Die Toten Hosen bald als Kapelle des Bundeskanzleramts?

Foto: Alterna2 http://www.alterna2.com/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Schaut mal, was aus Punks wird, wenn sie zu oft und zu tief in den Achseln der Macht herumschnüffeln:

Campino, der Sänger der Band Die Toten Hosen, hat das Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel gelobt. „Würde jemand diesen Job zurzeit besser machen?“, sagte Campino der „Welt“. Der Rock-Sänger, der die CDU früher in Songs wie „Die Korruption, die Union“ kritisiert hatte, betonte, dass er Merkels Rolle nicht in einem „parteipolitischen Klein-Klein“ beurteile.

„Ich werde mich weder von der CDU noch von einer anderen Partei vereinnahmen lassen. Das habe ich nie gemacht. Ich werde den Teufel tun, das jetzt zu ändern“, sagte er der „Welt“.

Merkels Rolle beurteile er nach anderen Kriterien: „Dass die Bundesrepublik in wirren Zeiten wie diesen in vielen Ländern der Welt als letzte stabile Säule Europas wahrgenommen wird, das ist auch Merkels Verdienst.“ Die Europäische Union sei in einem sehr fragilen Zustand. „Es kann durchaus sein, dass sie zerfällt“, sagte Campino: „Ich empfinde, dass Frau Merkel in diesem Punkt gegenwärtig Ruhe und Besonnenheit ausstrahlt, sie versucht, die EU zusammenzuhalten. Ich kann nur hoffen, dass ihr das gelingt.“ Zum zwischenzeitlichen Umfragehoch des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz sagte Campino: „Ich glaube, dass sich der Hype um den Personenkult `Schulz` schnell legen wird.“ (dts)

So etwas hätte sich keine PR-Agentur für die Kanzlerin ausdenken können, aber es zeigt, wie tief die Gesellschaft mittlerweile gesunken ist.

Die Toten Hosen begehen Verrat an ihrer eigenen Geschichte!

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