Bundeswehrauslandseinsätze deutlich teurer als geplant

Foto: Bundeswehr-Panzer "Fuchs" (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Die Bundeswehr muss für ihre Auslandseinsätze deutlich mehr Geld ausgeben als eingeplant. Wie das Magazin Focus meldet, betrugen die Ausgaben für die Missionen in anderen Ländern im vergangenen Jahr 813,7 Millionen Euro. Das geht aus Zahlen des Bundesverteidigungsministeriums hervor.

Das sind 393,5 Millionen Euro mehr als ursprünglich im Verteidigungshaushalt für 2016 vorgesehen und 102 Millionen Euro mehr als zu Jahresbeginn 2016 kalkuliert. Gegenüber Focus kritisierte die Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag, Gesine Lötzsch (Die Linke), Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU): „Das Verteidigungsministerium täuscht das Parlament seit Jahren, was die Kosten der Auslandseinsätze betrifft. Die Ministerin muss endlich ehrliche Zahlen liefern.“

Das Verteidigungsministerium begründete die Zusatzausgaben durch die jüngeren Auslandseinsätze der Bundeswehr im Irak, Syrien und Mali. Zudem sei es zu einem „erheblichen unerwarteten Mehrbedarf“ für die logistische Abwicklung der abgelaufenen ISAF-Mission in Afghanistan gekommen.

Bleibt die Frage, woher das zusätzlich benötigte Geld kommt, aus welchem Ressort das abgesaugt wird? Bildung und Forschung?

Foto: Bundeswehr-Panzer „Fuchs“ (über dts Nachrichtenagentur)

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