippt. Er wurde sofort entlassen, weil er es gewagt hatte, diese Frage an einer Schule zu stellen, wo er der Präsident war. Daraufhin hat man Steven Pinker gefragt, ob das denn eine legitime Frage war, wenn sie mit genügend akademischer Sorgfalt untersucht würde. Pinker antwortete, dass jede Frage legitim sei, wenn sie mit genügend akademischer Sorgfalt untersucht wird. Das ist der Unterschied zwischen einer Uni und einer Madrassa. Aber unsere Unis werden jetzt scheinbar zu Madrassas.

 Linda Sarsour kann einen Vortrag an der CUNY halten, das ist kein Problem. Das ist eine Frau, die die Scharia einfordert, nach der Frauen halb soviel Stimmen haben wie ein Mann, der Ehemann seine Frau vergewaltigen oder prügeln darf. Sie darf natürlich sprechen. Ahmedinejad darf an der Columbia University sprechen, ein Holocaustleugner, der sagt, im Iran gibt es keine Homosexuellen – vermutlich weil er sie umgebracht hat.

 Aber Ann Coulter darf hier nicht sprechen, obwohl keiner ihrer Gegner je ein Wort aus ihren Büchern gelesen hat. Das ist ein lustiges Spiel, übrigens: Man fragt ihre Gegner genau welche Passage aus welchem Buch man ablehnt, und sie haben sie natürlich nie gelesen. Wenn man das Kapitel über (den mexikanischen Milliardär) Carlos Slim in ihrem Buch „In Trump We Trust“ nimmt, und Anarcho-Zeichen draufmacht, dann würde das als Punk-Hymne für die rebellische Jugend durchgehen. Sie ist nämlich eine der inspirierendsten, pro-westlichen, freiheitsliebendsten Autoren, die es gibt. Sie mag die Regierung nicht. Sie mag die New York Times nicht. Sie mag die Milliardäre nicht.

 Sie ist eine amerikanische Heldin. Aber sie darf hier heute nicht sprechen, weil sie öffentlich das ausspricht, was man am Stammtisch redet. Aber die Linken tun immer so, als verstünden sie die Ironie nicht. Sie sagt, „Unsere Schwarzen sind besser als ihre Schwarzen.“ Dann sagen die Linken, oh, sie meint, die Schwarzen wären ihre Leibeigenen. Nein, sie meint, konservative Schwarze sind von Natur aus intelligenter, weil sie sich ständig auf irgendwelchen Familienfesten rechtfertigen müssen.

 Als ich gehörte habe, dass ihr Vortrag abgesagt wurde, sagte ich mir, da muss ich hin. Das ist die amerikanische Art. Amerika lässt sich nicht unterkriegen. Amerika ist wie ein Unternehmer, oder ein Soldat, oder eine Frau, die ein Kind zur Welt bringt. Manchmal muss man etwas tun, was Scheiße ist. Dann will man manchmal sagen, „Ich bin raus, ich hab keinen Bock mehr.“ Aber es muss passieren. Das Baby muss zur Welt kommen. Wenn man einem Unternehmer sagt, die LKWs sind nicht gekommen, dann mietet er sich einen Anhänger und paukt es trotzdem durch. Deshalb bin ich hierher geflogen.

 Ann hat mir ihre Rede geschickt, Sie ist ein bisschen kontroverser als ich gehofft habe. Ich denke, wenn man in Berkeley spricht, sollte man nicht an den Rattenköttel-Metaphern sparen, aber das ist nur meine Meinung. Also, Ann wurde verraten, sie wurde zensiert. Man hat ihr die ganze rechtliche Verantwortung aufgebürdet. Jetzt ist sie bei mir. Ich bin froh die Verantwortung zu übernehmen. Wenn jemand heute verletzt wird, bin ich also schuld. Aber ich würde auch gerne kämpfen.

