Höcke wirkt!

Hat Frauke Petry aufs falsche Pferd gesetzt, als sie sich mit dem linken Tagesspiegel verbündete, um ihren parteiinternen Widersacher Björn Höcke kalt zu stellen?

Wir durften in dieser Zeitung, die mit aller Macht verhindern will, dass die AfD in den Bundestag einzieht, lesen:

Den Verdacht gibt es schon lange. Doch nun erklärt ihn die AfD-Führung unter Parteichefin Frauke Petry zur Gewissheit. In ihrem dem Tagesspiegel vorliegenden Parteiausschlussantrag gegen den AfD-Rechtsaußen Björn Höcke heißt es: „Der AG“ – gemeint ist der Antragsgegner Höcke – „hat unter dem Namen ,Landolf Ladig‘ in den NPD-Veröffentlichungen ,Volk in Bewegung‘ und ,Eichsfeld-Stimme‘ Artikel verfasst.“ Das birgt politischen Sprengstoff. Denn in diesen Artikeln lobte „Landolf Ladig“ die rechtsextreme NPD nicht nur für ihre politischen Ideen. Er verherrlichte auch das NS-Regime.

Bereits 2015 verlangte der damalige AfD-Bundesvorstand unter dem später geschassten Bernd Lucke, Höcke möge eine eidesstattliche Versicherung zu mutmaßlichen NPD-Kontakten unterschreiben. Höcke weigerte sich. Er sagte damals: „Ich habe niemals unter einem Pseudonym für eine NPD-Zeitung geschrieben.“…

http://www.tagesspiegel.de/politik/vorwuerfe-gegen-thueringer-afd-chef-petry-hoecke-hat-unter-pseudonym-die-npd-gelobt/19662990.html

Dazu gibt es in der „FAZ“ einen interessanten Hinweis:

…Ganz sicher, dass Höcke ein Geständnis abgelegt hat, ist sich Bernardy nicht mehr. „Die Möglichkeit, etwas missverstanden zu haben, ist immerhin real. Deshalb kann es für mich juristische Folgen haben, dies öffentlich zu behaupten. Zumal mir mindestens eine Person bekannt ist, welche unter diesem Pseudonym geschrieben haben will. Und diese Person ist nicht Höcke. Das lässt zumindest Zweifel aufkommen. So wie ich es mittlerweile verstehe, ist Landolf Ladig eine Kunstperson, unter der mehrere Autoren veröffentlicht haben“, sagte Bernardy. Er bot an, einen Kontakt zu Ladig herzustellen, jenem Ladig also, der nicht Höcke sei. Später teilte Bernardy mit, Ladig habe gesagt, er wolle nicht reden. Unabhängig von der Frage, ob Bernardy die Wahrheit sagt und der andere Ladig existiert, hatte die AfD-Führung um Frauke Petry in diesem Moment ihren wichtigsten Kronzeugen im Ausschlussverfahren gegen Höcke verloren.

http://www.faz.net/aktuell/politik/npd-vorwuerfe-gegen-hoecke-bleiben-ubestaetigt-14972092.html

Frauke Petry scheint also mal wieder blind in die Falle der linken Medien gelaufen zu sein. Aus Eitelkeit? Aus Angst vor dem Machtverlust? Egal, denn obwohl Björn Höcke sich auch gerne mal zu Unzeiten im Schlamm der deutschen Geschichte wälzt, statt sich mit den aktuellen Problemen zu befassen, ist er zumindest in Thüringen sehr beliebt.

Jürgen Fritz schreibt auf seinem Blog:

Zweieinhalb Jahre nach der Landtagswahl hat die rot-rot-grüne thüringische Landesregierung unter Bodo Ramelow (Die Linke) keine Mehrheit mehr, kommt gerade noch auf 42 Prozent. Die AfD steigt dagegen von 10,6 auf 19 Prozent…

Die Linke verliert fast jeden vierten ihrer Wähler, bricht förmlich ein von 28,2 auf 22 Prozent. Die SPD liegt bei 15 und die Grünen bei 5 Prozent. Damit kommt Rot-Rot-Grün insgesamt gerade noch auf 42 Prozent und ist von einer Mehrheit deutlich entfernt. Die Grünen müssten momentan sogar fürchten, gar nicht mehr in den Landtag einzuziehen. 4,99 Prozent würden ja bereits nicht mehr ausreichen. Dann läge Rot-Dunkelrot zusammen gerade noch auf 37 Prozent.

Die beiden Oppositionsparteien CDU und AfD kämen dagegen momentan zusammen auf 52 Prozent. Die CDU verliert zwar minimal, dafür steigt die AfD aber von 10,6 auf 19 Prozent und lässt die SPD nun klar hinter sich. Wie auf Bundesebene schon seit längerem ist die AfD damit auch im linksregierten Thüringen klar die dritte Kraft im Lande.

https://juergenfritzphil.wordpress.com

Zumindest also im Osten der Republik kann man mit Björn Höcke so manchen Blumentopf gewinnen. Und wer soll es im Westen richten? Frauke Petry?

Foto: Collage

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