Deutsche Zeitung macht türkischen Wahlkampf!

Auf „Baden Online“ (Print: Offenburger Tageblatt) gab es vor einigen Tagen einen Beitrag, der uns zeigt, wie sehr Deutschland schon „getürkt“ ist.

Hier ein Auszug:

»Hayır çıkması halinde Erdogan’ın istifa etmesi gerekir.«

Bu pazar Türkiye’de gerçeklesecek referandumda 55 milyon seçmen, Cumhurbaskanı Recep Tayyip Erdogan’ın bundan böyle daha fazla yetki ve güce sahip olup olmayacagına karar verecek. Elestiri sahipleri referandumdan evet çıkması halinde bunun Türkiye’deki demokrasinin sonu olacagı ve bir nevi diktatörlük rejimi olacagını savunuyor. Bu elestiri dogru mu? Cumhurbaskanı tam ne istiyor? Ayrıca nasıl bir Türkiye ile karsı karsıyayız? Tilman Lüdke, Freiburg sehrinde bulunan Arnold-Bergstraesser Enstitüsünde Islam Bilimi, Tarihçi ve Türkiye uzmanıdır. Referanduma çok az bir sürenin kaldıgı bu günlerde kendisi Mittelbadische Presse gazetesinin sorularını yanıtladı.

Sayın Lüdke, nasıl bir Türkiye ile karsı karsıyayız? Sehirli mi yoksa köylü mü, laik mi yoksa din eksenli mi, muhafazakar mı yoksa modern bir Türkiye mi?

Tilman Lüdke: Derin bir sekilde kutuplasmıs bir ülke ile karsı karsıyayız. Bir tarafta laikligi benimsemis sehir toplumu ve diger tarafta daha çok din eksenli yasamı tercih eden tasralı toplum arasında büyük farklılıkların oldugu bir ülke. Atatürk’ün laik devlet yapısı düsüncelerine kendini adamıs Kemalist elitler ile 2002 yılından beri iktidarda olan ılımlı islam partisi AKP yan yana durmaktadır. Iktidar partisi Türkiye’yi müslüman bir ülke yapmak istemekte, diger müslüman ülkeler ve özellikle Yakın Dogu ülkeleri ile daha iyi iliskiler içinde olmayı hedeflemektedir. Bunun yanında Rusya ve Çin’e dogru güçlü bir yakınlasma da söz konusudur…

http://www.bo.de/nachrichten/nachrichten/hayir-cikmasi-halinde-erdoganin-istifa-etmesi-gerekir

Natürlich gibt es diesen Beitrag auch auf deutsch. Aber der wird dadurch auch nicht besser. Hier wieder eine Passage, die tief blicken lässt:

Bei der Parlamentswahl im November 2016 haben die etwa 1,4 Millionen stimmberechtigten Deutsch-Türken mit 59,7 Prozent für Erdogans AKP gestimmt. Wer sind seine Anhänger in Deutschland?

Lüdke: Die meisten Türken, die in den 1960er Jahren kamen, waren aus den ärmeren Regionen Anatoliens. Das waren eher konservative, religiöse Menschen. Diese Schicht ist mit Sicherheit Erdogan-Befürworter. Bei der zweiten oder dritten Generation, bei denen man es eher nicht erwarten würde, sind viele Klagen zu hören, dass sie sich in Deutschland nicht integriert fühlten. In den vergangenen Jahren sind auch viele sehr gut ausgebildete Deutsch-Türken in die Türkei gegangen, wo sie mit offenen Armen aufgenommen wurden. Auch bei diesen sind viele Erdogan-Anhänger.

Obwohl viele in Deutschland aufgewachsen sind und in der Türkei häufig die »Verdeutschten« genannten werden.

Lüdke: Diese Gruppe von Menschen hatte lange Zeit überhaupt keine kulturelle Heimat. Sie fühlten sich fremd in Deutschland, aber auch in der Türkei. Die Integration derjenigen, die in die Türkei gegangen sind, ist auch nicht so weit fortgeschritten.

Welche Fehler wurden gemacht?

Lüdke: Eine multikulturellere Stimmung wurde von starken gesellschaftlichen Kräften in Deutschland stets bekämpft. Ich erinnere an Frau Merkels Ausspruch »Multukulti ist tot«. Die berechtigtere Frage wäre, ob es je existiert hat. Viele Türken haben erwiesenermaßen größere Schwierigkeiten in Schule und Ausbildung. Es gibt auch Vorbehalte gegenüber Menschen mit türkischem Namen. Allein schon, was die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch angeht. In Deutschland herrscht die weit verbreitete Meinung, man könne die Türken nicht in eine christliche, mehrheitlich säkulare, demokratische Gesellschaft integrieren…

http://www.bo.de/nachrichten/nachrichten/referendum-in-tuerkei-bei-einem-nein-muss-erdogan-gehen

Die Deutschen sind also wieder mal an allem schuld!

Wer auch sonst.

Foto: Leser

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