JouWatch – Der Macher dahinter!

Wer JOUWATCH kennt/liest – und das sind inzwischen 3,5 Millionen!! – sollte auch wissen, wer JOUWATCH macht: THOMAS BÖHM!! Irgendwann, irgendwie verwandt mit dem karierten „Polonaise Blankenese“-Clown Gottlieb Wendehals, der bekanntlich auch Böhm heißt…

Von Peter Bartels

In diesem gelassenen Gespräch mit DAVID BERGER („Philosophia Perennis“ / auf ewig Philosoph, oder so) erfahren Sie viel über den Chefredakteur von JOUWATCH – taz, BZ, Ex-Schwulen-Stripper (nein, nein, der Mann ist längst verheiratet!!), Musikjournalist, jede Menge Bücher, seit dem 11.September 2011 Konservativer … richtig!! Wie täglich zu lesen ist.

Und darum wird er neuerdings ja auch „gejagt“, gerade zweimal kurzfristig sogar „stillgelegt“. Klar, bei 3,5 Millionen Lesern fängt der Mann an, Merkels Medienmeute das Fürchten zu lehren … Vielleicht ein zusätzlicher Grund, täglich JOUWATCH zu lesen. Zu helfen…

Hier ein Auszug aus dem Interview mit David Berger:

Lieber Herr Böhm, als Sie mich das erste mal angeschrieben haben, schaute ich bei „Wikipedia“ nach Ihrem Namen und dachte mir: Ups, ein Konservativer, vielleicht sogar ein Rechter ? . Dass der keine Schwierigkeiten damit hat, einen Gastbeitrag von einem Mann zu veröffentlichen, der ein Buch über seine Homosexualität geschrieben hat?

Das, was auf Wikipedia steht, würde ich nicht so ernst nehmen. Die Infos stammen schließlich nicht von mir, sondern wurden von irgendjemanden – ohne mein Wissen und Zutun – zusammengetragen. Von daher ist das eine subjektive Information und nicht von Belang.

Ich halte auch nicht viel von dieser politischen Verortung. Links-rechts: Das ist was für recherchefaule Journalisten. Ich betrachte mich eher als antifaschistisch-konservativen, christlichen, radikal-humanistischen Anarchisten.

boehm-axel-springerIch hatte auch noch nie „Probleme“ mit Schwulen. Im Gegenteil. Als ich 1975 von Hamburg nach Berlin gezogen bin, habe ich mein erstes Geld als Striptease-Tänzer in einer Schwulenbar am Nollendorfplatz verdient, war jahrelang in der Community zu Hause.

Das war eine aufregende und vor allen Dingen freie Zeit. Schwule waren in den 70er und 80er Jahren noch etwas Besonderes und noch nicht so politisiert wie heute. Außerdem haben sich die Linksträger damals noch zurückgehalten.

Mit dem „Striptease-Tänzer“ haben Sie jetzt aber alle Vorurteile kaputt gemacht, die für unsere politisch Korrekten so überlebenswichtig sind. Ich hoffe, der Rest Ihrer Biographie ist dann wenigstens eine Geschichte der „Blitzradikalisierung“ – hin zum bösen Konservativen?

boehm-technoIch war immer gerne dabei, wenn etwas Neues entstand, eine neue Bewegung ihren Anfang nahm. Das war Anfang der 80er Jahre bei der taz so, wo ich mein Handwerk lernen konnte, genauso wie dann etwas später auf der ersten Love-Parade in Berlin, als ich auf einem Wagen mitgehoppelt bin und dann 1989 nach dem Mauerfall, als ich mit dem Trabi von Ostberlin nach Bremen gefahren bin. Ich bin halt durch und durch ein Journalist, der seine Nase immer gerne dort hineinsteckt, wo es frisch riecht.

Von der taz zur BZ und dann zum Chefredakteur von JouWatch – Da ist ja schon eine Entwicklung absehbar. Wie kam‘s? Was waren die Auslöser?

Ursprünglich war ich Musikjournalist, das war ich bei der taz und dann auch bei der BZ. Zwischendurch habe ich noch für viele Magazine als freier Autor gearbeitet und jede Menge Bücher geschrieben.

Politisiert worden bin ich am 11.September 2001, als der islamische Terroranschlag die Welt erschütterte. Ich wurde an diesem Tag nach Kreuzberg geschickt, um „die Stimmung einzufangen.“ Ich traf auf viele moslemische Männer, die auf den Straßen gejubelt und getanzt haben. Das wollte ich dann auch so schreiben, doch das wurde mir von der Chefredaktion untersagt, „weil man die Moslems nicht schlechtmachen wollte“. Das waren dann sozusagen meine ersten erzwungenen Fake-News.

boehm-wahlkampfDas war der Auslöser, der mich dazu brachte, mich mit dem Islam zu beschäftigen. Es hat aber noch neun Jahre (von denen ich drei Jahre in Portugal verbracht habe) gedauert, bis ich mich auch als Journalist mit dem Islam auseinandergesetzt habe.

Da haben Sie dann das Feld betreten, bei dem man entweder lügen oder seine Karriere für beendet erklären muss.

Ja, das brachte wiederum ganz schnell berufliche Nachteile mit sich. Als ich Ende 2010 die Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT mitgründete und ehrenamtlich als Pressesprecher arbeitete, verlor ich als freier Journalist meine letzten Aufträge. Ich durfte dann nicht mal mehr Artikel über Hundeerziehung veröffentlichen.

Doch hat mir das nicht, wie von meinen Ex-Kollegen erhofft, das Genick gebrochen. Im Gegenteil, das hat mich eher motiviert. Und so habe ich dann 2012 das medienkritische Magazin JouWatch an den Start gebracht.

boehm-portugalNun hat sich über die letzten 5 Jahre JouWatch auf dem „Markt“ der liberalkonservativen Medien einen festen Platz ganz vorne mit erobert. Und immer mehr „Brüder“ und „Schwestern“ bekommen. Ist die Flüchtlingskrise, der Linksrutsch unseres Landes und das Versagen der großen Mainstreammedien, diesen Prozess kritisch zu begleiten, unser großer Vorteil?

So gut und wichtig ich es finde, dass ich mich mit anderen Magazinen wie zum Beispiel philosophia-perennis regelmäßig austausche, erkenne ich im Augenblick eher eine Krise der Gegenöffentlichkeit, da wir das Spiel „Teile und herrsche“ perfekt mitspielen.

Fast jeden Tag werden neue Blogs und Magazine ins Leben gerufen, wobei das Themenspektrum doch eher begrenzt ist und diese Zersplitterung die einzelnen Seiten eher schwächt.

Das heißt, dass sich immer mehr Organe der Gegenöffentlichkeit bis aufs Haar gleichen, Inhalte hin – und hergeschoben werden und wir damit genau das machen, was wir den Mainstream-Medien vorhalten: Einheitspresse.

PP ist ja sozusagen ein harmloser Neuzugang, aber sie gehören doch mit zu den entscheidenden Machern dieser Gegenöffentlichkeit. Warum haben sie dann nichts gegen diesen Zustand unternommen?

Ich habe schon einmal versucht, die Kräfte zu bündeln, bin aber an der Eitelkeit vieler Blogbetreiber gescheitert. Doch ich werde nicht aufgeben und es immer wieder versuchen, eine starke Gegen-Redaktion, die sich eher ergänzt statt permanent Kopien auszutauschen, zu entwickeln und erste Zusagen für die Gründung eines Kartells der Gegenöffentlichkeit bestätigen mich in meiner Absicht…

Weiterlesen: https://philosophia-perennis.com/2017/04/27/thomas-boehm/

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.