Jouwatch EXKLUSIV: Tafel für deutsche Arme? Für Migranten-Radtouren!!

Es ist schön, dass es sie gibt: Die mehr als 900 „Tafeln“ in Deutschland. Täglich werden Tonnen von Lebensmittel nicht vernichtet, sondern verteilt: An Arme, an Bedürftige und besonders an Kinder. Laut „Bundesverband deutsche Tafeln e.V. “ sind es über 1,5 Millionen bedürftiger Menschen in Deutschland.  Doch warum gibt die Tafel speziell nur für Flüchtlinge 399.000 Euro aus?

Von Petra Petrarca

Laut Tafelverband gibt es 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland. Über 60 000 ehrenamtliche Helfer sind für die etwa 3000 Tafelstellen tätig. Kostenlos. Nur die Tafel-Geschäftsstelle in Berlin bekommt für ihre Arbeit Geld. Neben den Lebensmittelspenden, erhält die Tafel auch viele Geld- und Sachspenden. Von Firmen, Vereinen, Sammelaktionen von Schülern und von Menschen, für die es Herzenssache ist, zu helfen.

Wer ist für die Tafel bedürftig?

Laut Tafelband alle, die wenig Geld zur Verfügung haben: Arme Rentner, Arbeitslose mit Stufe I und Stufe II. Hartz IV, Sozialhilfeempfänger oder Grundsicherungsbezieher.
Als Beweis der Hilfebedürftigkeit werden dementsprechende Dokumente gezeigt. Auch von Flüchtlingen bzw. Asylbewerber (sagt der Verband).

Geburtsstunde der Tafel in Deutschland

Die erste Tafel wurde 1994 in Hamburg von einer Frauengruppe gegründet. Sie wollte überschüssige Lebensmittel an Obdachlosenheime und anderen sozialen Einrichtungen verteilen. Das hat geklappt. Das war gut. Heute sagt der Bundesverband: „Die ursprüngliche Zielgruppe der Tafeln hat sich inzwischen gewandelt. Obdachlose stellen mittlerweile nur noch einen geringen Anteil an Tafel-Kunden.“

Obdachlose sind nicht mehr so bedürftig?

Wohl nicht. Eine staatliche Statistik zu konkreten Obdachlosenzahlen gibt es in Deutschland nicht. Auf der Webseite des Tafel-Verbandes wird jedenfalls zur Spende für Flüchtlinge aufgerufen. „Bereits 150.000 Flüchtlinge nutzen das Angebot der Tafel. Denn die Tafeln in Deutschland lassen die geflohenen Menschen nicht in Stich und unterstützen sie. Mit schneller Soforthilfe und Integrationsprojekten.“

Ein Sonderprojekt für Flüchtlinge kostet 399.000 Euro.

Dieses Projekt heisst: „HeimatTafel“. Dafür wurden mit Unterstützung des „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ exakt 399.000 Euro zur Verfügung gestellt. Am 13. Dezember 2016 ruft der Tafelverband auf seiner Facebookseite die einzelnen Tafelstellen auf, 10 Projekte für die Integration von Flüchtlingen einzureichen. Das haben die Tafeln gemacht. Es gibt eine Liste dazu. Hier die Beispiele:

Theaterbesuche mit den den Flüchtlingen

Die Tafel in Artern möchte unter anderem Tischgespräche mit den Flüchtlingen. Es geht um Aufklärung der rechten Gesinnung. Bei der Tafel Castrop stehen Flüchtlingskochgruppen im Mittelpunkt. Und ein Familien-Cafe‘ mit Beratungsangeboten. Die Tafel in Datteln möchte mit Flüchtlingen Theater spielen und Theater besuchen.

Fahrradtouren mit Flüchtlinge

Die Tafel Nordhorner will den Flüchtlingen Fahrräder schenken, damit sie schneller zur Tafel kommen. Und mittels Fahrradtouren die neue deutsche Heimat erkunden.
Die Tafel in Singen möchte etwas für die Bildung der Flüchtlinge tun. Besonders in den Bereichen Recht und Verwaltung, Antragswesen, soziale Hilfe.
Andere Tafeln wollen Flüchtlinge bei der Jobsuche helfen. Und mit ihnen Bauernhöfe besuchen. Zwecks Ernährungsaufklärung.

Summa Summarum

Was hat das alles mit der Ursprungstafel zu tun? Warum gibt das „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ so viel Geld dafür her? Sind das Steuergelder? Sind das Spendengelder? Wissen das all die ehrenamtlichen unentgeldlichen Helferchen? Gibt es ähnliche Projekte mit deutschen Bedürftigen? Oder ist es ungehörig solche Fragen zu stellen? Dann entschuldige ich mich. Sorry. Sorry.

Foto: Screenshot

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