 Das ist noch so ein Punkt: Die Medien sagen, hier stehen sich Nazis und Anarchisten gegenüber. Nein, das sind Trump-Anhänger, die wie die Hälfte der Wähler den Präsidenten unterstützen, gegen durchgeknallte Neo-Marxisten, die ihre Veranstaltung verhinden wollen. Wir werden uns weiterhin für die Meinungsfreiheit einsetzen, egal wer was dagegen hat. Das ist nämlich das Wesen von Amerika. Der erste Verfassungszusatz kommt nicht umsonst an erster Stelle. Also, jetzt kommt die unglaublich kontroverse Rede von Ann Coulter:

 ‚Man sagt uns, als wäre das etwas Gutes, dass Migranten nur 15% mehr Sozialhilfe brauchen als Einheimische. Das ist, als wenn man sagt, nur 15% unseres Essens enthält Rattenköttel. Wir wollen aber gar keine Rattenköttel in unserem Essen. Die Tatsache, dass überhaupt Migranten auf Sozialhilfe angewiesen sind beweist, wir nehmen die falschen Migranten auf. Wir können ja schließlich aussuchen, wen wir haben wollen. Kein Einwanderer sollte auf Sozialhilfe angewiesen sein. Wir haben ja nicht mal genug Geld für unsere eigenen Armen, und jetzt sollen wir das Sozialamt der Welt sein? Mit welchem Geld?

 Der Grund, warum das Rassenthema in USA so sensibel ist, ist die Vergangenheit der Sklaverei und Diskriminierung in diesem Land. Aber was schulden wir diesen Migranten? Als Donald Trump vorgeschlagen hat, keine Einwanderer mehr ins Land zu lassen, deren Religion vorschreibt, uns zu töten, nannten die Medien ihn einen Rassisten. Aber es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Wir müssen überhaupt keinen von ihnen bei uns aufnehmen. Der Rest der Welt hat kein verfassungsmäßiges Recht, hierherzukommen. Seit den Attentaten von 9/11 haben wir 2 Millionen Muslime aufgenommen. Wir nehmen mehr Einwanderer aus der muslimischen Welt auf als aus Großbritannien. Wir nehmen mehr Einwanderer aus der muslimischen Welt auf, als vor 9/11.

 Aber scheinbar dürfen wir uns keine Meinung dazu erlauben, ob das eine gute Idee ist, weil der Sohn von Khizr Khan im Irak gestorben ist. Khan war der giftspeiende Moslem, der im Wahlkampf die Bühne ergriffen hat, um sich gegen Trump auszusprechen, weil Trump keine Angehörigen einer Religion aufnehmen will, die uns als Ungläubige betrachtet. Khans Sohn war einer von nur 14 Moslems, die im Irak oder Afghanistan für die USA gefallen sind.  Das ist übrigens auch die Anzahl US-Soldaten, die von muslimischen US-Soldaten getötet worden. Khan findet, es stehe Trump nicht zu, sich dazu eine Meinung zu erlauben, weil sein Sohn nicht im Irak gefallen ist. Wenn das so ist, dann sollten wir in Zukunft vielleicht nur noch Veteranen das Wahlrecht geben. Das finden die Demokraten dann plötzlich nicht mehr so toll.

 Wenn wir das Andenken an Khans Sohn ehren müssen, indem wir noch mehr Moslems ins Land lassen, so wie die Mörder seines Sohnes, was müssen wir noch alles tun, um diesem Vater eines Kriegshelden zu genügen? Vielleicht Homosexuelle von hohen Gebäuden stürzen? Müssen wir Frauen in Burkas stecken oder Juden töten, um das Andenken an Khans Sohn zu ehren? Anstatt Trump zu empfehlen, die Verfassung zu lesen, hätte Khan lieber die Scharia hochhalten sollen und den Amerikanern ihre Lektüre empfehlen sollen. Das wird nämlich unsere Zukunft sein, wenn wir weiterhin massenhaft Scharia-gläubige Moslems importieren.

 Diese Migranten kommen mit vielen Ansprüchen und vielen Vorwürfen zu uns. Was schulden wir diesen Leuten? Wenn ihr Vorwürfe habt, kümmert euch doch lieber zuhause um die Zuständigen. Wir schulden euch überhaupt nichts. Nach meiner Rechnung schulden die uns etwas.’

Das war die Rede, die Ann Coulter hier in Berkeley halten wollte, weshalb ihr Auftritt hier verboten wurde. Ich kann wirklich nichts faktisch Falsches daran erkennen.“ -Gavin McInnes

Die Young America’s Foundation und Berkeley College Republicans haben nun Klage gegen ihre Uni eingereicht. Der konservative Kommentator Milo Yiannopoulos hat eine Meinungsfreiheitswoche angekündigt, bei der alle politischen Richtungen zu Wort kommen sollen.

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump.

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