Calais: Hilfsorganisationen locken Illegale an

Im vorigen Herbst wurde der „Dschungel“ von Calais in Nordfrankreich geräumt, das Illegalenlager von „Flüchtlingen“, die nach England reisen wollten. Im „Dschungel“ warteten sie auf die Gelegenheit, über den Ärmelkanal zu gelangen. Das Lager wurde aufgelöst, die Migranten weggeschafft. Unterdessen entstand ein wildes Lager in Grande-Synthe im benachbarten Dünkirchen. PI berichtete kürzlich über Unruhen dort. Jetzt kommt heraus, dass Hilfsorganisationen Illegale gezielt nach Calais anlocken.

Von Chevrolet, P.I.News

Kostenlose Schlafsäcke, warme Mahlzeiten, eine Art Picknick in der milden Abendsonne mit frischem Baguette, Reisgerichten und Salaten auf einem Tisch zur gefälligen Bedienung – es hatte etwas von Party, was da dieser Tage in Calais, der nordfranzösischen Hafenstadt am Fährhafen nach England, geschah.

Die Daily Mail berichtet jetzt über darüber. Das Picknick für die hungrigen Migranten, das „Flüchtlings“-Helfer organisiert hatten (Foto oben), erregte in Calais die Gemüter. Da dachte man am Ärmelkanal mit der Räumung des „Dschungels“ mit Moschee, Bordell, Restaurant und allem, was ein Städtchen ausmacht, sei die Ruhe im beschaulichen Calais wiederhergestellt, kommt jetzt eine neue Welle von „Flüchtlingen“, die sich durch die Hilfsorganisationen angelockt fühlen und so ihren Traum realisieren wollen, im britischen Paradies zu leben.

Natacha Bouchardt, die Bürgermeisterin der Stadt Calais, versuchte kürzlich ein Dekret durchzusetzen, dass die „konstante und fortgesetzte Versorgung von Migranten mit Lebensmitteln“ untersagt. Was eine gute Idee war um der unerträglichen Situation beizukommen, scheiterte aber am zuständigen Regionalgericht in Lille. Das befand politisch korrekt, dass es gegen die EU-Menschenrechtserklärungen verstieße, Migranten Hilfe zu verweigern.

Und so ist das nordfranzösische Hafenstädtchen mit wundervollen Stränden in der Umgebung an der Cote d’Opale auf dem besten Wege, wieder zu dem zu werden, was es zu Zeiten des „Dschungels“ war: Der Treffpunkt der gestrandeten Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Welt, die ihr Heil in England suchen wollen. Ihre Zahl schätzt Christian Salome, Chef der Hilfsorganisation „L’Auberge des Migrants“, die kostenlose Schlafsäcke ausgibt, schon wieder auf 400, Tendenz steigend.

https://www.pi-news.net/2017/04/calais-hilfsorganisationen-locken-illegale-an/

Foto: Screenshot/Youtube

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