Tatort: Volkserziehung auch nach 20 Uhr, aber dann ein kleiner Lichtblick

TATORT: Am Anfang eine hübsche, attraktive, intelligente afrikanische Immigrantin, die umgebracht wird. Am Ende eine junger, sympathischer, aufgeweckter 18-jähriger Immigrant, der von einem deutschen Rentner beim Stehlen überrascht und dann brutal und völlig unverhältnismäßig erschossen wird. Also das, was ständig in unserem Land passiert. Die deutschen Rentner haben ja auch meist ein Gewehr zu Hause, holen das immer sofort raus und schießen sofort auf die armen Immigranten, selbst wenn diese nur einen Löffel oder einen Apfel klauen.

Von Jürgen Fritz

Langsam merke ich jetzt auch, wie der „Tatort“ volkserzieherisch wirkt, wie hier – wahrscheinlich seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten – Woche für Woche unser Weltbild subtil gelenkt, indoktriniert und manipuliert wird.

Habt Ihr jemals gesehen, daß im „Tatort“ ein ausländischer Mob, keine Mafiatypen, keine organisierten Verbrecher, sondern einfach ein Mob von Ausländern / Immigranten eine Frau massenvergewaltigt und dann umbringt?

Nein, das habt Ihr noch nie gesehen. Und wisst ihr warum nicht? Weil es keinen Ausländermob gibt. Es gibt nur den deutschen Mob. Pegidatypen, NPD-ler und so. Ausländer, speziell die armen Afrikaner und Araber sind da einfach anders. Meist Opfer, fast nie Täter. Also ganz realistisch alles, nicht wahr? Und der „Tatort“ lenkt überhaupt nicht unsere Wahrnehmung und Deutung der Welt. Nein, nein!

Was wohl passieren würde, wenn jemand ein ganz anderes Drehbuch schriebe mit einem wütenden, moralisch völlig verkommenen Mob von Afrikanern und Arabern, die Deutsche drangsalieren, Frauen vergewaltigen und deutsche Männer totschlagen? Ob die ARD das annehmen und verfilmen würde?

ANNE WILL: Die Sendung gestern fand ich richtig gut. Es wurde gut herausgearbeitet, warum Trump sich zu diesem Angriff auf eine Assad-Militärbasis entschloss. Hat mir geholfen, die Hintergründe zu verstehen.

Aber was mir auffiel, wer wurde wieder eingeladen: einer von der SED-Nachfolgepartei, wie fast immer (werden 5 bis 10 mal so oft eingeladen wie AfD-Politiker). Und der die USA und die ganze westliche Weltverachter und Moslemfreund Michael Lüders (Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Beiratsmitglied des Nah- und Mittelostvereins und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Orient-Stiftung).

Aber siehe da, Anne Will hat ihn schon gleich zu Beginn nicht als objektiven Wissenschaftler vorgestellt, sondern als parteiischen Wirtschaftsberater. Uih! :-O Was war da denn los? Und dann haben ihm mehrfach gleich mehrere Gesprächsteilnehmer widersprochen und als unglaubwürdig dargestellt. Das gab’s ja noch nie! Wird das deutsche TV schon ein klein wenig besser (wirkt die AfD schon, selbst wenn sie nicht dabei ist?) oder hatte das andere Gründe?

Foto: Collage

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