Ein offener Brief an die Bundeskanzlerin

Werte Frau Dr. Merkel!

Sie haben offenbar wieder einmal vergessen, die Globale Erwärmung einzuschalten. Wir schreiben Ende April (sind also bereits über einen Monat in den Frühling vorgestoßen, die Jahreszeit in der – wie es die Poesie so schön ausdrückt – „alles grünt und blüht“) und ich friere mir hier – mit Verlaub gesagt – den Arsch ab. Währen ich hier sitze und Ihnen schreibe, habe ich eine dicke Wolljacke an. Analoges widerfährt dem Kirschbaum in meinem Garten, der nur zögerlich (wenn überhaupt) blühen will, meinen Tulpen, meinen Hyazinthen – und generell all der Blütenpracht, welche man traditionell um diese Zeit bereits erwarten sollte.

Dürfte ich Sie bitten, Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit als Weltenlenkerin für einige kurze Augenblicke zu unterbrechen, um in ihren Schaltraum im Keller zu gehen und dort das Versäumte nachzuholen. Danke!

Ich möchte diese Bitte mit einer Empfehlung verbinden: Sollte sich die hier monierte Situation noch öfter wiederholen, könnte die Masse der „Menschen da draußen im Lande“ Ihre häufigen Verweise auf die Globale Erwärmung (sowie auf die damit verbundene zwingende Notwendigkeit finanzielle und sachliche Opfer zu bringen) mit der Zeit als Verarschung empfinden. Dies könnte wiederum zur Folge haben, dass auch die Publikumswirksamkeit diverser gegenwärtig tradierter Verarschungen auf anderen Gebieten leiden würde. Sie wissen schon : Wer einmal lügt …. Und das wäre doch „wenig hilfreich“ – oder?

Mit nochmaligem Dank für Ihr Entgegenkommen sowie der gebührenden Hochachtung (und mit  klammen Fingern) verabschiedet sich

Ihr Quo usque tandem

Foto: Autor

 

 

 

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