Ist Dunja Hayali eine Fake News Produzentin?

Foto: Von Ralf Roletschek (talk) - Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24057199  
Foto: Von Ralf Roletschek (talk) - Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24057199

Einige werden sich bestimmt noch daran erinnern, als die Fernsehmoderatorin Dunja Hayali sich für die armen Menschen dieser Welt gar mächtig ins Zeug legte. Die „faz“ gab ihr damals ein Forum:

 Dunja Hayali, Kind irakischer Auswanderer, hat sich für Flüchtlinge stark gemacht und gegen fremdenfeindliche Hetze gewandt. Sie lese alles, schrieb die ZDF-Moderatorin am Samstag auf ihrer Facebookseite, auch die persönlichen Diffamierungen, Beleidigungen und Pestmails. „Was mich jedoch im Innersten erschreckt, sind die Ja-Aber-Kommentare“, fuhr sie fort. „„Ich hab ja nichts gegen Flüchtlinge, aber…“ ABER WAS???“

Seien die Menschen gemeint, „die alles hinter sich gelassen haben, Haus, Job, Leben, Würde, Zukunft… Die Flüchtlinge, die im Meer versinken, in Lastwagen ersticken, vergewaltigt werden, weil sie von uns ein Taschengeld wollten? Asylschmarotzer?“ Hayali stellt klar: „Es gibt KEINE Asylschmarotzer. Das Asylrecht ist ein Menschenrecht.“…

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/moderatorin-dunja-hayali-setzt-sich-fuer-fluechtlinge-ein-13777295.html

Sicherlich gibt es hier und da Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, um hier zu arbeiten, aber bestimmt nicht alle, von daher ist der Spruch, es gäbe KEINE Asylschmarotzer ein wenig übertrieben. Der „Focus“ hatte dazu im Januar sogar Zahlen:

Fast 800.000 Menschen beantragten im vergangenen Jahr Asyl in Deutschland. Das ist fast doppelt so viel wie noch 2015. Der Anstieg schlägt sich auch in den Hartz-IV-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nieder.

  • Zahl Flüchtlinge, die Hartz IV erhalten, ist um 113 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen
  • Von den Flüchtlingen beziehen vor allem Syrer Hartz IV, dann Iraker und Afghanen…

http://www.focus.de/finanzen/news/zahl-der-syrer-versechsfacht-hartz-iv-analyse-die-fluechtlingskrise-hat-deutliche-spuren-hinterlassen_id_6491321.html

Und für die Zukunft sieht es auch nicht so rosig aus:

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, hat sich skeptisch über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt geäußert. „Die Wirtschaft ist grundsätzlich aufnahmebereit. Aber es ist mühsamer, als manche denken“, sagte Kempf den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die notwendige Sprachkenntnis zu erwerben sei „eher eine Frage von Jahren als von Monaten“. Und erst mit Deutschkenntnissen könnten Unternehmen den Flüchtlingen „durch Praktika und Einstiegsqualifizierungen den Beginn einer Ausbildung ermöglichen“. Kempf warnte davor, die Themen Asylrecht und gesteuerte Zuwanderung miteinander zu vermischen.

„Tatsächlich reicht die Qualifikation vieler Flüchtlinge nicht aus, um den Fachkräftemangel zu lindern“, sagte er. Der BDI-Präsident verwies auf Schätzungen von Arbeitsmarktforschern, wonach rund 50 Prozent der Flüchtlinge in den ersten fünf Jahren einen Job finden. (dts)

Und was machen die anderen 50 Prozent, Frau Hayali?

Aber es gibt noch ein anderes Problem, mit dem sich die TV-Tante nicht auseinandersetzt. Die „Welt“ schreibt:

…Spätestens seit der Gewalttat in Freiburg Ende 2016, bei der ein afghanischer Zuwanderer im Asylverfahren eine Studentin vergewaltigte und ermordete, steht diese Gruppe bundesweit besonders im Fokus. Und das nicht zu Unrecht. Denn die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 52,7 Prozent auf 174.438 gestiegen. Um einen Vergleich mit der übrigen Bevölkerung zu ermöglichen, sind Straftaten, die nur Zuwanderer begehen können, etwa die unerlaubte Einreise, schon herausgerechnet. Wie aus der PKS hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr insgesamt 616.230 ausländische Tatverdächtige. Die Zuwanderer haben daran einen überdurchschnittlich großen Anteil, nämlich mit 174.438 mehr als ein Viertel. Bedeutet das, Zuwanderer sind krimineller als Hiesige, länger hier lebende Ausländer inbegriffen?

Setzt man die Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer in Bezug zur tatverdächtigen Gesamtbevölkerung, stellen sie daran 8,6 Prozent. Das klingt wenig. Allerdings machen Zuwanderer, darunter auch solche, die bereits Ayl erhalten haben, höchstens zwei Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland aus. Und auf einigen Kriminalitätsfeldern fallen Zuwanderer besonders auf: So stellen sie beim Taschendiebstahl einen Anteil von 35,1 Prozent aller Tatverdächtigen. Bei den Delikten gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Vergewaltigung und sexuelle Nötigung sind es jeweils 14,9 Prozent. Und bei Wohnungseinbrüchen 11,3 Prozent…

https://www.welt.de/politik/deutschland/article163918666/Zahl-der-tatverdaechtigen-Zuwanderer-steigt-um-52-7-Prozent.html

Das nächste Mal also bitte etwas differenzierter, Frau Hayali, ansonsten fallen Sie in die Kategorie „Fake News Produzentin“.

Foto (zugeschnitten): Von Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24057199

 

 

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