Ist Aiman Mazyek ein Verfassungsfeind?

Foto: Wikipedia/ Von Christliches Medienmagazin pro - Aiman Mazyek, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45955466
Islamfunktionär Aiman Mazyek (Bild: Christliches Medienmagazin pro - Aiman MazyekAiman Mazyek, Zentralrat der Muslime ZDM (Foto: Anna Lutz); CC BY 2.0; siehe Link)

Immer dann, wenn der Islam – egal auf welcher Art und Weise – wieder einen Vorstoß gewagt hat und es kritische Stimmen dazu gibt, haut Aiman Mazyek einen raus. Nach dem sich die Mehrheit der hier lebenden Türken für die Alleinherrschaft ihres Helden Erdogan ausgesprochen hat, gibt es wieder das bekannte Gejammer. Aber dieses Mal lässt die Aussage von Mazyek tief blicken:

Der Zentralrat der Moslems in Deutschland mahnt die etablierten Parteien, nicht „antidemokratische und antimoslemische Standpunkte“ der AfD zu übernehmen. Die Diskussion um das Wahlverhalten der in Deutschland lebenden Türken beim Verfassungsreferendum habe diese Entwicklung in der Politik noch einmal verschärft, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). „Da werden plötzlich Dinge gesagt, die so auch von der AfD kommen könnten – und zwar leider vereinzelt auch von den etablierten Parteien“, kritisierte Mazyek.

Als Beispiel nannte er Forderungen nach einem speziellen Bekenntnis der Deutsch-Türken zum Grundgesetz. „Das Grundgesetz sieht nicht vor, dass sich Doppelstaatler oder hier geborene deutsche Moslems ausdrücklich zur Verfassung bekennen müssen. Warum wird nun ausgerechnet bei Deutsch-Türken jetzt Gesinnungsschnüffelei betrieben“, fragte Mazyek und ergänzte: „Das ist die verklausulierte Aufforderung, die sonst aus AfD-Kreisen stammt: `Wenn es euch hier nicht gefällt, dann geht doch.`“ Der Zentralratsvorsitzende führte als Gegenbeispiel an: „Immer mehr Deutschen missfällt offenkundig leider unsere freiheitliche Demokratie, würden wir sie deshalb außer Landes deportieren wollen?“ Mazyek hat die hohe Zahl an Deutsch-Türken, die für die Verfassungsänderung gestimmt haben, indes nicht überrascht.

Der demokratische Anstand gebiete es jetzt, diese Gruppe nicht zu beschimpfen. So erhielten nur radikale Kräfte auf beiden Seiten Auftrieb, sagte er.

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein etwas älterer Beitrag im „Tagesspiegel“:

Mit einem Bekenntnis zum Grundgesetz als gemeinsamer Gesprächsbasis hat am Mittwoch in Berlin der offizielle Dialog des deutschen Staats mit den Moslems begonnen, die „Deutsche Islamkonferenz“. Dies sei ohne lange Diskussionen möglich gewesen, sagte der Gastgeber, Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU). „Niemand hatte irgendeinen Vorbehalt. Es sei in den mehr als drei Stunden „nicht immer nur harmonisch, aber stets tolerant“ zugegangen…

http://www.tagesspiegel.de/politik/islamgipfel-bekennt-sich-zur-verfassung/757034.html

Selbst die SPD ist da konsequenter:

In Deutschland lebende Ausländer sollen sich nach Ansicht der SPD-Spitze stärker als bisher aktiv zu den Grundwerten der Verfassung bekennen. Das Grundgesetz setze „klare Grenzen“, die niemand mit Hinweis auf seine Herkunft oder religiöse Überzeugung außer Kraft setzen dürfe, heißt es in einem Positionspapier der Parteiführung, das der dpa vorliegt. Das SPD-Präsidium soll die Leitlinien am Montag beschließen, mit Blick auf den „Integrationsgipfel“ am Freitag bei Bundeskanzlerin Angela Merkel…

http://www.n-tv.de/politik/Bekenntnis-zur-Verfassung-article189727.html

Was hat das Bekenntnis zum Grundgesetz mit Gesinnungsschnüffelei zu tun? Hat Herr Mazyek etwa was zu verbergen?

Bundesverfassungsschutz: Bitte übernehmen Sie!

Foto: Wikipedia/ Von Christliches Medienmagazin pro – Aiman Mazyek, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45955466

 

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