Warum Erdogan wirklich die Todesstrafe einführen will

Angeblich würde der Fürst der Finsternis, Erdogan ja eine rote Linie überschreiten, wenn er in seinem islamischen Reich die Todesstrafe (wieder?) einführen sollte. Das behaupten jedenfalls die weichgekochten EU-Strategen, um dann hintenrum weiter mit dem Islamdiktator zu verhandeln und ihm als „Demokratieunterstützung“ weiterhin europäische Steuergelder in den Rachen stopfen zu können. EU-Bosse gehen halt auch über Leichen, wenn es darum geht, ihr Imperium zu vergrößern.

Eine Friedhofssatire von Thomas Böhm

Aber es gibt auch ganz banale Gründe, warum Erdogan so gerne wieder Untertanen am Galgen baumeln sehen will. Und es geht ihm gar nicht so sehr um die renitenten Untertanen,  die er jetzt nach dem Referendum massenweise in die Knäste karren lässt. Es geht ihm – auch – um Wählerstimmen, wie wir aus einer Meldung von „n-tv“ erfahren:

Ob Recep Tayyip Erdogan mit seinem Referendum das Mandat für sein Präsidialsystem bekommen hat, ist umstritten. Es gibt eine lange Liste an Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. Beobachter ergänzen sie nun um eine Skurrilität.

In der Provinz Eyyübiye hat auch ein Mann mit dem Namenskürzel E.E. abgestimmt. Zumindest theoretisch. Praktisch ist E.E. Ende März gestorben. Als die Türken Mitte April über die Einführung eines Präsidialsystems abgestimmt haben, dürfte E.E. längst begraben gewesen sein…

http://www.n-tv.de/politik/In-der-Tuerkei-haben-auch-Tote-gewaehlt-article19812050.html

Sicherlich kein Einzelfall. Erdogans Schergen werden wahrscheinlich sämtliche Friedhöfe abgegrast haben, um so genügend Wählerstimmen zu seinen Gunsten einkassieren zu können.

Denn diese Wählerklientel passt ausgezeichnet in Erdogans Konzept, aus der Türkei einen faschistischen Islamstaat zu machen, denn nur tote Menschen sind folgsame Untertanen und glauben alles, was man ihnen vorsetzt. Sie machen den Mund nicht auf, sie demonstrieren nicht, nickten brav mit dem Kopf und machen an der richtigen Stelle ihr Kreuz, wenn man sie an Bindfäden aufzieht.

Nun muss man leider aber befürchten, dass Erdogan die Todesstrafe bei jedem seiner Widersacher anwendet, um sich die Macht auch „nachhaltig“ zu sichern. Und wir Europäer müssen aufpassen, dass Erdogan nicht anfängt, überall dort, wo seine Fans leben, islamische Selbstmordattentäter zu aktivieren, denn diese Todeskandidaten könnten für ihn in zweierlei Hinsicht wichtig sein. Zum einen unterstreichen sie mit ihren Untaten den Expansionswillen des Diktators, zum anderen sorgen sie als Leichen dafür, dass Erdogan immer wieder ausreichend Nachschub für seine Wählerschaft erhält.

Foto: Collage

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.