Soll Correctiv! nur die Gegenöffentlichkeit auspionieren?

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Fake-News (Foto: Collage)

Ich habe selber über 30 Jahre als Reporter und Redakteur für die Mainstreampresse gearbeitet und von weiß von daher wohl, dass fast jeden Tag in fast jeder Redaktion Deutschlands politisch-korrekte Fake News produziert werden. Einfach dadurch, dass man gewissen Dinge weglässt, einiges dazu dichtet und hier und da etwas verschiebt, damit das Ganze für die Chefredakteure stimmig wird.

Von daher ist die Aussage des Correctiv-Chefs David Schraven, die er in einem Interview mit „meedia.de“ geführt hat, eine bodenlose Frechheit. Und sie zeigt uns, was die eigentliche Aufgabe dieser Schnüffler ist:

Würdet Ihr also auch Meldungen von etablierten Medien, wie beispielsweise Bild, SZ oder Zeit, bei Facebook als Fake-News kennzeichnen, wenn diese nach den Poynter-Regeln Falschmeldungen sind?

Gute Frage. Ich glaube, das muss man sehen, wenn es soweit ist. Grundsätzlich kann alles geprüft werden. Gerade bei den klassischen Pressemedien haben wir aber schon eine ziemlich gut wirkende Selbstkontrolle. Da gibt es den Presserat, in den einzelnen Häusern gibt es Ombudsmänner, Leserbeiräte und sonstige Sachen. Jeder macht mal einen Fehler. Da würde ich grundsätzlich darauf vertrauen, dass diese erprobten Instrumente der Selbstkontrolle funktionieren. Deswegen kann man sich die Arbeit an dieser Stelle wohl sparen. Wenn da einer großen Mist baut, landet das in der Regel beim Presserat…

http://meedia.de/2017/01/23/correctiv-chef-david-schraven-wir-sind-kein-dienstleister-wir-arbeiten-nicht-fuer-sondern-auf-facebook/

Der Presserat ist politisch ähnlich gestrickt, wie die meisten Mainstreammedien und die Ombudsmänner und Leserbeiräte haben nichts zu sagen, und wenn auch nur das, was von der Chefetage abgesegnet wird.

Schraven outet sich damit als das, was wir alle geahnt haben: Als Henker der unabhängigen Berichterstattung!

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